Blutabnahme oder Urinkontrolle?
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Blutabnahme oder Urinkontrolle?

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  #1  
Alt 01.12.2008, 10:06
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tommy1414 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Blutabnahme oder Urinkontrolle?


Hallo Leute,
ich brauche eine Information. Vor einigen Jahren wurde bei einer arbeitsamtsärztlicher Untersuchung THC (Haschisch) in meinem Blut gefunden. Daraufhin wurde mir eine Umschulung untersagt. Ich habe dann als Helfer weitergearbeitet. Jetzt soll ich erneut untersucht werden. Frage: Muß ich wieder Urin abgeben oder wird eine Blutuntersuchung gemacht?
Vielen Dank im Voraus!
Gruß Tommy
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  #2  
Alt 01.12.2008, 10:30
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Bernd befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hi tommy1414,

wer nichts zu verbergen hat, braucht sich auch vor solchen Untersuchungen nicht zu fürchten.

Lass den Quatsch mit den Drogen, genieße das Leben und freue Dich, wenn es berufsmäßig weitergeht.

LG
Bernd
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  #3  
Alt 01.12.2008, 10:58
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tommy1414 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Da hast Du ja auch Recht, Bernd. Ich will nur wissen, was mich erwartet!
Gruß Tommy
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  #4  
Alt 02.12.2008, 13:26
Benutzerbild von Ratgeberin
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Ratgeberin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Hallo tommy!

Es ist doch egal welchen Test die durchführen. Habe gelesen, dass bei beiden festgestellt werden kann, ob Drogen konsumiert wurden oder nicht.

Wenn Du nichts genommen hättest, würdest Du wohl kaum sone Angst vor der Untersuchung haben. Warum nimmst Du Drogen?

Geht es wieder um eine Umschulung?
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Liebe Grüße Ratgeberin
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Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen.
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  #5  
Alt 02.12.2008, 15:21
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tommy1414 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo Ratgeberin,
ja, es geht wieder einmal um eine Umschulung. Und ja, ich konsumiere Haschisch. Ich fang mal von vorne an: Ich bin gelernter Maler/Lackierer. Diese Lehre habe ich geschafft (Note drei) obwohl ich in der Zeit ebenfalls Haschisch konsumiert habe. Vor zehn Jahren habe ich dann eine Lösemittelallergie bekommen. Als ich dann zur arbeitsamtsärztlichen Untersuchung geschickt wurde, ist THC (Tetrahydrocannabinol) in meinem Urin gefunden worden. Woraufhin der Arzt eine Entgiftung und Psychotherapie empfahl.
Warum ich Haschisch rauche: Ich bin ein schwer traumatisierter Mensch. Ich habe in meiner Kindheit fast täglich Schläge bekommen. Meine Eltern waren beide schwerst alkoholkrank. 86 habe ich meinem Vater eine Pistole geschenkt. Leider. Denn er hat sich damit vor meinen Augen in den Kopf geschossen. Meine Mutter zwang mich dann einen Tag später dazu, das Blut von der Wand zu waschen. Weil ich ja Schuld war.
Heute weiß ich, daß ich nicht Schuld war. 05 Psychotherapie (4,5 Monate stationär). Dort wurde festgestellt, daß ich unter posttraumatischen Belastungsstörungen leide. Und das ich eine emotional instabile Persönlichkeit habe, die sehr unter heftigen Schlafstörungen leidet.
Ich bin seitdem bei einem Psychiater in Behandlung. Er weiß, daß ich kiffe. Und er sagt, daß wäre Eigenmedikation. Ich habe während der stationären Therapie nicht gekifft. Und eine Nacht war übler als die andere. Man hat mich mit sieben (!!!) verschiedenen Psychpharmaka vollgeschüttet und ich habe zum Schluß schon Selbstmordgedanken gehabt. Jede Nacht ein einziger Alptraum.
Mein Therapeut sagt, eine Traumatherapie kommt für mich nicht in Frage. Er denkt, ich bin nicht stabil genug und er befürchtet, daß ich mir das Leben nehmen könnte, wenn ich ständig in der alten ******* rumwühle.
Und ich will auch gar nicht mehr darin herumwühlen. Ich kiffe nur aus einem Grund: Ich will diese widerlichen Alpträume nicht. Und das gelingt mir nur, wenn ich Haschisch rauche. Ich rauche es auch nur vor dem schlafengehen.
Ich bin ein sportlicher Mensch, komme sonst absolut mit meinem Leben klar. Kaum Schulden, verheiratet, drei Kinder. Immer motiviert, fleißig, freundlich und sehr flexibel.
Wenn ich nun Fremdurin mitnehme, um meine berufliche Zukunft nicht zu gefährden, ist das strafbar?
Und wenn von mir erst eine Urinprobe verlangt wird und der Arzt dann nichts findet, wird mir dann noch Blut abgenommen? Um zu sehen, ob ich ein Betrüger bin?
Denn darauf kann ich getrost verzichten.
So, nun habe ich die Hose heruntergelassen. Vor meiner Therapie konnte ich über die üblen Dinge, die mir wiederfahren sind, gar nicht sprechen. Nur schreiben. Heute bin ich schon ein gutes Stück weiter, denke ich.
Und trotzdem hat mich das jetzt ein wenig mitgenommen. Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich will kein Mitleid. Ich möchte mich nur informieren.
Liebe Grüße
Tommy
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  #6  
Alt 02.12.2008, 22:29
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Standard Hallo Tommy!

Es wird Dich sicher nicht verwundern, wenn ich Dir sage, dass sich Deine Geschichte wie ein schlechter Film liest und ich echt schockiert bin über das, was Du erleben musstest. Hut ab, dass Du Dich heute so gut unter Kontrolle hast und über alles frei sprechen kannst.

Du befindest Dich ja in Therapie. Ist es vielleicht möglich das Dir ein Arzt bescheinigt, dass Du das Haschisch aus therapeutischen Gründen konsumierst. Ich weiß nicht ob das machbar ist, weil das Thema ja noch immer heiß diskutiert wird und soweit ich weiß, ist darüber auch noch nicht endgültig beschlossen worden. Aber ich meine mal gelesen zu haben, das in Ausnahmefällen, der Konsum von Haschisch aus therapeutischen Gründen genehmigt werden kann. Erkundige Dich doch einfach mal. Vielleicht gibt es da einen Weg.

Von allem anderen, wie falschen Urin abgeben rate ich Dir ab.
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  #7  
Alt 03.12.2008, 07:24
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Standard Solange

keine gemeinsame europäische Gesetzgebung zur legalisierung von Haschisch
gegeben ist, erwartet dich wieder diese Kontrolle. Es ist nicht erwünscht, dass
Haschischraucher ins Arbeitsleben integriert werden - so sieht es doch aus.
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Gruss

wellen
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  #8  
Alt 03.12.2008, 08:33
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Hallo thommy1414,

ich ziehe den Hut, wie Du mit Deinen Schicksalsschlägen umgegangen bist und umgehst. Ich sage immer: "Wo ein Wille, da auch ein Weg!" Dieser Spruch gilt auch für die bevorstehende Urinprobe - und ich meine legale Wege.

Den Weg, den Ratgeberin Dir aufgezeigt hat, solltest Du trotz des Einwandes von Wellen weiterverfolgen. Ggf. kannst Du Deinen Arzt bzw. Therapeuten von der Schweigepflicht entbinden.

Du siehst, wenn Du offen mit Deiner Sitaution umgehst, bekommst Du auch andere Antworten hier im Forum. Das gleiche wird Dir woanders auch passieren.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass sich für Dich ein Weg eröffnet und Du in naher Zukunft auf Deine Medikamentation verzichten oder diese zumindest einschränken kannst.

Dein Fall gehört auf jeden Fall in therapeutische Hände - dort bist Du ja schon und dort bist Du richtig aufgehoben. Du brauchst professionelle Hilfe, die auf Deine Situation und Person zugeschnitten ist.

LG
Bernd
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  #9  
Alt 03.12.2008, 11:35
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tommy1414 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo Leute,
erstmal herzlichen Dank, daß Ihr Euch meiner angenommen habt. Ich habe mich gestern entschieden, definitiv keinen Fremdurin abzugeben. Ich will auf keinen Fall betrügen. Ich war gestern bei einer privaten Arbeitsvermittlerin. Sie hat mir einen Job in der Möbelbranche in Aussicht gestellt. Und da ich fast 20 Jahre Kraftsport betreibe, habe ich kein Problem damit, Möbel durch die Gegend zu tragen. Richtung Januar/Februar. Ich habe eben gerade mit meiner Arbeitsvermittlerin gesprochen und sie darüber informiert, daß ich einen Job in Aussicht habe und mich nicht untersuchen lassen möchte. Sie sagt, wenn ich mir Zeit verschaffen will, muß ich mich krankschreiben lassen (ich schätze mal, sie kann sich denken, was Sache ist). Ich sagte ihr als Begründung, daß ich im Moment nicht in der Lage bin, meine Geschichte einem fremden Arzt zu erzählen (bis zum Arzt komme ich sowieso nicht, bei den letzten beiden Untersuchungen wurde ich nach der Urinprobe ohne weitere Angaben nach Hause geschickt). So, nun drückt mir die Daumen, daß ich den Job auch bekomme.
Nochmals vielen Dank an Euch!!!
Herzlichste Grüße
Tommy
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  #10  
Alt 03.12.2008, 12:07
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Hi tommy1414,

ich drücke Dir ganz ganz fest die Daumen. Viele hier im Forum könnten sich ein Beispiel an Dir nehmen. Lass mal von Dir hören, ob es geklappt hat.

LG
Bernd
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