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#11
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| Mir kommt es so vor, als wenn du den zu erlernenden Job nicht allzu gern machst. Sorry! Oder hängt es mit dem Arbeitsklima in diesem Betrieb zusammen? Aus meiner eigenen Zeit, die schon lange, lange her ist: "Lehrjahre sind keine Herrenjahre!" (blöder Spruch, gilt aber heute noch). Wir mußten noch Samstag bis Mittag arbeiten. Anfahrt zum Betrieb: 15 km und 15 km zurück. Täglich außer Sonntag! Arbeitsbeginn früh 6.00 (!). So ging das 3 Jahre! Wurde ein abgebundener Dachstuhl gerichtet, dann war Feierabend, wenn wir fertig waren. Manchmal bis zum späten Abend beim Scheinwerferlicht. Überstunden abfeiern, bezahlt? Es gab einen warmen Händedruck und ein Trinkgeld vom Bauherrn. Und was erlebe ich heute mit AZUBI's?: Nichts Vergleichbares. Loyalität gegenüber dem AG oder Ausbildungsbetrieb? Das ist bei den meisten mir bekannten Fällen ein Fakt von Pflichten, welche man nicht sonderlich Ernst nimmt; bei Rechten kennt man sich besser aus. Leider betrifft das nicht nur AZUBI's, sondern auch viele erwachsene Menschen. Ist nur ein kleiner Abriss, was ich hier schildere. Damit will ich dir insofern zur Seite stehen, dass du sorgfältig abwägst, was dir lieber ist: Die paar Monate die Zähne zusammenbeißen oder auf den Ausbildungsbetrieb schimpfen und es riskieren, dass du "ein schickes Arbeitszeugnis" erhälst. Das Arbeitsleben hält für dich nach Lehrbeendigung noch mehr unangenehme Überraschungen bereit! Kannst du mir getrost glauben! Drück dir die Daumen- ganz fest! ![]() M.l.G.! soisrecht2 |
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#12
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| Hi zusammen Was ich noch anfügen möchte: Ein gutes Arbeitszeugnis beinhaltet in sich einen Wert, welcher vergleichbar ist mit einer Entlöhnung. Hier gilt es, klug zu kalkulieren, um sich nichts für die Zukunft zu verderben. Dieses Zeugnis ist auch wichtig, wenn man einen anderen Berufsweg einschlägt.
__________________ Liebe Grüße Lynn |
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#13
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| @soisrecht: an und fuer sich, hast du ja recht, nur herrenjahre hin oder her, die azubis heute werden doch auch nurnoch ausgenommen wo es nur geht, ich bin der einzige aus meiner klasse der nach tarif bezahlt wird... die anderen werden schon in ihrer ausbildung 20%unter tarif bezahlt, so jetzt nimm mal einen weniger verdiehnenden koch... der sagen wir mal netto seine 230takken bekommt, wovon er seine autoversicherung, spritt, evtl. seinen bausparvertrag, und dann zuhause noch was abdruecken muss... dann bleibt ihm eigentlich sogut wie nichts... und wenn er dann noch irgendwelche anschaffungen hat? mit zurueck legen usw. ist da nichts, und dazu ist alles so dermaßen teuer geworden, da bleibt dir garnichts uebrig, als fuer deine mehrarbeit auch entlohnung zu fordern, weil es garnicht anders mehr moeglich ist, ich will dir nicht zu nahe treten, aber damals war es eine andere zeit, da hat man was fuer seine mark(!) gekriegt, und hat gut und gerne auch mal laenger gearbeitet, weil vorallem auch eine andere menthalitaet herrschte... aber das ist jetzt anders geworden... natuerlich hast du auch recht, das keiner mehr bereit ist, sich fuer seine firma einzusetzen, kenne ich auch mehr als genug beispiele, nur kann ich auch die andere seite vertreten, ich bekomme meine ueberstunden auch sehr gut verguetet, deshalb mache ich auch immer soviel, und sage immer zu wenns um mehrarbeit geht, aber ich kann auch irgendwo die leute verstehen, die sich krumm buckeln, und nachher in die roehre schauen... @lynn: sehe ich ganz genau so!
__________________ "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück!" (Benjamin Britten engl. Komponist, Dirigent u. Pianist ) |
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#14
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| Hast recht- die Zeiten haben sich nicht zum Guten gewandelt! Das Schlimme an dieser Entwicklung ist, dass einerseits viele AG AZUBI's als billige Arbeitskräfte betrachten- andererseits viele (vor allem "überbetriebliche"...) AZUBI's sich gar keine Mühe geben, ihre Lehre möglichst gut abzuschließen. Es ist zu wenig Stimulanz dahinter. Und- das betrifft eigentlich alle: "Stimulanz" zur Leistung erfolgt in erster Linie über den Lohn. Bei dem Heer von Billiglöhnern (Hauptsache Arbeit, dann monatliche "Aufstockung" durch H4) ist es nicht verwunderlich, dass sich viele "einrichten" und der Meinung sind, es dabei belassen zu müssen. Man kann's niemanden verdenken ... Fest steht, dass unsere deutsche Gesellschaft richtig krank geworden ist. Um in den Worten eines Freiheitshelden von 1813 zu sprechen: "Wenn ich denk' an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!" Frag' mal einen Jugendlichen, ob er weiß, was 1813 war. Er wird dir's nicht sagen können! Schade. M.l.G.! soisrecht2 |
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#15
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| Zitat:
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#16
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| Zitat:
Frag mal, was am 9. November 1989 geschehen ist. "Da hat der Hitler die Juden totschlagen lassen .. "
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#17
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| Hi zusammen Ich finde auch, dass jemand, der arbeitet, einen fairen Lohn erhalten soll. Doch ein Azubi ist kein voll arbeitender, selbständiger Angestellter, sondern jemand, für den der Arbeitgeber Zeit und damit Geld investiert, indem er dem Azubi Leute an die Seite stellen muss, welche ihn ausbilden und ihm alles beibringen. Diese nun fehlen ihm wiederum an einer anderen Position. Da sollte man schon eine ehrliche Mischrechnung aufstellen. Klar, dass manche Arbeitgeber den Azubi zu wenig ausbilden und ihn eher ausnutzen, aber es gibt auch ehrlich bemühte Arbeitgeber, die bei dieser Mischrechnung sicherlich nicht am Azubi verdienen, vor allem, wenn man bedenkt, dass nicht alle Azubis gleich alles auf Anhieb beherrschen und in diesen Fällen mehr Einsatz gefordert ist vom Ausbilder. Also auch hier gilt: Eine gute Ausbildung ist ebenfalls ein Wert, genauso wie das Arbeitszeugnis. Sie erscheinen abstrakter und werden deshalb weniger als solches wahrgenommen. Doch sind sie ebenso viel Wert wie bares Geld, je nachdem sogar noch mehr.
__________________ Liebe Grüße Lynn Geändert von Lynn (21.01.2008 um 13:50 Uhr) |
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#18
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weißt eben doch mehr als ich, nonte ....Aber der Heinrich war's ... M.l.G.! soisrecht2 |
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