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#1
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| Hallo zusammen, bin neu und habe gleich was auf dem Herzen! Ich möchte neben meiner Teilzeitarbeit gern nebenberuflich selbst hergestellte Kunstgegenstände ( Handarbeiten aus Wolle, Schmuck aus diversen Materialien etc.) verkaufen. Den Shop habe ich bei einer Internetplattform für solche Artikel eröffnet, das nebenberufliche Gewerbe ist angemeldet. Beim Ausfüllen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung bin ich gerade sehr unsicher. Natürlich muss ich alle meine Einkünfte angeben. Wenn ich jedoch den Bruttolohn meiner Teilzeittätigkeit zuzüglich der von mir erwarteten Einnahmen pro Monat angebe, komme ich über den Satz von 17500 Euro, bei welchem die Kleinunternehmerregelung noch greift. Ist das denn richtig so? Muss ich nur die tatsächlich erwarteten Einnahmen aus dem Nebengewerbe hochrechnen, oder auch mein Bruttoeinkommen aus der nichtselbständigen Arbeit dazu? Wäre wirklich froh, wenn mir jemand ein bisschen Licht schenken würde Lieben Gruß Pyrgus |
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#2
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| Hallo Pyrgus, grundsätzlich hast Du 2 Möglichkeiten: 1) Du kennst Dich selbst in steuerlichen und buchhalterischen Belangen etc. solchermaßen aus, dass Du auf Expertenrat verzichten kannst. 2) Du arbeitest mit einem Experten zusammen. Jede Vorgehensweise, die nicht sonnenklar Punkt 1 oder 2 zugeordnet werden kann, wird eher früher als später sehr große Nachteile für Dich haben. Ich weiß, dass das Folgende nicht die Antwort ist, die Du Dir hier gewünscht hast. Dennoch muss ich Dir diese Antwort geben, weil es aus meiner Erfahrung die richtige ist: Suche Dir mit viel Sorgfalt einen Steuerberater. Suche Dir einen, der Erfahrung mit einem Geschäftsvorhaben wie Deinem hat. Gehe über Suchmaschinen, führe viele Telefonate. Besser ist, wenn Du ihn persönlich aufsuchen kannst. Er sollte also möglichst seinen Standort nicht so weit entfernt von Dir haben, dass dies nicht mehr möglich ist. Nehme aber bitte nicht einen Steuerberater, der sein Büro zufällig an der nächsten Ecke hat. Finde Suchmaschinen zu diesem Thema (einfach im Internet). Suche einen Steuerberater nach Stichworten zu Deinem Unternehmen. Kläre in (schon ausführlichen) Telefonaten, ob er auch im Bereich KUNSTGEWERBE Erfahrung hat und bereit ist, ein persönliches ERSTGESPRÄCH FÜR DEINE WEITERE ENTSCHEIDUNG mit Dir zu führen. Dieses Erstgespräch sollte kostenfrei für Dich sein. Wenn nicht: gehe zum nächsten. Führe die persönlichen Erstgespräche mit MEHREREN Steuerberatern. Höre Dir an, was sie Dir anbieten und frage sie jedesmal sehr genau nach den Kosten im Einzelnen. Ein guter Steuerberater kann Dir viel mehr bringen als nur die Antwort auf die eine Frage, die Du hier gerade gestellt hast. Stelle es selbst in Deinen Gesprächen fest. Du kannst mir gerne weitere Fragen auf der Suche nach dem für Dich richtigen Steuerberater stellen, denn die Auswahl kann einige Mühe und Zeit kosten.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
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#3
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| erst mal vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort.... und ich dachte mir, dass es darauf hinaus läuft. Der Plan war ursprünglich, ein "bisschen was nebenbei" zu verdienen, quasi ein kleiner Hobbyshop, der ein wenig mehr Geld monatlich in die Tasche bringt. Daher dachte ich, dass so eine umfassende Vorbereitung nicht nötig sei. Gewerbe anmelden, Shop eröffnen, EÜR machen, wenn fällig, fertig. So hatte ich mir das ungefähr vorgestellt.... ![]() Ich rechne auch nicht mit horrenden Gewinnen, vielleicht bis zu 200 Euro monatlich. Aber je mehr ich lese und von so engagierten Menschen wie dir höre, desto mehr wird mir bewusst, dass das eben nicht so einfach ist. Also werde ich mich wohl oder übel an die Arbeit machen müssen und erst mal einen Steuerberater ausfindig machen. Noch mal vielen Dank und einen schönen Abend ![]() Pyrgus |
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