Arbeitsagentur Angebot ablehnen
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Arbeitsagentur Angebot ablehnen

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  #1  
Alt 26.01.2010, 14:19
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Hallo zusammen,

folgende Situation:
Ich habe insgesamt sechs Stellenangebote von der Agentur bekommen mich zu bewerben, vier davon entsprechen meiner Qualifikation.
Nach Bewerbung bei diesen Positionen habe ich nun zwei Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch bekommen.

Nun mein Problem:
Diese zwei Firmen sind Firmen, wo ich bereits jetzt weiß, daß ich dort nicht "glücklich" werden würde.
Parallel dazu habe ich ca. 15 andere Bewerbungen laufen (dessen Stellenangebote ich selber recherchiert) habe bei denen ich einige Einladungen zum Interviews erwarte. Desweiteren stehen nochmals ca. 15 Bewerbungen aus die in den nächsten 2-3 Tage rausgehen werden.
Nun habe ich das Problem, daß ich mein erstes Jobinterview bei einer Position habe, die vom Arbeitsamt vorgeschlagen wurde. Da ich, wenn ich richtig informiert bin, nicht das Recht habe diesen Job zu verweigern sofern mir ein Vertrag angeboten wird, bin ich nun auf der Suche nach einer Möglichkeit wie ich das verhindern kann, daß es überhaupt soweit kommt.
Dies könnte sich evtl. dreist anhören (in anbetracht dessen, daß manch einer froh wäre überhaupt eine Chance für ein Interview zu bekommen). Der Hintergrund ist aber, daß mir dieser Job perspektivisch gesehen überhaupts nichts bringen, eher zurückwerfen würde. Auf der anderen Seite bin ich mir zu mindestens 90% sicher, daß ich zeitnah (in den nächsten zwei Wochen) einen neuen Job finden werde der zu mir passt (es geht um den IT-Bereich).
Firmen wie die, wo ich mich beworben habe, wissen vermutlich um diese Situation und ich hoffe, daß sie das nicht ausnutzen werden (Stichwort Zumutbarkeitsregelungen).

Nun meine Frage, ob jemand von Euch einen Tip hat wie man sich in dieser Situation am Besten verhält. Ich sehe bisher nur die Möglichkeit, mich bei den beiden Interviews so zu verhalten, daß die Firmen mich als nicht geeigneten Kanditaten ansehen...
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  #2  
Alt 26.01.2010, 15:42
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Standard Meine Meinung

Hallo Thomas,

so wie Du das schilderst, hört es sich super an. Demnach hast Du die allerbesten Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Nichts desto trotz bist Du im Augenblick offenbar von Leistungen der Agentur für Arbeit abhängig.

Gerade wenn Du so gute Chancen hast, muss es nicht zu einem Loch (bzw. noch größeren Loch) in Deinem Lebenslauf kommen. Jeder Monat zählt und verringert Deine Chancen auf eine neue Einstellung zu guten Konditionen.

Wovor fürchtest Du Dich, wenn Du in den nächsten Wochen mehrere gute Jobangebote erwartest?

Nehme doch einfach die Bewerbungsgespräche als Übungssituationen für sehr gute Selbstpräsentation und sehr gute Verhandlungsführung.

Versuche zu erreichen, dass Du in allen Fällen eine Zusage erhälst!

Da Du jetzt bereits zwei Einladungen zu Bewerbungsgesprächen hast, könntest Du demnach anschließend schon einmal zwischen zwei Stellen auswählen. Am Ende des ersten Gespräches könntest Du erklären, dass Du noch einzelne Tage zur Entscheidung benötigst (so dass Du auch erst einmal das zweite Gespräch wahrnehmen kannst). Die bessere Alternative der beiden Arbeitsstellenangebote kannst Du dann annehmen.

Obendrein steht es Dir dann selbstverständlich offen, weitere Gesprächstermine wahrzunehmen und innerhalb der nächsten zwei Wochen Deinen Traumjob zu finden.

In der Probezeit kommst Du doch ruck zuck wieder aus einem Vertrag heraus. Großartige Hindernisse wird Dir ein neuer Arbeitgeber kaum in den Weg legen.

Warum also Arbeitslosigkeit unnötig verlängern und die erste Chance ausschlagen - vor allem dann, wenn Du davon ausgehst, schon einmal direkt unter zwei Angeboten wählen zu können?

Sollten Deine Chancen widererwarten doch nicht so hoch sein, dass Du schon in den nächsten Wochen Deinen Traumjob bekommst, dann bist Du jedenfalls
  • a) aus dem Leistungsbezug heraus (man kann nie wissen, ob man den Anspruch auf das Arbeitslosengeld womöglich demnächst doch noch einmal braucht) und
  • b) vermeidest Du eine Lücke im Lebenslauf, die Deine Chancen zukünftig schmälern kann.
Dies ist meine Meinung hierzu.
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Liebe Grüße, Melete

Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür.

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  #3  
Alt 26.01.2010, 16:02
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Danke Melete für Deine Antwort.

Mein Problem ist einfach, dass die Firmen von der Arbeitagentur bei denen ich die Interviews haben werde Firmen sind, bei denen ich nicht arbeiten möchte.
Und meine Angst diesbzgl. ist einfach, dass ich dann einen Job annehmen müsste der mich dann zutiefst unglücklich machen wird. Ich weiss natürlich daß das heutzutage ein Luxus ist der keinem mehr zugestanden wird. Dennoch bin ich der persönlichen Überzeugung dass es besser ist, lieber noch 1-2 Wochen Zeit zu haben und einen Job zu finden, bei dem beide Parteien zufrieden sind als einen Job anzunehmen, wo eine Kündigung, von welcher Seite auch immer, vorprogrammiert ist.

Selbstverständlich kann ich dann während der Probezeit jederzeit wechseln, nur wissen wir wohl beide dass das Wahrnehmen von Vorstellungsgesprächen während eines nicht gekündigten Arbeitsverhältnis alles andere als einfach ist. Kein Wunder, nimmt es doch locker einen halben Tag in Anspruch.
Des Weiteren glaube ich, dass es den Lebenslauf auch nicht gerade "aufpimpen" würde eine Stelle nach 6 Wochen bereits gewechselt zu haben.

Ursprünglich hatte ich vor diese Interviews als Training wie Du angesprochen hast zu nutzen, bis ich dann die Information fand daß ich jeden "erstbesten" Job annehmen MUSS....

Den einzigen Vorteil den ich an der Situation erkennen kann, ist der Fall dass ich einen Job hätte im Falle dessen, dass meine anderen Bewerbungen nicht fruchten. Davon gehe ich aber aufgrund der bisherigen Resonanz nicht aus. Dennoch weiss man es natürlich nie 100%ig.

Geändert von thomasd (26.01.2010 um 16:04 Uhr)
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  #4  
Alt 26.01.2010, 16:12
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Standard Arbeitsbeginn?

Müsstest Du diese Stelle denn von heute auf morgen antreten? Wann wäre der Beginn, wenn das Bewerbungsgespräch erfolgreich ist?
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Liebe Grüße, Melete

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  #5  
Alt 26.01.2010, 17:21
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Üblicherweise wird ja im Gespräch gefragt, ab wann man die neue Stelle antreten könne. In meinem Lebendslauf habe ich unter Verfügbarkeit sofort bzw. kurzfristig angegeben.
Generell kann ich dazu sagen, dass in der Branche in der ich zuhause bin/war, eher gestern als morgen neue Stelle besetzt werden. Die beiden Firmen um die es geht, suchen schon nach einiger Zeit nach neuen Mitarbeitern, demzufolge denke ich, dass es Ihnen unter den Nägeln brennt.
Dennoch ist es eine Vereinbarungssache.

Inwiefern ist das relevant Melete?
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  #6  
Alt 26.01.2010, 17:30
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Frage

Zitat:
Ich habe insgesamt sechs Stellenangebote von der Agentur bekommen mich zu bewerben, vier davon entsprechen meiner Qualifikation.
Du hast dich aber auf alle sechs Vermittlungsangebote beworben?
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Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter.
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  #7  
Alt 26.01.2010, 17:40
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Nein, nur auf die vier. Bei den anderen beiden nicht da die angeforderte Qualifikation nicht der meinen entsprach. Habe das dem Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur mitgeteilt der meine Beurteilung dann geteilt hat.
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  #8  
Alt 26.01.2010, 18:03
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Zitat:
Zitat von thomasd Beitrag anzeigen
Nein, nur auf die vier. Bei den anderen beiden nicht da die angeforderte Qualifikation nicht der meinen entsprach. Habe das dem Sachbearbeiter bei der Arbeitsagentur mitgeteilt der meine Beurteilung dann geteilt hat.
Vorsicht:

Man muss sich grundsätzlich auf jedes zumutbare Vermittlungsangebot bewerben, und zwar

- nachweisbar
- sofort
- ernsthaft


Du hast Glück gehabt, dass dein Sachbearbeiter mitgespielt hat.

Bitte kalkuliere ein, dass Sachbearbeiter ihre Einsatzdienststelle wechseln können und dass du irgendwann vor einem anderen Sachbearbeiter stehst, der darüber vielleicht anders denkt.

Dann hättest du nämlich deine Pflichten aus der Eingliederungsvereinbarung verletzt und du kämest in den Genuss einer dreimonatigen Leistungssperre.

Bitte in Zukunft vorsichtiger handeln.

Bitte erneut durchlesen:

Deine Rechte und deinePflichten
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  #9  
Alt 26.01.2010, 18:26
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Thomas, Du schreibst:

Zitat:
Üblicherweise wird ja im Gespräch gefragt, ab wann man die neue Stelle antreten könne. In meinem Lebendslauf habe ich unter Verfügbarkeit sofort bzw. kurzfristig angegeben.
Generell kann ich dazu sagen, dass in der Branche in der ich zuhause bin/war, eher gestern als morgen neue Stelle besetzt werden. Die beiden Firmen um die es geht, suchen schon nach einiger Zeit nach neuen Mitarbeitern, demzufolge denke ich, dass es Ihnen unter den Nägeln brennt.
Dennoch ist es eine Vereinbarungssache.
Zuvor hast Du erklärt:

Zitat:
Dennoch bin ich der persönlichen Überzeugung dass es besser ist, lieber noch 1-2 Wochen Zeit zu haben und einen Job zu finden, bei dem beide Parteien zufrieden sind als einen Job anzunehmen, wo eine Kündigung, von welcher Seite auch immer, vorprogrammiert ist.
Dann sag halt, dass Du zu Mitte Februar zur Verfügung stehst. Das ist sehr kurzfristig, viel kurzfristiger als andere Kandidaten, die sich aus festen Anstellungen bewerben, zusagen können und müsste auch für Unternehmen, denen eine Stellenbesetzung eilig ist, eigentlich in Ordnung sein.

Deiner Schilderung nach hast Du dann hinreichend Zeit, eine für Dich bessere Arbeitsstelle zu finden.

Man kann durchaus auch vor Arbeitsantritt kündigen.

Zitat:
Des Weiteren glaube ich, dass es den Lebenslauf auch nicht gerade "aufpimpen" würde eine Stelle nach 6 Wochen bereits gewechselt zu haben.
Noch viel weniger "pimpt" es Deinen Lebenslauf auf, wenn Du arbeitslos bist.

Solange sich darin nicht öfter solche Kurzzeit-Engagements finden, sondern nur einmal, ist das m.E. nicht so schlimm.

Thomas, mit jedem einzelnen Monat der Arbeitslosigkeit werden Deine Chancen geringer!

Zitat:
bis ich dann die Information fand daß ich jeden "erstbesten" Job annehmen MUSS....
Über diese Aussage habe ich mich zunächst gewundert, denn bei ALG I sind die Kriterien eigentlich nicht gleich so streng.

Du hast also bereits Stellen abgelehnt.

Deine Aussagen erscheinen ganz einfach etwas widersprüchlich.

Wenn es doch so schnell geht, bis Du eine neue Arbeitsstelle findest, die Dir gefällt, dann gehe halt auf die Anforderungen der Arbeitsagentur ein, damit Du keine Nachteile erleidest, und suche parallel selbst.
  • Entweder gelingt es Dir, etwas zu finden, bevor Du eine der von der Agentur vorgeschlagenen Stellen annehmen musst,
  • oder Du kannst Dich zukünftig aus einer festen Anstellung heraus bewerben, was stets besser ist, auch wenn man nicht mehr so einfach Gesprächstermine ausmachen kann. Man muss dann eben nicht mehr jede x-beliebige Stelle annehmen, niemand kann einen zu etwas zwingen und man kann für sich bessere Konditionen aushandeln als aus der Arbeitslosigkeit.
Findest Du hingegen keinen Job, so kann man Dich irgendwann zur Annahme von Beschäftigungen zwingen, die Dir Perspektiven auf schlimmere Art verbauen und Dich unglücklicher machen als ein Arbeitseinsatz bei einem Unternehmen, bei dem Du immerhin noch Deiner Qualifikation entsprechend eingesetzt wirst, auch wenn Du ihn von vornherein nur als vorübergehende Station für Dich ansiehst.
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  #10  
Alt 26.01.2010, 18:31
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Sagen wir es so, wenn mir ein Sachebarbeiter der Arbeitsagentur mitteilt, dass ich mich bei diesen Stellen nicht bewerben muss, dann vertrau ich darauf eigentlich. Es ist ja nicht so, dass ich den ganzen Tag nur rumsitze und auf Angebote der Agentur warte. Ich werde ja bis Ende der Woche nachweisbar ca. 30 Bewerbungen geschrieben haben für Stellenangebote, die ich selber recherchiert habe. Dazu kommt noch die Inanspruchnahme von diversen Recruitung-Unternehmen. Als ich das dem Sachbearbeiter mittgeteilt habe, hatte er keinerlei Probleme dass ich mich auf die restlichen zwei Vorschläge der Arbeitsagentur wg. anderer/falscher Qualifikation nicht bewerbe.

Auf der anderen Seite ist es für mich auch kein Problem, eine Bewerbung zu schreiben für Stellenangebote, bei denen ich ohnehin vorher weiß dass ich nicht in Frage komme. Wenn der Gesetzgeber diesen unnützen Vorgang vorschreibt kann ich das auch machen um auf der sicheren Seite zu sein. War mir nicht bewusst, dass man so misstrauisch sein muss :-) Bin aber auch das erste Mal in 15 Jahren Berufsleben auf Leistungen vom Amt angewiesen, von daher etwas "unbedarft" im Umgang mit solchen Institutionen.
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