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#1
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| Hallo Gemeinde! Ich habe da eine Frage vielleicht kann mir einer von Euch helfen oder Tips geben! Ich arbeite in einem Mittesständigen Unternehmen mit 32 Mitarbeitern!Von den 32 sind davon sind 14 nicht produktive Kräfte hinzu kommen ca.6-8 Leihkräfte die durch massiven Personalabbau der letzten Jahre das Defizit an eigenen Leuten ausgleichen.Im letzten Jahr legte unsere Firma eine weitere Anlage an unserem Standort still und entlies 6 Arbeitnehmer aus dem produktiven Bereich.Nun haben wir mit 6 AN weniger und 1 Anlage weniger die selbe Planvorgabe des Umsatzes wie im letzten Jahr!!Wir arbeiten im 3 Schichtsystem und arbeiten von Sonntag 20 Uhr bis samstag 22.00 Uhr.Das bedeutet für jeden 6 Schichten und wenn man Frühschicht hat arbeitet man praktisch 12 Tage durch hat einen Tag (Sonntag frei und arbeitet dann wieder 6 Schichten.Also 18 Tage arbeiten und 1 Tag frei und das ist der Sonntag.Wir haben alle durch die Bank weg in der Produktion Löhne zwischen 7,70 und 9Euro und das bereits seit 10 Jahren ohne eine einzige Lohnerhöhung.Auf Anfrage bei der letzten Betriebsversammlung wurde uns gesagt das eine Lohnerhöhung nicht drin sei da der Betrieb seit Jahren rote Zahlen schreibt.Ich habe nun keine Betriebswirtschaft studiert ,aber wenn der Betrieb solche Vorgaben macht kann ein Betrieb einfach kein schwarzen Zahlen schreiben.Meine Meinung. Meine Frage was man tun kann oder sind wir der Geschäftsleitung knadenlos ausgeliefert ? Keiner hat bei uns was dagegen zu arbeiten und den Betrieb aus den roten Zahlen zu bringen aber so können wir uns den Buckel krum machen wir wollen da kommen wir nicht raus.Unser Betriebrat schaut nur zu und hilft eher unserem Arbeitgeber als uns.Die Gewerkschaft erscheint zu einer Betriebsversammlung erst garnicht obwohl angekündigt so das wir auch irgendwo resignieren und schön weiter gerade aus laufen .Also was kann man machen ? |
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#2
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| Rote Zahlen? Vielleicht auf dem Papier ... Ein Unternehmer kann sich auch arm rechnen ... Schau einfach mal, ob dein Big Boss einen 10 Jahre alten Anzug trägt, an dem die Ärmel schon abgewetzt sind und ob er ein Auto fährt, das nur noch von Spachtelmasse und Lack zusammengehalten wird. Ich nehme an, es wird eher so sein: dein Boss und die Firmen"elite" werden schöne Autos fahren, feines Tuch tragen und in exquisieten Schuhen laufen. Die übrige Belegschaft bekommt mitgeteilt, dass die Katastrophe unmittelbar bevorsteht und man die Pleite nur knapp verhindern konnte. Deshalb müssen jetzt mal alle kräftig in die Hände spucken, tüchtig anpacken und etwas leisten, man ist ja schliesslich kein Sozialamt oder eine Wohlfahrtsbehörde, nur wer arbeitet soll auch essen. Regelmässig postuliert man rote Zahlen und das es mal wieder nicht gereicht hat; ABER was der Boss verdient (oder besser: bekommt), das wird nicht erzählt. Was kann man ändern? Ich weiss es nicht ![]() Das Volk wählt immer noch CDU und SPD, was will man da erwarten: jedes Volk kriegt das, was es verdient. Solange der Staat nicht eingreift und Visionen eines Staatsgefüges und eines Staatszieles entwickelt, wird sich nichts ändern. Was eure Arbeitszeit angeht: die sollte man mal unter die Lupe nehmen. ich glaube nicht, dass die korrekt ist. Wenn die Mitarbeiter das wollen und den Verdienst brauchen, ist es ja gut. Die Frage ist nur, das das Arbeitsvolumen und Tempo auch in Zukunft von älteren Mitarbeitern erfüllt werden kann oder ob diese dann "Baustellen" sind, die von der Geschäftsleitung "bereinigt" werden.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Hallo, ich würde dir raten mit eurem Betriebsrat zu reden. Frag mal ob es in eurem Betrieb nen Wirtschaftsausschuss gibt. Ich bezweifel es! Also ist euer Betriebsrat bemächtigt, die Zahlen schw3arz auf weis Einzusehen. Auch die Arbeitnehmergehälter. Er kann sehen, was dein Chef kassiert. Sagt die Chefetage " Nein", kann es teuer werden. Dein Betriebsrat kann sich einen Rechtsberater zur Seite ziehen, der dann gerichtlich vorgeht. Wenn dein Betriebsrat sich dagegen streubt, setz dich mit ein paar anderen Arbeitskollegen deiner Wahl zusammen und fangt mal an das Betriebsverfassunggesetz zu studieren. Fragt den Betriebsrat, wann die nächste Wahlperiode ansteht. Erstellt eine Liste und reicht diese beim Wahlvorstand ein. Dann sitzen andere im Betriebsrat. Vieleicht könnt ihr dann mehr erreichen. Nur noch eine wichtige Frage vorab: Ist deine Firma Gewerkschaftverbunden? Wenn ja, welche. Geh vieleicht mal dorhin und lass dich beraten. |
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#4
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| Also wir haben bereits den 2.Betriebsrat hintereinander komplett neu gewählt.Alle werden jedoch das Gefühl nicht los das der jeweils amtierende Betriebsrat kurz nach der Wahl von unseren Chefs gekauft wird!!!Leute die vorher heiße Reden geschwungenhaben sind nun klein und zahm als hätte man Sie ausgetauscht. Was die Gewerkschaft angeht muss ich sagen haben die uns schon immer im Stich gelassen was die Vor Ort waren kann man zählen deshalb sind fast 90% der AN wieder ausgetreten.Die Frage nach dem Wirtschaftsausschuss kann ich noch nicht beantworten werden ich aber auch sofort am Dienstag machen ! Den Betriebsrat abzu wählen wird schwer da fast keiner mehr bereit ist sich zu engagieren außerdem ist das Niveau unseres Chefs so niedrig angesiedelt das man sich als normal denkender Mensch eigentlich sowas nicht antut.Das fallen schon manchmal Tiernamen usw.Also unterstes Niveau.Dann argumentiert unser Boss teilweise auch nuir über Drohungen.Er erzählt das in unserem Betriebsteil(Insgesamt7)die niedrigste Produktivität ,der kleinste Umsatz aber gleichzeitig der höchste Krankenstand ist.Das aber aufgrund der vielen Leihkräfte ,die auch noch ständig wechseln, man einfach nach einem Vierteljahr völlig am Boden ist sieht er nicht.Um die Vorgaben zu erreichen mußt Du für die auch noch mitarbeiten will man nicht auf der Abschussliste stehen.Kein Vorwurf an die Leiharbeiter die verdienen in unserer Firma 5,40 die Stunde da ist klar das die sich nicht drehen. Zu den älteren Mitarbeiten die dann zu Baustellen werden muss ich sagen das Du Nontestatum das genau richtig siehst.Erst im November wurden mehre in dem Alter wo´s weh tut(54-5 Was den Fuhrpark unserer Chefs angeht so ist der schon atemberaubend unter Benz und Phäton tut sich da nichts. Bei uns in der Produktion ist es jedenfalls jetzt so das nur noch das nötigste gemacht wird und keiner mehr versucht die Produktion zu steigern was auch machbar wäre.Wir haben in den letzten 5 Jahren unsere Produktion komplett verdoppelt, produzieren teilweise mehr als das doppelte bei gleichem Lohnniveau und weniger Leuten.Die Parolen waren immer dieselben "Wir müssen alle an einem Strang zihen um da raus zu kommen" arbeiten tun nur die Leute in der Produktion am Wochenende.Kein anderer.Also ich denke da hilft nur jemand von Außen vom Betriebsrat ist nichts zu erwarten egal wer da am Steuer ist !! PS: Die Gewerkschaft müßte IG Metall heißen.Wird mir gleich schlecht wenn ich nur daran denke.Da investiere ich lieber in eine Rechtschutzversicherung Geändert von josch69 (24.03.2008 um 15:45 Uhr) |
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#5
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| ... dann habe ich mit meinem Beitrag die Sachlage ja ungefähr beschrieben ... Die Politik in dem Unternehmen wird niemand ändern können. Die Mitarbeiter sind mehr oder weniger eingeschüchtert, das trifft auch auf den Betriebsrat zu, und die Gewerkschaften sind schwach und machtlos. Es wird ganz offensichtlich auch eine entsprechende Mitarbeiterbewirtschaftung durchgeführt, jeder, der Betriebsangehörigkeitszeiten und damit evtl. Rechte ansammelt, wird gefeuert. Ältere werden vorsorglich ausgemustert. Das bedeutet, dass man sich mit spätestens 40 um einen neuen Arbeitsplatz bemühen und sein Schicksal selber gestalten sollte, solange man dies noch kann. Sich für so einen Betrieb abzurackern, sich selber dabei zu verbrauchen und abzuwirtschaften, bringt keine Belohnung und keine soziale Sicherheit. Man kann hier nur empfehlen, dass sich die komplette Mannschaft mit dem Thema "Grundsicherung für Arbeitsuchende" (= ALG II; Hartz IV) beschäftigt und sich darauf vorbereitet (im Sinne von: Anpassung der Verbrauchergewohnheiten). Denn mit diesem Thema kennt sich bestimmt keiner richtig aus und es ahnen bestimmt viele nicht, was auf sie zukommt. Vor allem würde ich Anschriften sammeln von den Kollegen, die entlassen wurden und von den Leiharbeitnehmern, die verfügen bestimmt über ein beachtliches Erfahrungspotential und können andere mit ihren Kenntnissen vor schweren Fehlern bewahren. Stelle mal fest, wer von denen noch keinen PC und noch keinen Internetanschluss hat. Bildet einfach mal ein loses soziales Netzwerk, in dem einer dem anderen hilft. Es fängt schon damit an, dass einer seine Mülltonne mit Dingen vollmacht, die ein anderer noch gut hätte gebrauchen können und dankbar angenommen hätte. Glaubst du nicht? Mir hat man schon die Handtücher von der Wäscheleine geklaut ... Vergiss das Unternehmen, es ist dir gegenüber nicht loyal und wird dich zu gegebener Zeit mit Undank überschütten. Info: Tacheles - Aktuelle Informationen zum Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Grundsicherung Erwerbslosen Forum Deutschland (das Forum) Hartz IV Forum | Startseite
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. Geändert von nontestatum (24.03.2008 um 17:03 Uhr) |
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