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#1
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| Hallo, seit einiger Zeit denke ich daran mich selbstständig zu machen. Eigentlich habe ich einen mehr oder weniger sicheren Job, ich gehe bei einer öffentlichen Einrichtungals Aushilfe putzen, die Bezahlung ist nicht so schlecht, das Geld kommt pünktlich und es lässt sich mit der Kinderbetreuung vereinbaren. Dennoch macht mich diese Arbeit nicht glücklich und ich bin unterfordert. Unterfordert in dem Sinne, das ich langsam das Gefühl habe ich verdumme. Ich habe mich auf dem Arbeitsmarkt umgesehen und mich auch zahlreich beworben. Jedoch ohne Erfolg, was eigentlich kein Wunder ist. Ich habe meine Ausbildung abgebrochen als ich mit 20 zum ersten mal Mutter wurde. Natürlich mit dem Gedanken, die Ausbildung hole ich später nach. Das Ende könnt Ihr Euch sicher denken! Heute bereue ich diese Entscheidung, aber ich kann es nun leider nicht mehr ändern. So, nun werde ich diese Jahr dreißig und ich frage mich seit geraumer Zeit was ich noch alles in meinem Leben tun und auch erreichen möchte. Ich habe in den letzten zehn Jahren, mit kleinen Unterbrechungen, immer gearbeitet. In verschiedenen Unternehmen und Bereichen, aber dennoch hatten diese Bereiche immer mit der Gastronomie zu tun. Ich weiß das ich nicht ein Leben lang für Andere die Aschenbecher leer machen möchte (obwohl, dank Nichtrauchergesetzt auch nicht mehr nötig, aber als Beispiel sicher verwendbar), ein eigenes Cafe bzw. Kneipe kommt auch nicht in Frage, daran habe ich zu viele scheitern sehen. Was mir immer viel Spaß und Freude gemacht hat und auch immer noch macht ist das organisieren von Veranstaltungen. Bereits als Schülerin habe ich mir in diesem Bereich mein Taschengeld aufgebessert und das ist es auch, was sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht. Ob es die Arbeit bei einer regionalen Brauerei war, in der System- und Erlebnisgastronomie, im Sicherheitsbereich, als weiblicher DJ, ehrenamtlich bei städtischen Stadtveranstaltungen, Abschlussball an einer Schule oder Kindergartenfeste. Mittlerweile habe ich mir damit einen kleinen Namen gemacht. Arbeiten könnte ich von zu Hause aus, die Kinder wären bis zum Abend betreut (Fremdbetreuung), ein Büro in dem ich Kunden empfangen könnte wäre vorhanden, auch die Einrichtung wöre kein Problem (würde mich kein Geld kosten), Kontakte zu potenziellen Kunden ( Geschäftsleute, Regionalpolitiker, Werbeagenturen, Brauereien, Gastronome usw) sind vorhanden. Auch Starkapital (im 5- stelligem Bereich), familiäre Unterstützung, auch bei Buchführung und Steuerangelegenheiten wären kein Problem. Auch müsste ich von den Einnahmen nicht die Familie ernähren oder Miete, Strom usw sichern, da das Gehalt von meinem Mann hierfür ausreicht. Bisher habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht genau über die Existenzgründung informiert. Das waren bisher meine Gedankengänge. Wobei doch noch einige offene Fragen da sind. Zum Beispiel ob ich trotzdem über meinen Mann krankenversichert bleiben kann oder ob ich mich selbst versichern muss, wie läuft das mit dem Kleingewerbe, wo man von der Steuer befreit ist, reicht eine normale Gewerbeanmeldung? Mensch, das ist jetzt aber viel geworden. Eigentlich wollte ich mal wissen, was außenstehende davon halten, bzw. ob meine Gedanken schon in die richtige Richtung gehen. Auch über Kritik an meinen Gedanken würde ich mich freuen. Welche Seiten könnt Ihr www zu diesem Thema empfehlen? Ich Euch schon mal! Annika Geändert von Franky (30.12.2008 um 18:21 Uhr) |
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#2
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| Hallo Annika, falls du in deiner derzeitigen taetigkeit unzufrieden bist, sei es beispielsweise unterforderung, solltest du einen job wechsel sicherlich in betracht ziehen... aber wieso wollen sich immer alle gleich selbstaendig machen? ich meine gut vorraussetzungen hierfuer haettest du ja evtl. (Kundenstamm, Startkapital, usw.) das hoert sich ja nicht schlecht an... allerdings ist die sache mit der selbstaendigkeit immer mit vorsicht zu behandeln, viele sind sich die verantwortung und die viele arbeit garnicht bewusst, so wie ich das herausgehoert habe geht ist dein mann ja auch mitverdiehner, und somit ist das auch nicht ganz so extrem, aber viele vergessen das darin das wort "selbst und staendig" steckt... fuer deine kinder wird es evtl. auch nciht so toll sein... ich bin jetzt 19. und ich habe von meinem vater nichts gehabt im leben, ich sehe ihn nur spaet abends, und dann reden wir kaum miteinander, weil der bezug ueber die jahre verloren ging, koennte mein vater die zeit zurueck drehen, und koennte er sich umentscheiden, wuerde er es machen, weil ihm die zeit zu kostbar ist, jetzt mit 51 wo er selber mehr lebenserfahrung hat, und seine knochen kaputt sind, weiß er eigentlich was mehr wert gewesen waere, als das doppelte gehalt was er jahrzehnte lang verdiehnt hat... ich habe mal in einem familienbetrieb gearbeitet, damals hatte ich immer 12stunden gemacht, und jeden morgen als ich um 600uhr angefangen hab, war der vadder schon 2stunden am malochen gewesen, und hat papierkram gemacht, als ich dann gekommen bin um 6, ist er in den maschinen park gegangen, hat die maschine 8stunden lang bis 1400 aufgedreht, und danach wieder ins buero fuer 6stunden, und abends irgendwann nach hause, und die frau genau so, die stand bestimmt 14stunden an verpackungs, weiterverarbeitungs maschinen usw. die hatten auch drei kinder, die beiden soehne waren aus dem groebsten raus, aber fuer die tochter war es auch mega ********... deshalb wuerd ich mich lieber um ein wertvolleres gut kuemmern, um das wohl meiner kinder... ich wuerde es an deiner stelle lieber anders machen, ich wuerd mich nach einem job in dem gewerbe umsehen, und gut, du hast keinerlei verantwortung, hast geregelte arbeitszeiten, und in deiner freizeit bist du auch frei... und das eigentliche startkapital wuerde ich anderwertig anlegen oder verwenden... heutzutage wuerde ich mich nicht mehr selbstaendig machen, vor 20-30jahren wo es noch gut aussah haette ich das selber auch noch gemacht, aber heute nicht mehr... jeden morgne fliegt kurz vor 600 die karte durche stempeluhr, und kurz nach 1400 und dann ist auch feierabend fuer mich, das sieht bei der selbstaendigkeit mitunter anders aus... und durch diese erfahrung, rate ich jedem in der heutigen zeit von der selbstaendigkeit ab... wissen musst du es allerdings selbst, es ist ja nur meine eigene persoenliche, unverbindliche meinung (; ich glaube du musst dich allerdings selber krankenversichern, bezueglich der steuern kann ich dir nicht weiterhelfen, evtl. mal bei einem steuerberater anrufen? oder die anderen hier im forum wissen mehr bescheid... mfg
__________________ "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück!" (Benjamin Britten engl. Komponist, Dirigent u. Pianist ) Geändert von rosinenbomber (24.01.2008 um 08:54 Uhr) |
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#3
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| ... rosinenbomber! ![]() Servus, Annika! Das mit dem selbständig machen ohne jeglichen Plan zu haben ist eine kreuzgefährliche Sache. Fragen zu Steuern und Versicherung, wenn man erst mal den Schritt getan hat, können dann erst richtig beantwortet werden. Damit meine ich: Du mußt dir zuerst darüber klar werden, WAS du selbst und ständig tun möchtest. Dazu mußt du dir ein schriftliches Konzept erarbeiten. Das sollte "wasserdicht" sein. Mit diesem marschierst du zur IHK (vorher Termin vereinbaren). Dann, Annika, wirst du erkennen, welche Probleme auf dich zukommen: Du bist als Selbständige zum Erfolg verdammt! Kannste mir wirklich glauben- ich bin's schon seit Jahren. Miese Umsatzzeiten, schlechte Zahlungsmoral und körperlicher Stress- das sind Dinge, mit denen du umzugehen lernen mußt. Ist also nicht so einfach... Hoffe, habe dich nicht entmutigt! ![]() M.l.G.! soisrecht2 |
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#4
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| Zitat:
__________________ "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück!" (Benjamin Britten engl. Komponist, Dirigent u. Pianist ) |
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#5
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| War bloß so ein Spruch von mir. War bestimmt gut gemeint. Nicht falsch verstehen ... soisrecht2 |
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#6
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| nene, keine angst, habe ich so aufgefangen -gg- @soisrecht2 was machst du eigentlich beruflich, wenn man fragen darf?
__________________ "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück!" (Benjamin Britten engl. Komponist, Dirigent u. Pianist ) |
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