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| Hallo ihr Lieben, ich wende mich heute wegen einem derzeit sehr großen Problem meinerseits an euch. Ich bin seit 2005 (inkl Ausbildung) in der Pflege tätig.Gelernt habe ich ursprünglich mal Kinderkrankenschwester,habe aber bisher nur in der Alten- und Krankenpflege Stellen bekommen.Ich habe nie lange bei einem Arbeitgeber gearbeitet,weil ich immer sehr unzufrieden war.Schon im 2.Ausbildungsjahr begann ich an Depressionen zu leiden (hinzu kommt eine psychische Vorbelastung aufgrund meiner Kindheit).Ich dachte immer diese Unzufriedenheit liegt an den Bedingungen unter denen ich arbeitete.Habe dann 2009 einen Umzug in eine Großstadt 200km von meinem zuhause entfernt in Kauf genommen,um wieder in einer Klinik arbeiten zu können.Dort habe ich 10 Monate auf einer neurologischen Station gearbeitet.Ich habe schnell gemerkt,dass mir die freien Tage,die ich in meiner Vollzeitstelle regulär habe nie reichten um mich zu erholen.Ich war ständig müde,hatte starke Kopf- und Bauchschmerzen,was zu mehrfachen Krankmeldungen führte.Daraus resultierten natürlich Probleme im Team,was zum Schluss in Mobbing endete und Trouble mit meinem Arbeitgeber (den ich natürlich auch verstehen kann).Im Oktober hatte ich dann zum ersten Mal ein Burn out.Litt an starken Depressionen und Gewichtsabnahme.Hatte Panikattacken,wenn ich zur Arbeit musste,konnte meine Arbeit nicht mehr sorgfältig ausführen,was natürlich in meinem Beruf äußerst gefährlich werden kann. Habe dann die Station gewechselt und bin nur auf einer operativen Gyn,Geburtshilfe mit Neugeborenenzimmer.In der Einarbeitungszeit ging alles gut.Ich war natürlich nicht wirklich erholt,aber ich muss gestehen,dass ich mich dann immer irgendwie durchbeißen und keine Schwäche zeigen will.Als ich dann selbstständig arbeiten musste fingen die Probleme wieder an.Letztendlich bin ich dort noch unglücklicher als auf der anderen Station.Die Patienten sind sehr pflegeintensiv und mein Idealismus zu meiner Arbeit wird durch Bürokratie und unser Gesundheitssystem zerstört.Ich hatte nach nem 8tägigen Dienst über Weihnachten dann 7 Tage frei und ich habe mich nicht mehr erholt.Hatte nur noch Panik wieder dort arbeiten zu müssen,war dann Montags nochmal dort und bin seit 3.1 wegen erneutem Burn out krankgeschrieben.Ich kann dieses Patientenklingel nicht mehr hören,kann den Klinikgeruch nicht mehr riechen,bin einfach nervlich total am Ende und könnte derzeit die Klinik noch nicht einmal wegen eines Besuches oder ähnlichem betreten.Der Gedanke dort wieder hinzumüssen bzw in diesem Beruf weiterzuarbeiten löst bei mir Panik aus.Die Stelle zu reduzieren ist finanziell nicht möglich,ebenso möchte ich mit meinem Wissen und meiner Qualifikation nicht als Sekretärin auf Station oder ähnlichem arbeiten.Büroarbeit ist einfach nicht mein Ding.Ich hatte schon überlegt einen Antrag zu stellen nur noch im Neugeborenenzimmer arbeiten zu müssen,aber das würde langfristig auf Personalgründen nicht funktionieren und wieder mit Trouble im Team,da wir ne integrative Wochenbettstation sind enden.Nächste Woche werde ich stationär in eine psychosomatische Klinik gehen und eine Reha anstreben.Kündigen kann ich nicht,da ich aufgrund einer Weiterbildung eine Freistellung habe und an meinem Arbeitgeber rund 2000 Euro zahlen müsste,wenn ich das Arbeitsverhältnis beende.2000 Euro ,die ich nicht habe.Die Weiterbildung werde ich defintiv fertig machen,da ich diese eigenfinanziert habe und danach Kurse geben kann,die sehr lukrativ sind.DIese kann ich aber nicht hauptberuflich machen,da diese vielleicht 3 mal im Jahr vorkommen.Derzeit kann ich mir nicht vorstellen noch weiter in der Pflege am Patienten zu arbeiten.Ich hab so große Existenzängste,da ich auch finanziell Verpflichtungen habe und derzeit keine Ahnung habe,wie es weitergehen soll.Gedanken über eine Umschulung habe ich mir schon gemacht.Ich bin mir noch nicht ganz sicher,aber wenn dann würde ich gerne auf Pferdewirtin umschulen.Eigentlich schon immer mein Traumberuf,mit dem Gedanken an eine Selbstständigkeit irgendwann.Meine Trainerin hat mir angeboten im Falle einer Umschulung mich auszubilden,da diese aber ihren Pferdebestand und Betrieb etwas reduziert hat,kann sie finanziell gesehen keinen Azubi ausbilden.Wie ist hier die Sachlage?Hat jemand Erfahrung mit ähnlichen Situationen?Würde mit evtl eine Umschulung genehmigt werden und wie würde diese finanziert werden?Ich habe mich schon etwas erkundigt aber vieles habe ich nicht gefunden,außer dass teils Leute über ein Jahr auf eine Genehmigung warten.Das finde ich sehr ärgerlich,da ich arbeiten möchte und endlich mal vorankommen will im Leben.Ich bin 23 und möchte auch irgendwann einmal Familie haben,was derzeit aber nicht möglich ist aufgrund der Umstände.Arbeitslosigkeit würde meine Depression nur verstärken und die Existenzängste fördern.Ich bin derzeit so am Ende und muss gelegentlich auch gegen Suizidgedanken angehen,da ich einfach verzweifelt bin und keine Möglichkeit sehe daraus zu kommen. Ich hoff ihr habt ein paar Tips oder Erfahrungen und freu mich über einen Austausch. Grüße Miezekatz |
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| Hier wäre professioneller Rat erforderlich, bitte wende dich an einen Sozialverband wie z.B. dem VDK oder dem SoVD. Ich gehe davon aus, dass du rechtlichen Rat benötigst, also Arbeitsrecht und Sozialrecht. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein holen, der kostet 10€, damit bekommst du beim Rechtsanalt eine Erstberatung. Aber Achtung: dem Rechtsanwalt vor der Beratung sagen, dass du keine Rechtsberatung aus eigener Tasche zahlen kannst !
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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Miezekatz (20.01.2011) | ||
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