| | |||||||
| Registrieren | Blogs | Hilfe | Interessengemeinschaften | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
| |
| | LinkBack | Themen-Optionen | |
|
#1
| |||
| |||
| Hallo ihr, ich habe hier einige Fragen an euch! Zu erst schildere ich die Probleme: Eine mir nahe stehende Person, kurz vor der gesetzlichen Rente, arbeitet in einem Betrieb, der hauptsächlich Maurerarbeiten, Kabelverlegungsarbeiten betreibt und auch eine Teergruppe besitzt. Also die Person ist Asphaltierer, schon fast 40 Jahre in diesem Betrieb, auch vom Chef akzeptiert. Sie arbeitet dort, da die Person ihre Familie ernähren muss und das Geld braucht. Und Arbeit gibt es in dieser Region kaum, bei der man als Alleinverdiener, eine Familie ernähren kann. Ich finde nur die Bedingungen unwirklich, ich stelle es mir während der Industrialisierung nicht anders vor: Diese Person bekommt mit ihrer Gruppe Aufträge, die unwirklich sind: Dazu kommt, dass die Fahrtzeiten zu den Baustellen in keinster Weise berechnet werden. Es kann gut sein, dass die Gruppe jeden Tag insgesamt schon 4-6 Stunden damit verbringt zu der Baustelle zu kommen. (Hotelübernachtungen etc. werden nicht gezahlt) Dazu kommt, dass die Person das Haus um 4Uhr morgens verlässt und abends 20Uhr erst wieder heim kommt. Dazu kommt, dass dann wegen dem Zeitdruck keine Pausen gemacht werden können. Dazu kommt, dass diese Person und ihre Gruppe im Hochsommer bei 28-35°C auf dem heißen Asphalt stehen muss und fast einen Hitzschlag erleidet. (meist richtig schöne sonnige Plätze, kaum Schatten) Dazu kommt, dass der Chef so geizig ist und das Material von entfernten Bauwerken beschaffen lässt, da diese billiger sind und nicht von denen, die Nahe an der Arbeitsstelle sind. Hauptsache der Teer ist billig, aber die Arbeitszeit der Gruppe ist egal. Lieber 1h zu einem Werk fahren und weniger zahlen als nur 10min zu einem Werk, wo die Ersparnis des Materials gerade mal 80€ ist. Dazu kommt, dass es wirklich körperliche Schwerstarbeit ist. _______________________________________________ Was machen? Diese Person arbeitet schon fast ein halbes Jahrhundert in dieser Firma, sich jetzt aufmucken wäre unüberlegt, da es ja leicht zu einer Kündigung kommen könnte, bzw zu persönlichen Differenzen da der Betrieb und die Stadt, in der diese Person wohnt, sehr klein ist. Muckt man sich auf, kann man schon von selbst kündigen, da das Verhältnis so geschädigt ist, dass es keinen Sinn mehr hat. Kann man in irgendeiner Weise anklagen oder 'Schadensersatz' verlangen? Was ich über den Betrieb noch weiß, ist, dass er in keiner Gewerkschaft und keiner Innung ist. Wenn diese Person ihre Rente nicht erleben sollte, dann aufgrund von 'Arbeit bis zum Tod'. Kann man, wenn man in der Rente ist, den Betrieb/Chef im nachhinein irgendwie auf Schadenersatz verklagen? Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen, mit rechtlichen und auch moralischen Ratschlägen. Danke schon einmal im Vorraus. MFG |
|
#2
| ||||
| ||||
| Wenn Dein Bekannter schon so lange arbeitet und das 54. Lebensjahr vollendet hat, dann kann er m.E. vorzeitig in Rente gehen - allerdings nur mit kräftigen Abschlägen. Diese finanzielle Nachteile können jedoch evtl. durch Einmalzahlungen ausgeglichen werden, siehe hier: Deutsche Rentenversicherung Bund - Startseite - Zahlung von Beiträgen zum Ausgleich einer Rentenminderung Sollte die Rente trotz der Abschläge für ihn infrage kommen bzw. sollte er die finanzielle Möglichkeit für entsprechende Einzahlungen haben, so könnte sich Dein Bekannter mal beraten lassen. Einen Beratungstermin kann er online in seiner Nähe buchen: Deutsche Rentenversicherung Bund - Startseite - Online-Terminvereinbarung oder mal unter dieser kostenfreien Telefonnummer 0800-10 00 480 70 nach einer Beratung in seiner Nähe fragen.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
|
#3
| |||
| |||
| Ich danke vielmals, ich werde es weiterleiten, damit derjenige nachschauen kann. Aber meine Frage zu 'verklagen' wurde noch nicht beantwortet, kann mir da vl noch jmd eine Antwort geben? Aber vielen Danke schonmal! |
|
#4
| |||
| |||
| Verklagen ist eigentlich nur selten ein guter Weg und wie Du die Punkte geschildert hast klingt es zwar dramatisch, aber pauschal kann man hier nicht sagen, dass eine Klage Erfolg hätte. Besser finde ich hier schon den Vorschlag von Melete. Vorzeitige Rente ist insbesondere in diesem Beruf wo Schwerstarbeit gefordert ist keine Seltenheit und sollte überlegt werden. |
| Themen-Optionen | |
| |
| | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Trainingsmaßnahme und rechtswidrige Arbeitsbedingungen | marc23r | Arbeitslosengeld ALG I | 1 | 01.07.2008 20:10 |
| Streiken für mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen? | Franky | Umfragen | 6 | 07.03.2008 14:32 |