AG bezahlt überstunden nicht.
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AG bezahlt überstunden nicht.

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  #1  
Alt 10.01.2008, 11:42
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Seelenwalzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AG bezahlt überstunden nicht.


hallo,
ich hoffe ihr könnt mir helfen. mein ag (normale firma) möchte mir wohl nicht meine überstunden auszahlen. leider war ich die letzten monate krankgeschrieben bis zum ende des arbeitsvertrages. laut meinen abrechnungen stehen mir aber rund 70 überstunden zu. nun habe ich in den letzten monaten schon 3 mal meinen ag angeschrieben, aber der meldet sich einfach nicht. desweiteren fehlt mir auch immer noch die rentenbescheinigung des ag, die schickt er mir auch nicht. was soll ich tun? lohnt sich ein anwalt bei ca. 500 euro überstundenlohn? wer bezahlt den anwalt wenn es vor gericht geht und ich recht bekomme? HILFE!!!
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  #2  
Alt 18.01.2008, 16:59
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Hi

Du könntest erstmal ein Beratungsgesprächstermin bei einem Anwalt machen und ihm die Lage schildern.

Wie ist den die Überstundenfrage in deinem Arbeitsvertrag geregelt oder dem Tarifvertrag?

Liebe Grüße
Bigmama
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Seelenwalzer (23.01.2008)

  #3  
Alt 18.01.2008, 17:53
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hallo,
hab gestern ein beratungsgespräch bei einem anwalt gehabt. der sagte aber das sich ein anwalt nicht lohnen würde weil er zuviel kostet. aber er gab mir den ratschlag mich als erstes mal beim arbeitsgericht zu melden, für eine beratung. hoffe das ich das nächste woche geregelt bekomme.
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  #4  
Alt 18.01.2008, 18:23
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Hi Seelenwalzer

Wenn die Beratung nichts bringt, würde ich Deinem alten Arbeitgeber etwas Dampf machen mit einem ausgefeilten eingeschriebenen Brief, wo Du Deine möglichen nächsten Schritte andeutest. Meist reicht sowas. Die wollen nämlich in der Regel keinen rechtlichen Ärger. Vielleicht hilft Dir ein Verwandter/Freund, der noch mit einer entsprechend kompetenten Ausbildung protzen kann und sich gut und vor allem formal und amtlich auszudrücken weiß.

Zitiere in dem Brief möglichst sachlich und genau die entsprechenden Gesetzes-Paragraphen und demonstriere auf diese Weise Deine Informiertheit über die bestehende Rechtslage, damit Dein alter Arbeitgeber merkt, dass Du gesetzliche und fachliche Unterstützung erhältst.

Diese Methode hilft auch bei den Ämtern, sehr effektiv, wenn Du wirklich im Recht bist.

Noch was: Falls Dein Arbeitgeber nicht der Boss per se ist, reicht es auch schon, sich an die nächste Instanz der Firma zu wenden oder damit subtil zu drohen.

Viel Erfolg!
__________________
Liebe Grüße
Lynn
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Seelenwalzer (23.01.2008)

  #5  
Alt 19.01.2008, 12:28
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hallo, danke für die antwort. ich habe diese woche einen einschreibenbrief an die firma gesendet. darin habe ich geschrieben das ich ihnen bis zum 25.01 zeit gebe mir die fehlenden sachen auszuhändigen. des weiteren habe ich natürlich auch mit einem anwalt gedroht, und mit einem gerichtlichen zahlungsbescheid. aber ich denke das die das nicht interesiert. wie gesagt die reden noch nicht mal mit mir, und legen einfach den telefonhöhrer auf wenn ich sie anrufe. wie gesagt ich habe jetzt 3 mahnungen an die firma gesendet. das ist pure schickane was die da mit mir machen. ich brauche halt dringenst meine sozialversicherungsabmeldung. hoffe das sie sich endlich mal bei mir melden. gruss andreas
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  #6  
Alt 20.01.2008, 06:23
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Hi Seelenwalzer

Sieht so aus, als hätten sie zu wenig Respekt vor Dir. Deshalb wäre es in diesem Fall besser, wenn Du Dir einen Beistand holst, jemand mit einem sicheren Auftreten und Kompetenz-Ausstrahlung, sodass den Leutz da das Herz flattert. Muss jetzt keine Bulldogge sein. gg

Im Gegenteil. Diese Person sollte sehr sachlich und gewandt im Reden sein. Auch die Briefe müssen wirklich gut formuliert werden, in diesem Fall von Deinem Beistand mitunterschrieben, damit sie sehen, dass da wirklich jemand mitwirkt, der etwas von der Sache versteht und wüsste, was er weiter unternehmen müsste.

Man sollte auch nicht gleich direkt drohen, nur unterschwellig, sondern es so hinstellen, als ob sie nur etwas säumig waren. So gibt man ihnen die Gelegenheit, ihr Fehlverhalten zu korrigieren, ohne das Gesicht zu verlieren. Bringe ihnen sogar ein gewisses Verständnis entgegen und schieb es auf ihren Arbeitsstress. Das nennt man psychologische Kriegsführung.

Sonst machen sie nur ganz zu.

Der Anwalt hat Dir doch Recht gegeben und die Beratung beim Arbeitsamt wird ev. weitere sachliche Argumente geben, welche Du bzw. Dein Beistand anführen könnt. Diese sollten so formuliert werden, dass es dem größten Idiot einleuchtet. Allein das kann sie schon umstimmen. Es muss ihnen einleuchten, denn offenbar fühlen sie sich irgendwie im Recht. Die wenigsten machen einfach so auf stur.

Auf diese Weise hab ich gerade erst kürzlich für einen Anverwandten 500 Franken pro Monat herausgeholt. Der Gegner: der Staat bzw. dessen fehlerhafte Beamten. gg

Leider muss man heute auch für das kämpfen, was einem rechtmäßig zusteht.

Ein Sozialpädagoge, der sich immer wieder für Schwangere in Not einsetzt, hat es gut formuliert: Die Beamten tun so, als ob sie ihr eigenes Geld hergeben müssten. gg
__________________
Liebe Grüße
Lynn

Geändert von Lynn (20.01.2008 um 06:36 Uhr)
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Seelenwalzer (23.01.2008)

  #7  
Alt 23.01.2008, 14:15
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Standard Na, Lynn...

... du bist schon recht großzügig- wenn es um die "unterschwellige Drohung" geht.

Das Ding mit dem RA ist nicht der erste und beste Weg. Ist schon richtig.

Die Empfehlung, zuerst zum Arbeitsgericht zu gehen, ist die bessere Wahl.

Wenn ich mit einem Arbeitsamt Huddelei habe- was leider oft ist- drohe ich denen mit ihrer eigenen Dienstanweisung und der dazugehörigen Aktualisierung. Taufrisch!

Im Falle von Ratsuchenden hier im Forum kann man nicht davon ausgehen, dass diese die für uns notwendige Rechtskenntnis und das "insiderwissen" haben können.

Es ist schon manchmal erschreckend, mit welcher Unverfrorenheit AG ihre (ehem.) Angestellten um die Rentenversicherungsnachweise und sonstige Sozialleistungen zu prellen versuchen.

Wie gesagt: Hier hilft nur ein richtig wirksames "du du!" vom ArbG...

M.l.G.!

soisrecht2
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Seelenwalzer (23.01.2008)

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