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#1
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| Hallo, ich bin Erzieher 29 jahre mit einer Deutsch/Polnischen Statsburgerschaft. Nu haben wir grad EM, als mein Arbeitskollege von mir hört das ich NICHT den deutschen beim Fussball die Daumen drücke, bekomme ich SMS mit meiner Meinung nach faschistischen Inhalten: "was willst du eigentlich in diesem Land", " Ist das normal dass ihr das immer noch nicht verkraftet habt? Ihr schlaft halt immer wenn wir kommen." Da war meine Antwort "???", zurück bekamm ich "Na ab 5.45 beginnen wir normalerweise zu spielen" Ich möchte mir das nicht bieten lassen, zwar fühl ich mich nicht als Pole (bin seit 21 Jahren in der BRD), finde aber so etwas hat weder was in der Arbeit noch in diesem Land zu suchen! Nu meine frage: Wie sollten konkret meine Schritte jetzt aussehen? Was für möglichkeiten habe ich jetzt? Eigentlich möche ich mit so einer Person nicht mehr zusammenarbeiten, meinen Job deswegen aufgeben aber auch nicht! Würde mich über konkrete Antworten wirklich freuen. MFG Martin |
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#2
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| Ich weiß auch keinen richtigen Rat, aber wenn du nachweislich belegen kannst, von wem diese SMS ist bzw. war, dann kann dir vielleicht auch nur ein Anwalt helfen.(Ich weiß, dass das gleich die harten Geschütze sind, aber manchmal langt eine Unterlassungsklage gegen so was.) Weiß ja nicht, wie der Kontakt zum Vorgesetzten ist? Wer hat den besseren? Vielleicht mal ihn darauf ansprechen. Es ist traurig, wie manche Leute drauf sind. Vor allem sind es dann meistens auch noch solche, die nicht wissen was das für eine Zeit war. Ich bin froh, dass ich damals noch nicht gelebt habe. Mir haben die Tatsachenberichte von Zeitzeugen gelangt. Ich will nicht sagen, dass ich mich mit jedem Ausländer verstehe. Da gibtes auch welche, die sich daneben benehmen und die meide ich einfach. Aber ansonsten komme ich gut mit denen aus. Kenne sogar einige als Freunde. Gehe zu deinen Freunden und lass solche Menschen einfach links liegen, die sind es nicht Wert...
__________________ Wer nichts macht, dem unterlaufen auch keine Fehler!!! |
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#3
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| Du hast das Recht, Fan einer Fussballmannschaft zu sein, und wenn die polnische Mannschaft dein Favorit ist, dann ist das völlig in Ordnung. Wenn du aber mehr oder weniger öffentlich ein Bekenntnis für eine "gegnerische" Mannschaft ablegst, musst du damit rechnen, angepöbelt zu werden und damit musst du auch umgehen können. Mal ein Beispiel: Wenn Frankfurt und Offenbach gegeneinander spielen, und du stellst dich in die Gruppe der Frankfurter Fans und jubelst, wenn die Offenbacher ein Tor schiessen, dann musst du dich nicht wundern, wenn die Frankfurter sich darüber nicht freuen. In Deutschland ist es üblich und chic, alles was gesagt wird, braun anzustreichen und auch so zu interpretieren. Wenn der deutsche Bundeskanzler auf's Klo geht und einen Pfurz lässt, dann kann der Kanzler nur ein Nazi sein, denn der Adolf hat das ja genauso gemacht, auf Klo zu gehen und zu pfurzen. Von der Politik wird in unverantwortlicher Weise toleriert, dass Deutsche und Deutschland in unerträgliche Nazi-Nähe gerückt werden, das haben wir in Ludwigshafen gesehen, wo ein von Türken bewohntes Haus abgebrannt ist und wo öffentlich und ungestraft behauptet werden durfte, dass Nazis am Werk gewesen wären. Alternative Möglichkeiten wie Kinder, die mit Feuer spielen oder ein Versicherungsbetrug, sind politisch nicht korrekt und unerwünscht. Du hast die polnische Staatsbürgerschaft, damit bist du auch Pole und somit in gewisser Weise trotz deutscher Staatsbürgerschaft ein Ausländer. Damit verfügst du über eine enorme Macht. Du hast die Macht, jeden Deutschen sofort total zu ruinieren. Es genügt eine Anzeige nach § 130 StGB (Volksverhetzung). Dein Kollege verliert sofort den Arbeitsplatz, eine Verurteilung ist so gut wie sicher, ein Freispruch ist so gut wie unmöglich, denn kein Richter wird sich dem Verdacht ausetzen wollen, freundlich zu nazis zu sein. Strafe und Kosten: mehrere tausend Euro. Ich habe Kenntnis vion einem Verfahren, das bereits seit 5 Jahren läuft, in dem Akten verschwinden und irgendwann wieder auftauchen, in dem Akten dem Gericht nicht vorliegen und Prozesstage platzen und die Zeugen, die den Prozess angeleiert haben, eigenmächtig nicht zum Prozess erscheinen: Hauptakteur in diesem Schmierentheater ist eine Polizistin mit Migrationshintergrund, eine gute Muslima (!), die sich an den Vorfall inzwischen nicht mehr erinnern kann und sich auf ein Schmierblatt ("Gedächnisprotokoll") stützt. Das verfahren ist aber trotz dieser skandalösen Zustände noch nicht eingestellt, offensichtlich will man den Angeklagten verurteilen, weil sonst nämlich der Gerichtskostenposten der Staatskasse zufällt. ![]() Du kannst natürlich so ein Fass aufmachen, solltest dir aber gut überlegen, ob du für deine Mitmenschen dann noch akzeptabel und erträglich bist. Denn wer will mit dir sprechen, wenn er eine Anzeige riskiert, sobald er etwas sagt, was dir nicht gefällt?
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#4
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| Wenn du aber mehr oder weniger öffentlich ein Bekenntnis für eine "gegnerische" Mannschaft ablegst, musst du damit rechnen, angepöbelt zu werden und damit musst du auch umgehen können. Nur weil man sagt ich halte auf diese Manschaft und nicht auf die andere, muss ich mir solche Sprüche gefallen lassen? Also ich finde die auch schon bisschen mehr wie nur Juxgepöpel! Oder ich versteh die ganze Sache einfach nicht!
__________________ Wer nichts macht, dem unterlaufen auch keine Fehler!!! |
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#5
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| Tine, Fussballfans sind nicht gerade dafür berühmt, rücksichtsvoll zu sein und hochgeistige Gespräche zu führen. Da wird verbal und auch tatsächlich ordentlich zugetreten.... Wenn da jeder zum Richter läuft und sich beschwert, dieser oder jener habe dieses oder jenes gesagt, und jetzt müssten Strafen verhängt werden, dann müsste in jeder Stadt mit einem Fussballplatz ein zehnstöckiges Gerichtsgebäude neu gebaut werden und neues Richterpersonal eingestellt werden. Druss 78 fühlt sich durch die Sprüche natürlich stark gekränkt, aber er muss sich selber die Frage beantworten, warum das so ist. Ich gehe davon aus, dass Druss sich als Pole herabgewürdigt fühlt. Dazu besteht aber kein Grund, denn die deutsche und die polnische Geschichte sind eng miteinander verzahnt. Man sollte wissen, dass Preussen aus einem Herzogtum, einem polnischen Lehen (!) entstanden ist, dass also die Wurzeln Deutschlands, so wie wir es heute kennen, eigentlich in Polen liegen. Ich verweise hier auch mal auf August den Starken, polnischer König. Wenn es hier zwischenmenschliche Probleme gibt, dann liegen die vor allem in historischer Unkenntnis der Dinge und Verhältnisse, und Druss sollte als Erzieher in der Lage sein, das Problem mit pädagogischen und nicht mit juristischen Mitteln zu lösen.
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#6
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| Irgendwo hast du Recht, nonte. Aber wieso darf ich nicht meine Meinung frei äußern ohne gleich Kritik zu ernten. Grob zusammen gefasst ist das so. Ich bin neben einem Fußballplatz groß geworden, habe ab und an auch in meiner Freizeit gekickt und kenne so einiges, aber eigentlich nicht so (rasistisch). Ich bin Deutshe und hätte mich aber ehrlich gesagt gefreut, wenn Deutschland es gestern Abend nicht geschafft hätte. Vielleicht bin ich auch einige von wenigen Frauen, die weiß was Abseits ist, egal ob passiv oder aktiv. Also ziehe ich als Schlussstrich, dass in Deutschland keine Meinungsfreiheit ist ohne angepöpelt zu werden.
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#7
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| Warum sollte Druss noch Geld dafür ausgeben, nur weil dieser Arbeitskollege es nicht schafft, vorm Denken sein Gehirn einzuschalten? Diesen Arbeitskollegen hätte ich per SMS überhaupt nicht geantwortet, sondern ihn beim nächsten Zusammentreffen zur Rede gestellt. Von so etwas lässt man sich doch nicht einschüchtern, da gibt man Kontra. Wenns wirklich ausartet kann man sich immer noch überlegen, rechtlich dagegen vorzugehen.
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. |
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#8
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| Zitat:
Hier wird doch alles in braune Sosse getaucht und nach dem Motto verfahren, dass die Gnade der späten Geburt keine Entnazifizierung bedeutet. Wir müssen uns nur mal das beschämende Beispiel des Ermyas M. Fall Ermyas: Die Freisprüche sind kein Grund zur Entwarnung | Nachrichten auf ZEIT online ansehen, wo die Behörden Vorverurteilungen vorgenommen und die Rechte Angeklagter mit Füssen getreten haben. Und Kritik darf man nicht üben, sonst kriegt man mit dem § 130 StGB das Maul gestopft.
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#9
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| Ich würde ihn direkt nochmal ansprechen und auch das Thema Ausländerfeindlichkeit ansprechen. Manchmal denken sich die Leute wenig dabei und meinen es nicht so, wie es bei einem selber ankommt. Sollte er weiter machen, würde ich den Vorgesetzten ansprechen und ein 6-Augen-Gespräch suchen. Und wenn dies auch nichts bringt - über Personalrat ggf. eine Abmahnung des Kollegen erwirken. Denn man sollte nicht nur gut spielen können, sondern auch vorher gut überlegen !! :-) |
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#10
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| Zitat:
Glaubst du, Druss' Vorgesetzte haben Lust und Zeit, sich mit solchen Geschichten zu befassen? Wenn Druss sich als verfolgte Minderheit präsentiert und den Arbeitgeber vielleicht auch noch zwingt, sich von einem Mitarbeiter zu trennen, kann der Schuss nach hinten losgehen. Wenn die da auf einmal einen selbsternannten Polit- und Moraloffizier sitzen haben und sich ständig rechtfertigen müssen, dann hat Druss sich bald selber wegrationalisiert. Das macht nämlich kein Arbeitgeber mit.
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