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#1
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| Hallo Eauvive, habe gerade mit Interesse und Vergnügen den zweiten Teil Deines Personalertagebuchs gelesen. Die Bewerbungsberater-Branche muss ja auch von irgendwas leben.Wenn erst einmal jeder ein Bewerbungsbuch im Schrank und jeder, der bereit ist, dafür Geld auszugeben, einen Profi mit der Gestaltung der Unterlagen beauftragt hat, dann muss man sich etwas einfallen lassen, um denselben Leuten ein neues Buch oder die nächste Dienstleistung verkaufen zu können. Da kam erst die "Dritte Seite" mit fachlichen Zusatzinfos oder Zusammenfassungen (die m.E. in manchen Fällen durchaus Sinn macht), dann musste unbedingt ein Deckblatt auf den Lebenslauf - mit Dingen, die vorher auf die erste Seite desselben passten, und nun lese ich immer wieder von der Motivationsseite in Form dessen, was Du treffend Laienphilosophie genannt hast. Und immer wieder glauben Kandidaten, sie könnten eine Arbeitsstelle erhalten, wenn nur ihre Mappe im dicken Stapel optisch auffällt. Ich möchte Dir nicht in Dein Tagebuch kritzeln, weshalb ich einen neuen Thread aufgemacht habe, denn ich habe Fragen dazu. edit ... das ist eine gute Idee. In der Hoffnung dass uns Eauvive noch mehr vom täglichen Wahnsinn auf der anderen Seite des Tisches berichten wird, bitte ich darum diesbezügliche Kommentare und Fragen hier zu posten. Wolf Was hälst Du von Bewerbungs-Flyern (einer der neueren Modeerscheinungen auf dem Bewerbungsmarkt)? Und was hälst Du bei Papierbewerbungen (die manche Unternehmen weiterhin anfordern) von irgendwie gebundenen Bewerbungsbroschüren? Oder nehme ich da jetzt was vorweg, das ich natürlich viel lieber in der amüsanten Form Deines Tagebuchs lesen möchte? Wenn Du dazu etwas geplant hast, dann gedulde ich mich lieber, um die Antwort zu bekommen. Zitat:
Zitat:
Oder würdest Du empfehlen, zu jeder Station des Werdegangs die Unternehmensgröße als Info dazu zu schreiben? Wie sollte man das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer internationalen Ausrichtung vermerken? Das sind Angaben, die ich bei Durchsicht der Bewerbungen anderer im Zweifel den Zeugnissen entnommen habe. Empfiehlst Du einen Hinweis im Lebenslauf? Und wie sollte man die Unternehmensmentalität darstellen?
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. Geändert von derWolf (27.04.2010 um 10:53 Uhr) |
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#2
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Nochmal Amen. Zitat:
Zitat:
Wenn ich z.B. im Printumfeld - sei das jetzt als Drucker oder Designer oder Werbefachkeks - unterwegs bin, sicherlich ganz weit vorn. Vergleichbar mit dem von mir gern erzählten Bewerbungspuzzle, das eine Kindergärtnerin gebastelt hat. In der klassischen Industrie halte ich es für hinderlich. Ich kann nicht alle für mich wichtigen Informationen entnehmen, das macht mir Mehrarbeit. Ich kann das Ding auch nicht wie normale Unterlagen später zu den Akten des Mitarbeiters packen, dazu muss ich die eigentlichen Unterlagen anfordern. Insofern - inhaltlich absolut griffig aufgemacht eine Alternative zu Initativbewerbungen, die ich aber mit gemischen Erfolgsaussichten sehe. Insbesondere wenn die besagten "subjektiven" Stichwortlisten auftauchen, in denen nicht steht, was der Bewerber gemacht hat sondern vielmehr, was er zu können glaubt. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Grundsätzlich gehören für mich in einen wirklich gut strukturierten Lebenslauf Angaben zu: Unternehmensgröße Produktportfolio bzw. Kerngeschäft des Unternehmens Bei Führungskräften Angaben zu den geführten Mitarbeitern und zum verantworteten Budget und ggf. die Berichtslinie Und selbstverständlich eine ordentliche Tätigkeitsbeschreibung zu jeder Position. Internationalität kann entweder aus dem Unternehmen selbst hervorgehen (US-Amerikanische Mutter z.B.) oder eben aus den Tätigkeitsbeschreibungen. Wenn ich regelmäßig Lieferanten weltweit koordiniere, muss ich das eben reinschreiben. "Koordination von Lieferanten" heißt für mich sonst erst mal, dass es nur deutschsprachige waren. Zitat:
Das ergibt sich aus der Unternehmensgröße, der Internationalität, insbesondere ggf. der Muttergesellschaft und der Branchenausrichtung. In einem US-Amerikanischen Konzern zum Beispiel weht in der Regel ein relativ ellbogenlastiger, hire-and-fire-tendenzieller Wind. Die Mitarbeiter sind sehr flexibel, dynamisch aber auch nicht sehr loyal, weil die Unternehmen es auch seltenst sind.
__________________ All mankind is divided into three classes. Those that are immovable, those that are movable, and those that move. |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu Eauvive für den nützlichen Beitrag: | ||
Melete (25.04.2010) | ||
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#3
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| Hallo Eauvive Deine beruflichen Erfahrungen decken sich eigentlich mit meinen Vorstellungen von den Abläufen in einem Personalbüro und es wäre auch absurd, den Personalern jede Entscheidungsbefugnis abzusprechen, denn wo bliebe dann die Arbeitserleichterung für den Arbeitgeber?! Dennoch eine Anmerkung hierzu Zitat:
Mit dem Nicht-Bewerben in wenig bis gar nicht aussichtsreichen B/C/Häh-Fällen ist das allerdings so eine Sache. Viele sind von Amts wegen genötigt sich auf Stellen zu bewerben, für die man wenig eignet ist oder die man schlicht nicht haben will. Der Gesetzgeber hat dafür gesorgt, dass auch der Bewerber nicht ehrlich sein darf. Wie du so schön sagst. C’est la vie
__________________ ______________________ schöne Grüße wombat Für jene die von Quantität auf Qualität schließen. Die Anzahl meiner Beiträge resultiert nur aus meinem zwanghaften Drang meine höchst persönliche, fachlich unbeleckte, bemüht vernünftige aber möglicherweise falsche Meinung zum Besten zu geben. Zögert also nicht, euch Rat von Experten zu holen, die dafür dann (hoffentlich) auch geradestehen. Ich gehöre nicht zu dieser Elite und tue letzteres auch nicht. Geändert von wombat (25.04.2010 um 20:29 Uhr) |
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#4
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| Ich entschuldige mich schon einmal für die Verzögerung - ich hatte den Beitrag noch im Originalpost gesehen, dann war er weg und ich konnte es mir nicht erklären und dachte schon, ich haluziniere. Zitat:
Über die benannte Problematik bin ich mir voll und ganz im Klaren und denke, das wäre ein anderes, eigenes Thema: "Wie gehe ich mit Zwangsbewerbungen um" - sowohl als Bewerber als auch als Personaler, denn die schlagen ja in diesen Fällen ebenso die Hände über dem Kopf zusammen, wenn Bewerbungen offensichtlichst nicht ernst gemeint sein können. Denn bearbeitet resp. verwaltet müssen sie dennoch werden. Andrerseits erlebe ich es durchaus so, dass auch Bewerber die nicht die Arbeitsagentur im Nacken haben, eine erstaunliche "Flexibilität" in Sachen Bewerbung an den Tag legen. Das beginnt mit "naja, 50% passt, versuchen wir es doch mal" und endet mit indischen und chinesischen Absolventen (wertungsfrei, es SIND zu 80% indische und chinesische...) die sich auf Geschäftsführungspositionen bei großen Mittelständlern bewerben, wenn die Anzeigenschaltung bilingual oder gleich auf Englisch stattfindet. Das sind durchaus Realitäten. Gruß
__________________ All mankind is divided into three classes. Those that are immovable, those that are movable, and those that move. |
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#5
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| Zitat:
![]() Zitat:
![]() Klappt aber ab und an
__________________ ______________________ schöne Grüße wombat Für jene die von Quantität auf Qualität schließen. Die Anzahl meiner Beiträge resultiert nur aus meinem zwanghaften Drang meine höchst persönliche, fachlich unbeleckte, bemüht vernünftige aber möglicherweise falsche Meinung zum Besten zu geben. Zögert also nicht, euch Rat von Experten zu holen, die dafür dann (hoffentlich) auch geradestehen. Ich gehöre nicht zu dieser Elite und tue letzteres auch nicht. |
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