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| • Gewusst wie! – Kritik gegenüber dem Chef erfolgreich äußern |
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#1
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| Hallo! Kann mir jemand vielleicht mit meinen vielen Fragen helfen - oder wenigstens mit ein paar davon? Ich möchte eine sg. Mini GmbH gründen - heißt richtig Unternehmergesellschaft ( haftungsbeschränkt ) und habe mit IHK bereits Kontakt aufgenommen. Ein paar Infos bekam ich, aber auf folgende Fragen kommen einfach keine Antworten - ich kann auch telefonisch seit 3 Tagen niemanden erreichen. Meine Fragen sind folgende: 1.) Welche Schritte muss man bei der Gründung einer UG und in welcher Reihenfolge machen? - 1. Musterprotokoll ausfüllen und beim Notar beurkunden 2. mit beurkundetem Protokoll zum Gewerbeamt gehen und das Gewerbe anmelden 3. Geschäftskonto eröffnen und dann .... ?Stimmt das soweit? 2.) Kann ich als staatlich geprüfte Technikerin für Kfz-Technik eine UG gründen, die Konstruktions- und Entwickungstätigkeiten im Automobil- und Maschinenbau anbietet oder muss ich um die Firma zu gründen ein Dipl. Ingenieur sein? 3.) Wie komme ich an Kunden heran? Wie erfahren potentielle Kunden von mir? 4.) Wie weiß ich für welche Tätigkeit ich welchen Betrag in Rechnung stellen kann? 5.) Können meine Kunden auch Firmen anderer Länder sein, z.B. USA? Wie komme ich an diese Kunden heran? 6.) Kann ich die UG gründen noch während ich als Arbeitnehmer beschäftigt bin und meiner Frima nach ein paar Monaten kündigen, wenn das Geschäft läuft? Falls ja, bekomme ich in dem Fall auch Zuschüsse oder muss ich vor der Firmengründung arbeitslos sein? 7.) Für meine Firma benötige ich zunächst einen Rechner und einen Drucker - wie finanziere ich das? D.h. wenn ich 1000€ Startkapital einsezten möchte, bedeutet das, ich muss dieses Geld nachdem die Firma im Register eingetragen ist auf das Geschäftskonto einzahlen und finanziere damit den Rechner? 8.) Kann für die UG meine Mietwohnung zunächst als Firmensitz dienen; mit 1000€ Startkapital kann ich kein Büro mieten? 9.) Wie läuft die Änderung des Firmensitzes ab, wenn ich später ein Büro miete? 10.) Wann kommen die ersten Rechnungen vom Finanzamt wofür sind sie und in welcher Höhe belaufen sie sich? 11.) Benötige ich für eine UG einen Steuerberater? 12.) Wie solte ich mich als Gesellschafterkrankenversichern? 13.) Wenn ich als Gesellschafter gleichzeitig Geschäftsführer bin, zahle ich an mich selbst ein Gehalt? Wenn ja in welcher Höhe? Und kann ich dieses von der Steuer absetzen? 14.) Was kann ich bei einer UG alles von der Steuer absetzen? 15.) Bekomme ich zur Gründung meiner UG Zuschüsse? Wenn ja, von wem und in welcher Höhe? Die ersten vier Fragen und Frage 7+8 sind mir zur Zeit am wichtigsten, falls es doch zu viele sind und ihr auch nicht die ANtworten wisst. Ich danke bereits im voraus. Schönen Gruß |
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#2
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| Auf eine Frage gehe ich ein: Zitat:
Begründung: Sollte dein Geschäft nicht funktionieren und du arbeitslos gezwungen sein, ALG II zu beantragen, zahlt die Arge/Jobcenter nur Krankenkassenbeiträge in Höhe der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge. Bei einer PKV zahlst du die Differenz zu den höheren PKV-Sätzen aus dem Regelsatz, das bedeutet, du hast nichts mehr zum Leben und möglicherweise schickt dir die PKV auch noch den Gerichtsvollzieher in's Haus. Schlusendlich geniesst du dann auch keinen Krankenversicherungsschutz mehr, und dies möglicherweise über Jahre hinweg. Dir blieben nach heutiger Gesetzeslage nur akute Notfallversorgungen bzw. eine Versorgung durch kostenlose Obdachlosenambulanzen. Man möge mich berichtigen, wenn's nicht stimmt. Ich rate ausserdem dazu, ein Existenzgründerseminar bei der IHK zu besuchen und die Existenzgründung kontinuierlich von einem Steuerberater begleiten zu lassen. Ausserdem solltest du dich von einem Versicherungsunternehmen hinsichtlich denkbarer Haftungsfragen beraten lassen. Zitat:
Ich kann mir keine Branche vorstellen, wo man mit 1.000€ eine Existenz gründen kann.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Hi! Vielen Dank schon mal für die Antwort. Das es so schlimm werden könte mit der KRankenversicheung hätte ich mir gar nicht vorstellen können. Was die Startsumme angeht ( 1000€ ), da habe ich von der IHK eine Bestätigung, dass das geht ( auch 1€ geht ). Man wirtschaftet bis man 25.000€ Gewinn gemacht hat und kann die Mini GmbH in die richtige GmbH umwandeln. Was aber offen bleibt bei der Summe ist eben, wie ich mir das Büro und den REchner leisten soll - wenn auch 1€ erlaubt sind, müssen auch Wege vorhanden sein, sich ausrüsten zu können. Vielleicht Vorschuss vom Arbeitsamt .... ??? Gruß |
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#4
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| Zitat:
Hinsichtlich einer Existenzgründung solltest du dich mit deiner Bank unterhalten, dümmer macht dich so ein Gespräch nicht. Du solltest nach Microkrediten fragen. Ein Ansprechpartner wäre z.B. die KfW. Aber vorher solltest du dich ausgiebig mit ALG II bei Selbständigkeit befassen .
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#5
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| Hallo, sooooooooo viele Fragen. Ich würde einfach Loslegen wenn irgend ein ......amt fragen hat bekommst du eh Post. Warum bleibst du nicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung das geht auch mit der Rentenversicherung denn wenn du 30 Monate keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlst sind die schon eingezahlten Beiträge FUTSCH!!!! Und noch ein Tipp zahle weiter in die Arbeitslosenversicherung ein dann bekommst du auch Alg wenn schief läuft. mit freundlichem Grinsen Loser |
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#6
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| Hallo Tweety, Zitat:
Vergiss es! Ein Forum wie dieses kann sichlich mit Tipps weiterhelfen, ersetzt aber keinesfalls die qualifizierte Beratung, die in diesem Fall nötig wäre. Lieber erstmal zur IHK oder besser zur HWK, dort werden sicherlich einge Fragen geklärt werden können oder besser noch, einen Gründungsberater beauftragen. Das kostet zwar etwas (das meiste bekommt man beim richtigen Berater zurück), bringt aber am meisten. Viel Glück Manfred Schmidtke |
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#7
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| Noch ein Hinweis: Wenn Du mit dem Gedanken spielst, eine GmbH gründen zu wollen, dann lese Dir doch einmal das GmbH-Gesetz durch. Als Unternehmer, insbesondere als geschäftsführender Gesellschafter einer GmbH, kommst Du ohnehin nicht drum herum, Dich mit Gesetzen zu beschäftigen und entsprechende Texte zu lesen. GmbHG - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis Beschränkte Haftung hört sich für viele schön und praktisch an. Die erhält man jedoch nicht ohne weiteres. Wenn Du als Gründer Kapital brauchst, wirst Du das vermutlich ohnehin nur durch persönliche Haftung für persönliche Darlehen/Kredite erhalten. Mit 1 € zu gründen, ist völlig unrealistisch. Ein solches Unternehmen wäre mit der ersten Telefonrechnung platt. Selbst 25.000 € sind für sehr viele Geschäftsvorhaben wenig oder zu wenig Geld. Bevor Du über die Rechtsform nachdenkst, solltest Du zunächst viele, viele andere Überlegungen vornehmen. Die geeignete Rechtsform ist von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängig. Erst wenn diese feststehen, macht die Wahl der Rechtsform Sinn.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. Geändert von Melete (07.01.2010 um 11:01 Uhr) |
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#8
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| Wer bereits Geschäftsaktivitäten aufnimmt (dazu kann auch das Verschicken von Angeboten zählen), Zahlungsverpflichtungen eingeht etc., kann die meisten der Förderungen für Existenzgründer nicht mehr erhalten. Also ist es ratsam, sich erst sehr gut zu informieren. Der erste Schritt ist m.E. in jedem Fall die Erstellung eines Business-Plans. Im Rahmen dessen wirst du alle Deine aufgelisteten Fragen (und noch mehr) zu klären haben. Umso knapper Deine Finanzmittel, desto wichtiger ist ein äußerst sorgfältig erstellter Liquiditätsplan. Umso besser Du Dein Vorhaben vorbereitest, desto größer kann Deine Chance werden, mit Deinem Vorhaben nicht zu scheitern (äußere Ereignisse, die von Dir nicht beeinflusst werden können, natürlich ausgenommen).
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
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#9
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| Zitat:
Na, dann frag doch meinetwegen mal bei Opel an. Im Ernst: Solche Fragen tauchen hier auch immer wieder auf - wer kommt denn nur immer wieder auf solche Ideen: Sich selbstständig machen wollen, ohne jedes bisschen Marktanalyse (eine der Grundvoraussetzungen) - ja, nicht mal wissen, wo man einen Markt haben könnte? |
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#10
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| Tatsächlich kommt z.B. F+E-Outsourcing insbesondere auch in der Automobil-Branche gar nicht einmal selten vor, allerdings nicht eben an unbekannte Einzelpersonen, die womöglich mal ein Briefchen ins Haus schicken oder anrufen. Hast Du als staatlich geprüfte Technikerin für Kfz-Technik vielleicht Unternehmenskontakte, z.B. aktuell oder früher (vielleicht auch in Festanstellung) für Unternehmen gearbeitet, denen Du diese oder andere Dienstleistungen anbieten kannst? Persönliche Kontakte könnten sicher wertvoller sein als ein Dipl.-Ing., der allerdings für eine solche Tätigkeit vermutlich besser wäre (für die Gründung einer UG spielt er keine Rolle, die Rechtsform ist nicht an Studienabschlüsse gebunden).
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. Geändert von Melete (07.01.2010 um 13:00 Uhr) |
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