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#1
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| Hallo zusammen, ich habe mich heute frisch hier angemeldet und habe direkt eine wichtige Frage. Meine Situiation ist Folgende: Ich möchte mit meinem kleinen Sohn ( 7 Jahre ) in den Sommerferien zu meinem Partner/Freund in die Schweiz ziehen. Nun suche ich jetzt schon einen Job dort. Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung im Einzelhandel. Ich möchte mich also aus Deutschland bewerben. Ich habe von meinem 16ten Lebensjahr bis zu meinem 30ten Lebensjahr in nur 2 Betrieben gearbeitet, was aus meiner Sicht sehr gut ist. Also kein *Job-Springer*, sondern immer mehrere Jahre in diesen Betrieben. Nun zu meinem *Problem*: Die einzige Bewerbung, die ich je schreiben musste, war für meine Ausbildungsstelle vor 15 Jahren. Den zweiten Job habe ich bekommen, ohne mich schriftlich bewerben zu müssen. Da hat ein Gespräch mit dem Personalleiter gereicht. Von daher habe ich sehr sehr wenig Erfahrung mit Bewerbungsschreiben. Könnt Ihr mir Tips geben, wie ich ein Anschreiben für eine Stelle in der Schweiz am besten verfasse? Was gehört da rein, was nicht. Muss ich genau darauf eingehen, das ich mich aus Deutschland bewerbe? Liebe Grüße, Tanja |
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#2
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| Das Bewerben in der Schweiz unterscheidet sich grundlegend erstmal nicht vom Bewerben in Deutschland. In die Bewerbungsmappe gehört ein einseitiges Anschreiben, ein chronologisch dargestellter Lebenslauf mit Unterschrift (max. zwei Seiten lang), ein Bewerbungsfoto (rückseitig mit Namen und Datum versehen) und die Zeugnisse. Weitere Nachweise der Qualifikation sollten nur auf Anfrage beigelegt werden. Schweizer Arbeitgeber legen zudem sehr viel Wert auf die persönlichen Merkmale des Bewerbers. Daher ist es durchaus üblich, das man sich grafologischer Gutachten und Referenzen bedient, um den richtigen Bewerber für das Unternehmen zu gewinnen. Ich weiß ja nicht, ob Du Dich bereits in der Schweiz beworben hast und wie die Resonanz darauf war. Die Arbeitssuche gestaltet sich jedenfalls vom Hörensagen (bei gerademal 20% (wenns mich nicht irrt) ausländischen Arbeitskräften) nicht gerade einfach. Wenn Dein Freund Schweizer ist, kann er Dir bei der Stellensuche sicher behilflich sein und für Dich die Werbetrommel rühren bzw. erkunden wo Bedarf und ob Interesse besteht. Wegen des Anschreibens bitte ich Dich uns einen Entwurf Deiner bisherigen Arbeit hier rein zu stellen. So erhalten wir einen besseren Überblick und ein paar Informationen zu Deiner Person. Gut wäre auch das Stellenangebot auf welches Du Dich bewerben möchtest (falls dem so ist).
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. Geändert von Ratgeberin (11.03.2008 um 22:08 Uhr) |
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#3
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| Ergänzend zu Ratgebers Ausführungen: Der wirklich kurze Weg ist der direkte Kontakt über deinen Partner, wobei ich vermuten darf, dass er Deutscher ist und in der Schweiz arbeitet. Ist es so? Habe ich recht, dann gestaltet sich dein weiteres Vorgehen etwas schwieriger für dich, als wie du es erwartest. Was mich immer nur wundert, warum so viele vom deutschsprachigen Arbeitsmarkt her fast immer "nur" die Schweiz wählen. Gerade mit einem 7- jährigen Kind sollte man es sich sehr , sehr gut überlegen. Hast du in CH keinen FESTEN Arbeitsplatz, bekommst du keine Wohnung. Hast du keine Wohnung, bekommst du keinen Arbeitsplatz. Hast du keinen Arbeitsplatz, kannst du dein Kind nicht richtig in eine Schule integrieren. usw., usf. ... Kurz: Die Schweiz ist kein Sozialstaat- zumindest nicht für Deutsche. Meine Erfahrungen. M.l.G.! soisrecht2 |
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#4
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| Hallo zusammen, ich danke euch schonmal für eure Antworten. Ich habe noch kein Anschreiben verfasst, dass ich hier vorführen könnte. Aber ich arbeite daran. Einen Lebenslauf habe ich fertig. @Ratgeber, heisst das,dass ich keine Bescheinigungen oder Zeugnisse des letzten Arbeitgebers dazu legen muss? Also nur auf Anfrage? @soisrecht, mein Partner ist Schweizer. Demzufolge liegt es nahe, dass ich mir dort einen Job suche .Ich habe schon viele Job-Angebote gefunden und dort auch nachgefragt, ob sie auch Leute aus Deutschland einstellen. Bei vielen war die Resonanz positiv. Ich stehe auch mit dem Arbeitsamt der Stadt, wo wir leben werden in Kontakt. Mein Problem ist nur das richtige Bewrbungsschreiben, da ich damit absolut keine Erfahrung habe. Ich weiss, dass man in der Schweiz sehr viel Wert darauf legt. Ab Samstag bin ich wieder eine Woche dort, und werde mich vor Ort nochmal genau umschauen. |
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#5
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| Na, dann "Glückwunsch"! Das vereinfacht Einiges für dich. Ehe du dir die Arbeit mit einem Anschreiben machst, nutze die Zeit vor Ort lieber dafür, dass du direkt vorsprichst und gleich deine Unterlagen (ohne spezielles Anschreiben) mitnimmst. So kenne ich es aus der Schweiz- und es hat immer funktioniert. Ist allerdings schon sehr lange her. Viel Glück!... und berichte uns. M.l.G.! soisrecht2 |
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#6
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| Zitat:
Ich schätze die schweizer Präzisionsuhren werden wohl auch nicht stehen geblieben sein, deshalb kann's nicht schaden, wenn Lysann sich im Anschreiben schreiben übt.
__________________ ______________________ schöne Grüße wombat Für jene die von Quantität auf Qualität schließen. Die Anzahl meiner Beiträge resultiert nur aus meinem zwanghaften Drang meine höchst persönliche, fachlich unbeleckte, bemüht vernünftige aber möglicherweise falsche Meinung zum Besten zu geben. Zögert also nicht, euch Rat von Experten zu holen, die dafür dann (hoffentlich) auch geradestehen. Ich gehöre nicht zu dieser Elite und tue letzteres auch nicht. |
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#7
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| ... da hast'e wahr! Aber nee nee- so lange ist's bei mir nun auch nicht her. Es ist nur in CH etwas anderes als hier bei uns als Putze- wie du beschreibst. Dort und auch in einigen anderen Ländern lacht man uns dumme Deutsche aus- eben gerade wegen deines Beispiels. Viel Papier, Bürokratie noch schlimmer als zu Kaisers Zeiten und natürlich kein Verständnis dafür. Ist doch wahr! ... M.l.G.! soisrecht2 |
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#8
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| Lysann, Du kannst ja mal ein Anschreiben vorbereiten und es uns zur Ansicht rein stellen. Kann ja nicht schaden, wenn wir mal drüber blicken und Dir ein paar Tipps mitgeben. Doch wenn Du jetzt sowieso in die Schweiz fährst, probiere es ruhig so aus, wie soisrecht meinte und nimm Lebenslauf und Zeugnisse in einer Mappe mit. Ich denke man wird Dir schon sagen, wenn Du noch etwas nachreichen sollst. Da die Schweizer eh viel Wert auf die Persönlichkeit des Bewerbers legen, denke ich, ist die persönliche Vorsprache doch sinnvoller, als "nur" die Bewerbungsmappe per Versand. Da Du die Möglichkeit hast, vor Ort vorzusprechen, nutze sie! Zitat aus meinem ersten Beitrag Zitat:
Ich wünsche Dir viel Erfolg und berichte uns doch bitte, wies gelaufen ist.
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. |
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#9
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| Also ich wäre an eurer Stelle sehr vorsichtig denn der größte Teil der Schweizer mag uns Deutsche nämlich gar nicht. Wir sind somit Gastarbeiter und sowas wie die Türken bei uns. Thurgau ist ein beliebter Kanton wo auch Deutsche gern gesehen sind. Ich habe mich dort für einen Job im Callcenter (umgerechnet 2000 Euro netto) beworben und hätte ihn auch bekommen aber damals hätte ich innerhalb einer Woche runterziehen sollen. Und das ging leider nicht. Grenzgänger würde ich auch nicht machen wenn ich kein Hausbesitzer bin denn da wird soooo viel abgezogen das man auch in Deutschland arbeiten kann. Abgesehen vom Sprit (1,05 Euro per Liter) sind die Lebenshaltungskosten und Mieten schon sehr hoch so das man zwar schon etwas mehr im Geldbeutel hat aber naja ob sich das lohnt diese Strapazen auf sich zu nehmen. Und was wenn man dann arbeitslos wird dort? Derzeit haben die eine Quote von 2% das ist nicht viel aber das ist erst seit die Gastarbeiter da sind. In den 90er war Vollbeschäftigung Bevor man in di Schweiz geht erst nachdenken. Andere Sprache, Beliebtheit der Deutschen, Geldeinnahmen und Ausgaben abwegen usw. |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu LivingFFM für den nützlichen Beitrag: | ||
soisrecht2 (16.05.2008) | ||
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#10
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| ... soisrecht! .... |
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