einstieg in die berufswelt nach psychischen problemen
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einstieg in die berufswelt nach psychischen problemen

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  #1  
Alt 21.07.2008, 17:46
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Standard einstieg in die berufswelt nach psychischen problemen


hey,
ich ich hab schon des öfteren mein 'problem' in foren geschildert.. aber nie wirklich antworten darauf bekommen. hoffe hier klappts

um mal meine geschichte kurz zu schildern.
bin 19 jahre alt, hab vor ca. 3 jahren die schule abgebrochen. wurde gemobbt von ner lehrerin.. habe aus angst die schule immer seltener versucht. was dazu geführt hat dass meine noten im letzten zeugnis katastrophal aussehen. 3 fünfen
hm. nja. bin nach dem schulabbruch in ein tiefes loch gefallen. hatte schwere depressionen, und dazu kamen auch noch probleme mit meinen eltern..
hm.. wie soll ich sagen..
ich hab mich in der zeit eigentlich schon komplett selbst aufgegeben.
hab meine sozialen kontakte fast komplett abgebrochen, und mich nur mehr zu hause 'versteckt'.


so...
es hat sich mittlerweile einiges in meinem leben geändert..
ich will wieder 'leben', was aus meine leben machen.. hab neuen lebensmut geschöpft..
allerdings bin ich noch ziemlich unsicher im umgang mit menschen und so.
mein selbstwertgefühl ist auch noch gleich NULL.

nun zu meinem eigentlichen problem..
ich möchte anfangen zum arbeiten.. werd langsam mal anfangen als hilfsarbeiter in produktionsfirmen.. usw..
würde gerne in nächster zeit beginnen bewerbungen zu schreiben..
ich weiß nicht wie ich die 3 jahre 'lücke' erklären soll. bin wirklich hiflos in der hinsicht
ich hab zwischendurch im elterlichen obstbau geholfen und mir über frühjahr/sommer n bisschen geld verdient.
kann ich das im lebenslauf erwähnen? um diese lücke wenigstens 'etwas' zu füllen..

ich werd versuchen meine bewerbung so aussagekräftig wie nur möglich zu formulieren..und beim vorstellungsgespräch mein bestes geben.. vielleicht hab ich dann, wenn auch nur, ne geringe chance


hm.. würde mich über ein paar worte sehr freuen..
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  #2  
Alt 22.07.2008, 07:19
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Ich kann nicht sagen, was du machen sollst, ich kann nur sagen, was ich machen würde:

ich würde auf jeden Fall nicht als Hilfsarbeiter jobben.

Da verdienst du nichts, da lernst du nichts, da giltst du nichts.
Und mit spätestens 35 bist du abgearbeitet und reif für die Invalidenrente.
Nur: die Invalienrente ist weitestgehend abgeschafft, kannst dann schauen, wo du bleibst.

Du bist jung, dein Job ist es, zu lernen.

Deine Eltern haben offensichtlich einen Obstbau, sind Unternehmer und führen einen Betrieb. Richtig?

Ich gehe davon aus, dass du dort einen gärtnerischen Beruf erlernen könntest: dann würde ich diese Chance auch nutzen. Wenn eine Ausbildung im elterlichen Betrieb nicht in Frage kommt, sollen deine Eltern ihre Beziehungen spielen lassen. Vitamin B (-eziehung) ist immer gut .

Wenn es zu spät sein sollte, weil die Lehrstellen alle vergeben sind, heisst das nicht, dass du jetzt in Verzweiflung zu Hause hocken musst. Lernen kann man auch im Rahmen von Praktika oder im Rahmen eines Volontariats.

Deine Eltern könnten mit dir auch einen Lehrvertrag machen, dich an der Berufsschule anmelden und dann kann man immer noch auf Suche nach einem geeigneten Lehrbetrieb gehen, wo man die Lehre fortsetzt.

Man muss einfach mal über seinen Tellerrand schauen. Gibt's in deiner Nähe Winzereibetriebe? Das kann nicht falsch sein, zu lernen, wie man Wein macht.

(Ich denke da gerade an den Herrn Antwerpes, der selber Wein angebaut hat, den "Kölner Zuckerberg", ein exquisietes Gesöff nach Art der Flendsburger Nordhanglage )

Der Umgang mit deinen Eltern wird vermutlich schwierig sein, ich gehe davon aus, dass deine Eltern "dominant" sind. Du musst dann auch lernen, mit sowas umzugehen.
__________________
Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter.
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  #3  
Alt 30.07.2008, 21:50
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HI

Als Hilfsarbeiter zu arbeiten würde sich meiner Meinung nach höchstens rentieren, wenn du in diesem Branchenbereich weiter machen willst. In einem Lebenslauf bringt es dir aber eher weniger, wenn darin steht, dass du als Lagerhilfsarbeiter oder so was gearbeitet hast wenn du hinterher Schreiner werden willst (nur als Beispiel)
Auf der anderen Seite verstehe ich dich auch, wenn du sagst du willst einfach mal was tun, ohne gleich maßlos überfordert zu sein und dich selbst und den Umgang mit den Menschen um dich rum wieder zu lernen und dein Selbstwertgefühl zu stärken. - Nur ob du das mit einem Hilfsarbeiterjob tust, das wage ich zu bezweifeln.

Ich selbst werde ständig mit Menschen wie dir konfrontiert. Nicht aus meinem Beruf heraus (ich bin Sozilapädagogin) allerdings mein Mann ist unter anderem Personalmanager eines Betriebes mit 120 Mitarbeitern aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen, Ländern und Religionen und ich muss sagen, es gibt viele Menschen so wie dich (so wie ich dich einschätze was du schriebst) die in diesem Betrieb eine "Familie" gefunden haben und denen alleine schon geholfen ist, dass sie wissen sie sind nicht alleine und auch der "Chef" versteht es mit dem Individuum umzugehen das bei ihm arbeitet.

Vielleicht wäre es einfach für dich wichtig, viele viele Bewerbungen zu schreiben und in Vorstellungsgesprächen so viel wie Möglich Wahrheit preis zu geben und dann zu schauen wie dein potenzieller Arbeitgeber reagiert. Wenn er dich nicht will weil du offen bist, dann krigst du nie das Verständnis, das vielleicht genau du gerade brauchst.
Jeder Job kann schön sein, wenn er einfach Spaß macht und man ein Teil des Ganzen ist.

Du solltest nun eben aussortieren was dir Spaß machen würde, das erreichst du vor allem mit vielen Praktika in ganz unterschiedlichen Bereichen. (Auf die paar Monate kommt´s ja auch nicht mehr an

Allerdings solltest du daran dneken, das was du nun anfängst wirst du noch lange machen müssen - denn bis zur Rente ist es noch ein Weilchen - also überlege es dir gut!!!
__________________
Greetz

Dogma

Es gibt zwei Möglichkeiten, Karriere zu machen: Entweder leistet man wirklich etwas, oder man behauptet, etwas zu leisten. Ich rate zur ersten Methode, denn hier ist die Konkurrenz bei weitem nicht so groß.
Danny Kaye
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