Berufsausbildung Ausland
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Berufsausbildung Ausland

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  #1  
Alt 03.02.2009, 11:45
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hi ihr lieben,

bin 23 aus deutschland und wohne/arbeite nun seit 2 jahren in schweden aber bin vor 1 monat arbeitslos geworden dank der derzeitigen krise. da ich noch keinerlei berufsausbildung genossen habe bin ich jetzt in erster linie auf der suche nach einer lehrstelle. in schweden etwas zu finden kann und wird nicht leicht sein als ausländer da zur zeit viele nach arbeit suchen jedoch wenige betriebe sich eine ausbildung noch leisten könnten gerade im baugewerde wo ich die 2 jahre tätig war. auch die noch nicht perfekte aussprache stellt hierbei ein problem dar. welche richtung und wielang es dauern soll sind mir recht egal. ebenso wäre das land nicht von bedeutung obwohl ich gerne in die usa gehen würde da ich dort schoneinmal war und mir die sprache geläufig ist . mein größtes interesse besteht in der elektronik aber auch im bauwesen da ich dort erfahrungen mitbringe. wäre auch gut über die eventuellen kosten bescheit zu wissen und die bedingungen (visa/schulbildung). ich habe in deutschland meine fachhochschulreife gemacht welche in schweden nicht anerkannt ist aber vielleicht in anderen ländern verwendung findet.
vielleicht weiß einer von euch in welchen ländern es zur zeit noch gut möglich ist als ausländer eine berufsausbildung zu finden und wie ich am bessten mit der suche beginne

danke schonmal für jedes feedback
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  #2  
Alt 04.02.2009, 02:00
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Eine Arbeitsausbildung, wie sie in Deutschland stattfindet ist nicht unbedingt Standard im Ausland.
Schon gar nicht in den USA. Ich bin mir aber sowieso unklar, wieso Du dir erstmal dieses schöne Land ausgesucht hast. Hierzu brauchst Du unbedingt erst einmal eine Arbeitserlaubnis und die zu bekommen als ungelernter Arbeiter in Deinem Bereich dürfte leider recht aussichtslos sein. Die einzige Chance dort dürfte wohl die Greencard-Lotterie sein, wobei noch gar nicht feststeht ob es die auch dieses Jahr geben wird und Du -im Gewinnfall- dafür sowieso bis nächstes Jahr warten musst.
Da hast du es in der EU natürlich leichter.
__________________
Beste Grüße
I&F
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if someone prays for courage, you think god gives him courage, or do you think he does give him the opportunity to be courageous?

...The record shows I took the blows
And did it my way.
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soisrecht2 (04.02.2009)

  #3  
Alt 04.02.2009, 08:39
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Standard Hallo eventhorizon...

... and welcome! Hm, da hast du dir ein Problemchen aufgeladen ...

Grober Fehler: Es ist FALSCH zu glauben, dass eine "Fachhochschulreife" mit Urkunden und Zeugnissen im Ausland nicht anerkannt wird. Erst recht nicht in Schweden!

Die Regel ist:

Wenn man schon auswandert, ist darauf zu achten, dass eben diese Urkunden "beglaubigt" werden. Dazu muss man in jedem (!) Land- erst recht in der EU, gilt aber auch für EWR- bei den zust. Ministerien (Wirtschaft/ Bildung) eine Anerkennungsurkunde beantragen.

Das hast du offensichtlich nicht gemacht. (... weil du's nicht gewußt hast)

i&f (Willkommen von mir!) hat es sehr gut und kurz durchklingen lassen:

Europaweit! (und weltweit!) ist das sog. duale Berufsbildungssystem in Deutschland noch immer einmalig. In allen anderen Ländern ist dieses nicht so üblich. Ich an deiner Stelle würde mich nicht darum reißen, unbedingt in der "schönen" USA auf eine Berufsausbildung zu hoffen. Kannste vergessen!

Meine Erfahrung als "Involvierter":

Läuft ein Pole auf der Straße an einem Ziegelstein vorbei, ist er nach 3 Tagen Maurer. Läuft ein Ami auf der Straße an einem Farbkübel vorbei, ist er nach 3 Tagen Maler... und das könnte man beliebig so fortsetzen- ohne jeglichen Rassismus!

Ist nicht so? Na, auf die Gegenargumente will ich gespannt sein!!

soisrecht2
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tartufo (04.02.2009)

  #4  
Alt 04.02.2009, 10:50
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Ist genau so!

Das ein oder andere europäische Land (Frankreich, Niederlande, Österreich, Dänemark) haben ein Ausbildungssystem mit Berufsschulen, das teils modular aufgebaut ist. Das ist aber in jedem Land und für jeden Beruf so unterschiedlich, dass man da jetzt keine allgemeingültige Antwort geben kann.

Abgesehen davon ist es in den USA für viele Berufe, für die es hierzulande eine duale Ausbildung gibt, entweder anlernen üblich (der Eimer Farbe), oder ein "College-Studium", was aber in keinster Weise mit hiesigen Universitäten vergleichbar ist.

Ich an deiner Stelle würde mich erst mal darum bemühen, dass deine FH-Reife anerkannt wird.
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soisrecht2 (05.02.2009)

  #5  
Alt 04.02.2009, 14:57
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vielen dank für die schnellen antworten und die hilfreichen tips. werde mich natürlich schnellstens darum bemühen mein zeugnis anerkennen zu lassen. und mit der usa war auch blos ne möglichkeit (hoffte ne gute -,-) aber ich hab natürlich kein größeres problem mit anderen ländern und vielleicht sogar noch einer anderen sprache.
auf alle fälle vielen dank
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  #6  
Alt 05.02.2009, 08:52
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... Willkommen!

Will gern zu deinem Beitrag noch eine Ergänzung zur Erklärung hinterherschieben. Das betrifft Polen, wo ich mich vor Jahren mit der Berufsausbildung- und Vorbereitung beschäftigen mußte:

Weil du USA "College" eingeschoben hast... in Polen hat man schon seit Generationen über den großen Teich geliebäugelt. Das liegt in der Mentalität dieser Menschen und zieht sich durch die Geschichte dieser Nation wie ein Roter Faden.
Wir wurden 1999 ganz stolz in ein "Polytechnikum" (college) in Jelenia Gora eingeladen. Dort zeigte man uns, wie die Jugendlichen auf "Berufe" vorbereitet wurden. Was wir sahen und erklärt bekamen war ein "Kabinet", wo kunstgewerbliche Produkte ausgestellt waren. Auf die Frage, welche Berufswünsche dieses darstellen sollte, bekamen wir die Antwort, dass " ... dieses mit der Fremdsprache Engilsch zusammen dazu dient, die jungen Leute auf ihren Arbeitseinsatz im Ausland (... wo wohl? d.V.) vorzubereiten."

Warum wohl wandern so viele junge Polen nach ihrer "Ausbildung" (sprachlich vorbereitet wesentlich besser als bei uns! Wohlgemerkt!) aus?

Warum findet man so viele junge (ausgebildete?) Polen auf Gemüsefeldern im In- und Ausland?

Das Problem liegt viel tiefer als mancher Deutsche auch nur ahnt.

M.l.G.!

soisrecht2
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