Unglücklich - "kann" aber nicht kündigen
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Unglücklich - "kann" aber nicht kündigen

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Alt 04.05.2011, 17:06
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Standard Unglücklich - "kann" aber nicht kündigen


Hallo liebe Leute,

ich bin 18 Jahre alt und habe im August letzten Jahres eine Ausbildung zum Verkäufer angefangen, jedoch quäl ich mich dort nur noch.

Ich dachte anfangs, das es mir nicht so gefällt sei normal, denn man muss sich ja erstmal ans Berufsleben gewöhnen.

Doch es wird immer schlimmer...Ich bin mittlerweile sogar richtig depressiv geworden und mich graut es schon wenn ich an den nächsten Arbeitstag denke..Kann mich auf gar nichts mehr freuen, hab nur noch das im Kopf.

Es macht mir absolut keinen Spaß, habe nur noch schlechte Laune und bin teilweise deswegen echt am Heulen.

Nun zum eigentlichen Problem:

Ich würde am liebsten sofort aufhören (geht ja leider nicht, da die Probzeit schon rum ist).
Bin auch schon auf der Suche nach etwas anderem, aber bisher vergeblich.

Der Knackpunkt ist: Meine Mutter macht derzeit eine Umschulung, bekommt aber offiziell noch Hartz 4.
Sie hat mir erklärt, dass wenn ich jetzt kündige, sie eine Sperre von drei Monaten bekommt und ihr sämtliche zustehende Gelder gestrichen werden.

Das wäre das totale finanzielle Chaos..
Wir müssten dann wohl sogar ausziehen.

Ich wohn hier allein mit meiner Mutter und meinen zwei kleinen Brüdern..
Und es macht mir echt zu schaffen dass das alles quasi 'in meinen Händen liegt'..

Ist das so korrekt? Bekommt dann wirklich sie statt ich eine Sperre, zwecks Hartz 4?


Ich habe echt keine Ahnung was ich tun soll..Ehrlich gesagt arbeite ich dort nur noch, damit ich meine Familie nicht in den finanziellen Ruin treibe..
Andererseits muss ich doch auch an mich und meine Zukunft denken und es ist wirkich die pure Hölle dort..

Dazu kommt, das meine Chefs auch nicht gerade die tollsten sind und wirklich alle Mitarbeiter ungerecht behandeln...

Es macht mich einfach so fertig, das ich praktisch total in der Falle sitze und nichts tun kann..

Bitte verschont mich mit Sprüchen wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" oder "Augen zu und durch"...
Ich werde nicht noch 1 1/2 Jahre meines Lebens für eine Ausbildung eines Berufs verschwenden, den ich eh nie weiter ausüben werde..
Es macht mich mittlerweile echt krank.


Kann mir jemand weiterhelfen in Bezug auf der Sache mit der Sperre für meine Mutter?
Das etwas genauer erklären?


Wünsche euch allen noch einen schönen Abend

Geändert von Jugas (04.05.2011 um 17:10 Uhr)
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  #2  
Alt 05.05.2011, 07:37
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Standard AW: Unglücklich - "kann" aber nicht kündigen

Deine Mutter bekommt natürlich keine Leistungssperre bzw. Sanktion. Wir sind schliesslich nicht im III. Reich und die Sippenhaft ist abgeschafft.

Allerdings würde es so sein, dass du sanktioniert werden würdest, wenn du nach Lehrstellenabbruch ALG II beantragen würdest. Bei dir würde dann die 1. ALG II - Sanktionsstufe greifen, das wären dann 100% bezogen auf den Regelsatz, dein Mietanteil würde noch erbracht werden. Die zweite Sanktionstufe bei einem weiteren Fehlverhalten wäre dann der GAU ---> keine Leistungen. Du könntest aber in beiden Fällen Lebensmittelgutscheine erhalten.
Krankenversichert wärest du bis 23 noch über die Familienversicherung.

Solltest du weiterarbeiten und das für ALG I erforderliche Anspruchsjahr vollmachen, so würde bei ALG I ebenfalls eine Leistungssperre greifen.

Ein Lehrstellenabbruch wirkt sich immer negativ auf zukünftige Lehrstellenbemühungen aus. Wenn du dich also entschliesst, die dortige Ausbildungsstelle aufzugeben, solltest du dich aus dieser Lehrstelle heraus um einen anderen Ausbildungsbetrieb bemühen. Deine IHK sollte in der Lage sein, dir Auskunft und Hilfe zukommen zu lassen.

Hinsichtlich rechtlicher Aspekte erteilt dir Dr. Azubi (Google!) Auskunft.
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