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| • Gewusst wie! – Kritik gegenüber dem Chef erfolgreich äußern |
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#1
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| Hallo zusammen, ich bin neu hier und brauche Hilfe, ich fange mal an zu erzählen. Ich bin derzeit noch krankgeschrieben, weil ich mir meinen Fuß gebrochen habe. Ab nächste Woche werde ich aber wieder arbeiten gehen. Der Gibs ist ab und ich habe nur noch eine Schiene. Ich arbeite seit 7 Jahren in einer kleinen Anwaltskanzlei. Ich bin die einzige Vollzeitkraft. Ich arbeite dort sehr gerne und meine Chefs sind auch sehr nett. Eine Kollegin von mir arbeitet dort schon seit 20 Jahren und ist sogesagt auch meine Vorgesetzte, da treten die ersten Probleme auf. Eigentlich verstehe ich mich mit ihr Prima, sie ist kein schlechter Mensch, aber manchmal habe ich das Gefühl, sie behandelt mich wie ein kleines Kind. Auch denke ich, dass sie in meiner Abwesenheit (sei es Urlaub usw.) permanent nach Fehlern von mir sucht, die sie dann in einem nicht netten Ton mir nach meiner Abwesenheit direkt unter die Nase reibt. Meistens mit dem Satz "Wenn das nochmal vorkommt, dann hat das Konsequenzen!" oder "Hier muss sich demnächst einiges ändern!" Es ist egal was passiert, ich bin es immer schuld und wenn ich was dazu sage, heißt es ich will mich rausreden oder jemanden anderem die Schuld geben. Beispiel: Vor ca. 2 Jahren sollte ein Grundschuldbrief an das zuständige Gericht verschickt werden. Der Grundschuldbrief kam dort allerdings nicht an! Wir stellten einen Nachforschungsauftrag. Ich war natürlich schuld und mir wurde wieder gedroht. Ich sollte die Post eingepackt haben (Normalerweise meine Aufgabe aber durch die hohe Arbeitsbelastung macht sie das auch!) Auch haben wir ein Postausgangsbuch, leider waren an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zwei Briefe an das Gericht notiert, einer von mir und einer von ihr. Nachdem das raus kam hatte ich eine Woche später Urlaub. Die Nachforschung sollte zwei Wochen dauern. Also aus meiner Angst heraus, rief ich fast jeden Tag unter unterdrückten Tränen auf der Arbeit an und fragte nach dem Sachstand! Ein schöner Urlaub war das nicht. Als mein Urlaub zuende war, meldete sich unser Kunde rein zufällig und fragte warum er den den Grundschuldbrief erhalten habe. Wir fragten nach dem Mitarbeiterkürzel auf unserem Briefkopf und es stellte sich heraus, dass sie ihm den Brief geschickt hatte! So waren das für mich knapp drei Wochen Bauchschmerzen und Angst meine Arbeit zu verlieren. Eine Entschuldigung von ihr habe ich bis heute nicht bekommen, es kam nur der Satz "Oh dann war ich das doch" Das Thema war gegessen. Natürlich passieren mir auch Fehler, zu denen ich stehe. Es ist aber auch so das wir für zwei Anwälte mit einer Vollzeitkraft, zwei Halbtagskräfte und zwei Schreibkäfte arbeiten. Wir haben extrem viel zu tun und könnten mindestens noch zwei Halbtagskräfte beschäftigen. Meine Kollegin ist allerdings der Meinung: "Das ist nur eine Frage der Organisation." Sie kommt und geht wann sie will, aber das soll nicht mein Problem sein Mit meinen Chefs kann ich darüber nicht sprechen. Sie ist mehr oder weniger heilig da, wenn sie was sagt, ist das Gesetz. Ich muss zugeben, dass ich bereits bei einem früheren Arbeitgeber gemobbt worden bin und dann nach meinem damaligen ersten Urlaub (nach einem Jahr) gekündigt wurde. Nun ist es bald wieder soweit und ich muss am Dienstag wieder arbeiten und habe Angst das wieder was kommt. Es sind noch drei Tage aber ich mache mir jeden Tag gedanken darum. Manchmal denke ich mir, kündigt mich doch dann hat der Spuck ein Ende, aber ich bin sehr gerne da und die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich war während meiner Gibszeit drei Tage nicht krankgeschrieben gewesen und bin auch arbeiten gegangen. Hatte auch das OK vom Arzt, wenn ich nicht soviel rumlaufe. Am letzten Tag saß ich einen Nachmittag komplett alleine da und musste viel rumlaufen, sodass ich wieder krankgeschrieben wurde, weil ich zuviel gelaufen bin und Schmerzen hatte. Es ist einfach diese permanente Angst wieder was verkehrt gemacht zu haben (ich weiß bereits, dass sie wieder fündig wurde!) Ich habe Angst gekündigt zu werden. Ich weiß mit meinem Latein nicht mehr weiter! Sorry wenn das ein halber Roman geworden ist, aber vielleicht hat jemand einen Ratschlag für mich. Danke im voraus. |
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#2
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| Zitat:
ich denke, du solltest etwas für dein Selbstwertgefühl tun.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Nunja ich denke schon das es mittlerweile so ist. Ich habe lange damit gekämpft und auch anfngs meinen Mund aufgemacht. Es passiert manchmal Monate lang nichts man wird gelobt und dann ............ Angst macht mir die Situation nur nach dem Urlaub und z. B. wie jetzt nach einen Krankenschein. Es ist einfach ein Scheißgefühl! |
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#4
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| Zitat:
![]() Sicherlich ist es so, dass ein Arbeitnehmer in einem kleinen Unternehmen eine grössere Verantwortung trägt und sich insgesamt mehr kümmern muss. Aber den Urlaub gibt es deswegen, weil der Mensch eben keine Maschine ist, die nonstop laufen kann und die sich mit ein paar Tropfen Öl zufriedengibt. Der Mensch benötigt eine Zeit der inneren Sammlung und der körperlichen Erholung, um wieder seine Pflichten am Arbeitsplatz zu erfüllen. Wenn du also deinen Urlaub mit Grübeln und Zweifeln verbringst, tust du dir damit keinen Gefallen. Irgendwann würdest du dich in einem Zustand der Arbeitsunfähigkeit wiederfinden, depressive Schübe entwickeln. Das solltest du unbedingt vermeiden.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu nontestatum für den nützlichen Beitrag: | ||
Ehre (26.07.2010) | ||
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#5
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| Vielen Dank für Deine Antwort. Es ist wirklich so, nur ändert sich da nichts dran. Morgen geht es wieder los. Mal sehen wie es wird. Mulmig ist mir trotzdem. Versuche mich heute einfach etwas abzulenken und den Tag auf mich zukommen zu lassen. Das Leben wird weitergehen, egal ob was ist oder nicht! Es sind nur 10 Tage arbeiten und dann habe ich eh zwei Wochen Urlaub. (Blöde nach 5 Wochen Krankenschein, ist aber halt so, verkürzen soll ich nicht, da ich noch soviel Resturlaub habe. Fahre dann auch weg, dass ich ein wenig Abstand bekomme. Vielen Dank nochmal |
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