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#1
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| Hallo alle, ich komme aus Osteuropa. Vor einigen Jahren bin ich in Deutschland eingereist. Inzwischen habe ich einen Master-Studiengang Fachrichtung Mechatronik studiert. Seit Anfang 2008 arbeite ich bei einer mittelständigen Firma im Süden Deutschlands. Meine Stelle ist eine sozusagen nagelneue Position bei der Firma, deren Aufgaben sind unglücklicherweise ganz grob definiert. Der vorherige Abteilungschef und ich haben uns gut vertragen und effizient zusammengearbeitet. Wegen Krise ist mein erster Chef leider von der Firma aus mir unbekannten Gründen gekündigt. Momentan arbeite ich unter einem neuen Abteilungsleiter. Er verfechtet seine neue Ansicht meiner Aufgaben. Meine Arbeit ist neu aber wieder ungenau definiert und gefällt mir nicht ganz. Außerdem spricht der neue Chef viel seltener mit mir als mit den anderen Kollegen. Ich bin von meiner Situation verwirrt. Es scheint, dass der neue Chef nicht mit meinen Leistungen zufrieden ist. Allerdings hat er bisher niemals mit mir über meiner Leistungen besprochen. Ich meine, bis jetzt erhielt ich noch keine Warnung oder Ähnliches. Sollte ich eine baldige plötzliche Kündigung erwarten? Oder bin ich übersensibel? Ich bin derzeit ziemlich gestresst, und bitte um dringenden Rat von Euch. Mit freundlichen Grüßen, SLang |
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#2
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| Zitat:
Zitat:
Ob die Ideen und Bemühungen des neuen Abteilungsleiters wirklich fruchtbar sind, wird sich noch herausstellen. Nur ist es oft so, dass man die Welt nicht neu erfinden kann, manche Vorgesetzte versuchen das unmögliche, die versuchen, Kartoffeln zu züchten, die sich selber ausgraben, Babys zu züchten, die nicht mehr gewindelt werden müssen und Fenster produzieren wollen, die sich selber putzen. Solche Situationen kann man oftmals mit einer Maschine vergleichen, die mit hoher Drehzahl läuft, aber nichts antreibt. Ausser heissem Kühlwasser und Abgas wird da nicht produziert . Zitat:
Wenn man dir eine Kündigung in Aussicht stellt, demotiviert man dich, du würdest dann vermutlich nicht mehr so gut für das Unternehmen arbeiten, wie du das bisher getan hast. Deshalb wird man dir keine Kündigung androhen. Beschäftigt "man" sich aber mit dem Gedanken, Personal zu entlassen, wird man dir zu gegebener Zeit ohne Vorwarnung die Kündigung aushändigen. Du musst selber abschätzen, wie seriös dein Arbeitgeber ist, und wie sein Unternehmen am Markt aufgestellt ist. Wenn du ein "schlechtes Gefühl" hast, solltest du nichts übereilen und zu schnell Entschlüse fassen, du du später bereuen müsstest, aber du solltest deine Situation am Arbeitsmarkt prüfen und dich nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Hallo nontestatum, vielen Dank für Deine schnelle und ausführliche Antwort Zitat:
Schönen Sonntag noch! SLang |
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#4
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Wie schnell du evtl. einen neuen Job findest, hängt davon ab, welchen Beruf du ausübst und welche Qualifikation damit verbunden ist. Aber egal: wenn du deinen Job verlierst, bekommst du erstmal 12 Monate lang ALG I (Arbeitslosengeld/Agentur für Arbeit), danach, wenn notwendig, ALG II (eine Form der Sozialhilfe = Arge/Jobcenter).
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#5
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| Richtig, Seit knapp 5 Monaten arbeiten wir zusammen. Als Arbeitnehmer hat man leider keine Wahl, sondern einfach passiv auf Schlechtes warten. Vielleicht kann man nur s.g. sichere Stelle bei großen Konzernen finden. Hoffentlich hätte ich niemals eine Chance, Arbeitsagentur zu besuchen. Bei Arbeitslosigkeit würde ich lieber nach Heim gehen. Nochmal vielen Dank für Deine Auskünfte. Grüße, SLang |
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