Belästigung durch den Behördenleiter
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Belästigung durch den Behördenleiter

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Alt 10.05.2011, 18:04
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Dienstag, 10.05.2011

Heute hat er mich mal wieder ohne dienstlichen Grund in meinem Zimmer aufgesucht. Er kommt mir körperlich zu nahe. Respektiert kein „Nein“ und ist doch tatsächlich der Auffassung ich „wolle“, dass er mich küsst. Nein, das will ich nicht. Ich will arbeiten. Ich sage das auch und lehne mich zurück. Ich fühle mich sauschlecht. Ich versuche, ihn in eine dienstliche Diskussion zu verwickeln und möglichst schnell wieder los zu werden. Leider misslingt mir das. Er ist so penetrant und aufdringlich. Den Enthefter, der sich auf meinem Schreibtisch befindet, meint er für Sexspielchen entfremden zu können. Mir wird schlecht. Ich will das nicht hören und ich will, dass er endlich mein Zimmer verlässt. Er geht und sagt, dass er in einer Stunde wiederkommt. Was für ein Albtraum. Mir fällt es danach sehr schwer, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.
Kurz vor 12.00 Uhr klingelt das Telefon. 10 Minuten später ruft er wieder und wieder an, legt aber keinen Rückruf rein. Ich gehe nicht dran. Mein Magen schmerzt und ich gehe in die Damentoilette. Ich muss mich übergeben und mein Kopf schmerzt. Ich beende den Arbeitstag. Ich kann einfach nicht mehr.
Um 13.15 schreibe ich eine SMS an ihn: Heute fühle ich mich stark belästigt und das ist schrecklich für mich.
Um 14.16: Solltest Du damit nicht endlich aufhören, werde ich dich anzeigen. Also ab sofort keine nichtdienstlichen Kontakte mehr.

___________________________________

Das ist mein heutiger Tagebucheintrag und mir geht es richtig schlecht. "Er" ist der Leiter der Behörde, bei der ich arbeite. Tja, soviel zum Thema: Vorfall dem Chef melden.... Ich bin mir nicht sicher, ob ich ggfs. die Frauenbeaufragte und den Personalrat mit einschalten sollte. Leider habe ich für seine diversen Übergriffe auf mich keine Zeugen. Lediglich die ständigen Besuche in meinem Zimmer (sitze alleine) fallen inzwischen allen Kolleginnen und Kollegen auf. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Hat jemand einen guten Rat?

Geändert von FraumitWürde (11.05.2011 um 17:12 Uhr)
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  #2  
Alt 16.05.2011, 10:35
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Zitat:
Zitat von FraumitWürde Beitrag anzeigen
Dienstag, 10.05.2011

Heute hat er mich mal wieder ohne dienstlichen Grund in meinem Zimmer aufgesucht. Er kommt mir körperlich zu nahe. Respektiert kein „Nein“ und ist doch tatsächlich der Auffassung ich „wolle“, dass er mich küsst. Nein, das will ich nicht. Ich will arbeiten. Ich sage das auch und lehne mich zurück. Ich fühle mich sauschlecht. Ich versuche, ihn in eine dienstliche Diskussion zu verwickeln und möglichst schnell wieder los zu werden. Leider misslingt mir das. Er ist so penetrant und aufdringlich. Den Enthefter, der sich auf meinem Schreibtisch befindet, meint er für Sexspielchen entfremden zu können. Mir wird schlecht. Ich will das nicht hören und ich will, dass er endlich mein Zimmer verlässt. Er geht und sagt, dass er in einer Stunde wiederkommt. Was für ein Albtraum. Mir fällt es danach sehr schwer, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.
Kurz vor 12.00 Uhr klingelt das Telefon. 10 Minuten später ruft er wieder und wieder an, legt aber keinen Rückruf rein. Ich gehe nicht dran. Mein Magen schmerzt und ich gehe in die Damentoilette. Ich muss mich übergeben und mein Kopf schmerzt. Ich beende den Arbeitstag. Ich kann einfach nicht mehr.
Um 13.15 schreibe ich eine SMS an ihn: Heute fühle ich mich stark belästigt und das ist schrecklich für mich.
Um 14.16: Solltest Du damit nicht endlich aufhören, werde ich dich anzeigen. Also ab sofort keine nichtdienstlichen Kontakte mehr.

___________________________________

Das ist mein heutiger Tagebucheintrag und mir geht es richtig schlecht. "Er" ist der Leiter der Behörde, bei der ich arbeite. Tja, soviel zum Thema: Vorfall dem Chef melden.... Ich bin mir nicht sicher, ob ich ggfs. die Frauenbeaufragte und den Personalrat mit einschalten sollte. Leider habe ich für seine diversen Übergriffe auf mich keine Zeugen. Lediglich die ständigen Besuche in meinem Zimmer (sitze alleine) fallen inzwischen allen Kolleginnen und Kollegen auf. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Hat jemand einen guten Rat?
Du bist mit ihm per "du". Das deutet auf eine Nähe hin, die ihn ermuntert.

Das würde ich sofort abstellen.

Im übrigen: lasse dich versetzen, falls möglich.
__________________
Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt.
Gib mir neue Kraft und Geduld.
Tröste mich durch dein Wort.
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Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen,
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Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an.
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  #3  
Alt 17.05.2011, 18:50
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Zitat:
Zitat von Counselor Beitrag anzeigen
Du bist mit ihm per "du". Das deutet auf eine Nähe hin, die ihn ermuntert.

Das würde ich sofort abstellen.

Im übrigen: lasse dich versetzen, falls möglich.
Ich werde ihn sowieso nur noch mit "Sie" ansprechen. Allerdings bin ich der Auffassung, dass ein "Du" auch nicht zu solchen Respektlosigkeiten berechtigt.

Klar, ich könnte mich versetzen lassen, würde aber dann ein Arbeitsgebiet verlassen, in dem ich seit vielen Jahren sehr gerne tätig bin. Ich werde sicherlich nicht die Flucht ergreifen. Das ist genau das falsche Signal. Er ist der Täter. Ob ihm das klar ist, ist mir egal.

Er hat sich seit den Vorfällen am 10.05. übrigens nicht mehr bei mir gemeldet. Mir geht es von Tag zu Tag besser. Außerdem habe ich vertrauenswürdige Personen innerhalb der Behörde informiert. Auch das war richtig.

Vielleicht hat er aber auch aufgrund der Berichterstattung über einen gewissen DSK gemerkt, dass auch ein Status nicht vor Strafe schützt.
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  #4  
Alt 03.07.2011, 19:36
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Hallo und guten Abend,

die Idee mit der Versetzung fand ich auch sehr verlockend. Nur warum sollte ich das Feld räumen? Klar, die Machtverhältnisse sind eindeutig. Allerdings ticken die Uhren im öffentlichen Dienst anders. Was kann mir als unkündbare Angestellte schon passieren?

Gestern habe ich aus sicherer Quelle erfahren, dass er sehr aggressiv reagiert, wenn in Besprechungen von meiner Person die Rede ist. Wundert mich nicht. Er gehört zu den paranoiden Menschen und ist zutiefst misstrauisch. Denkt nur in schwarz/weiß und ihn kann inzwischen aber auch wirklich keiner von den Mitarbeitern gut ertragen. Bestenfalls verhält sich das Arbeitsumfeld in seiner Gegenwart neutral.

Um Kraft zu sammeln und wieder entspannt zur Arbeit gehen zu können, habe ich mir in einer Psychotherapie Hilfe geholt. Kann nur jeder/jedem hier empfehlen, dass ebenfalls zu tun, wenn ihr mal in diese blöde Situation kommt.

Viele Grüße
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