Gehalt - Dipl. Ing.
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Gehalt - Dipl. Ing.

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  #1  
Alt 09.07.2010, 23:59
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Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt, m, arbeite seit 4 Jahren. Seit gut 2 Jahren bei einer großen Metall/Anlagenbaufirma und bin dort Führungskraft von 5 Mitarbeiter (alles Techniker). Mien Gehalt stieg seit 2 Jahren von 3350,- auf 3750,- Brutto bei 13,5 Monatsgehältern (35Std Woche). Nun bin ich momentan ein wenig verunsichert, ob ich bei einer anderen Firma nicht evtl. mehr bekommen könnte. Bzw. ich "unterbezahlt" bin.
Geld ist nicht alles - das ist mir klar. Meine Arbeit macht mir super Spass und meine MA sind einfach nur klasse... ICh denke, viele können von diesem Arbeitsklima nur träumen.

Meine Fragen:
a) Ist mein Gehalt so i.O?
b) Würdet ihr mehr verlangen? und wenn ja wie?
c) Würdet ihr nach gut 2 Jahren über einen Jobwechsel nachdenken?

Vielen Dank!
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  #2  
Alt 10.07.2010, 11:49
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Standard AW: Gehalt - Dipl. Ing.

Zitat:
ich bin 29 Jahre alt, m, arbeite seit 4 Jahren. Seit gut 2 Jahren bei einer großen Metall/Anlagenbaufirma
Zitat:
c) Würdet ihr nach gut 2 Jahren über einen Jobwechsel nachdenken?
Nein.

Dann hättest Du binnen 5 Jahren den dritten Arbeitgeber. Das kommt gar nicht gut, vor allem wenn der Grund darin besteht, dass Du woanders vielleicht doch noch etwas mehr verdienen könntest. In einem Bewerbungsgespräch würde das den Eindruck hinterlassen, Du seist jemand, der schnell unzufrieden ist und dann das Weite sucht.

Zitat:
Mien Gehalt stieg seit 2 Jahren von 3350,- auf 3750,- Brutto bei 13,5 Monatsgehältern (35Std Woche).
Das ist eine Steigerung von ca. 12 % in diesen zwei Jahren. Das ist ordentlich.

Zitat:
Nun bin ich momentan ein wenig verunsichert, ob ich bei einer anderen Firma nicht evtl. mehr bekommen könnte. Bzw. ich "unterbezahlt" bin.
Geld ist nicht alles - das ist mir klar.
Gibt es bei Euch einen Tarifvertrag? Bist Du da korrekt eingestuft? Ist es in dem Unternehmen üblich, übertariflich zu zahlen?

So kannst Du womöglich ungefähr feststellen, ob Du ihm Rahmen des Unternehmens, in dem Du jetzt tätig bist, gehaltlich am üblichen Fleck stehst.

Von Gehaltsschecks im Internet halte ich übrigens nicht allzu viel. I.d.R. sind sie mit Dienstleistungen rund um einen Jobwechsel verbunden (Jobbörse, Bewerbungstipps, Coaching etc.). Da liegt es nahe, dass meistens herauskommt, man könne woanders erheblich mehr bekommen.

Dieses Angebot hier wird wissenschaftlich betreut vom WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung und ist nicht mit entsprechenden Dienstleistungen verquickt:

Lohnspiegel.de - Lohn- und Gehalts- Check

Bei einem Bewerbungsgespräch werden Kandidaten fast immer nach ihrem derzeitigen Gehalt gefragt. Mehr als maximal 20 % Steigerung lässt sich fast nie erzielen - brutto versteht sich.

Auch wenn Dein Gehalt jetzt vergleichsweise zu niedrig sein sollte, lässt sich auf diese Weise nicht unbedingt ein Unterschied erzielen, der Dir angesichts Deiner jetzt offenbar sehr guten Arbeitsbedingungen einen gewaltigen Mehrwert bringt.

Meinem Eindruck nach (bin im Bereich Ingenieurberufe keine Spezialistin) könntest Du durchaus einzelne Hunderter mehr bekommen. Das macht dann netto vielleicht 200 € aus.

Zitat:
Meine Arbeit macht mir super Spass und meine MA sind einfach nur klasse... ICh denke, viele können von diesem Arbeitsklima nur träumen.
Zitat:
b) Würdet ihr mehr verlangen? und wenn ja wie?
Indem Du mit Deinen Arbeitserfolgen argumentierst. Alles andere ist i.d.R. ungeeignet. Ich würde Dir ggf. auf jeden Fall empfehlen, über Dein Gehalt mit Deinem jetzigen Arbeitgeber zu sprechen und mit einem Wechsel noch deutlich zu warten.

Deine bisherigen Gehaltssteigerungen dort lassen nicht darauf schließen, dass man Dich gehaltlich an einer Stelle festrosten lassen will.

Karrieretechnisch ist es jetzt empfehlenswert für Dich, einige Jahre in einem Unternehmen zu bleiben und Dich dort intern weiterzuentwickeln.

Gehaltssteigerungen sind überhaupt im Laufe des Berufslebens durch Arbeitgeberwechsel ganz schwer zu planen. Eines Tages landet jemand bei einem Arbeitgeber, der Pleite macht, muss sich unter Druck um einen neuen Arbeitsplatz bemühen oder gar aus Arbeitslosigkeit heraus bewerben und - wupps - sind die Steigerungen durch die letzten ein oder zwei Arbeitgeberwechsel wieder negativ kompensiert.

Noch wahrscheinlicher ist es, dass sich eines Tages eine Arbeitsstelle als ziemlich unerträglich entpuppt. Wohl dem, der sich dann einen recht baldigen Wechsel leisten kann, weil er nicht schon einen Job-Hopper-Lebenslauf hat, der andere Arbeitgeber zu der Überzeugung bringt, er sei ein unsteter Kandidat.

Mein Tipp: Achte vor allem darauf, dass Du Dich von den beruflichen Aufgaben her positiv entwickelst. Solange Du nicht gehaltlich festrostest, kannst Du so mit Sicherheit langfristig auch finanziell größeren Erfolg erzielen.
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Geändert von Melete (10.07.2010 um 11:54 Uhr)
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  #3  
Alt 10.07.2010, 12:13
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kleiner scherz am rande.. bitte nicht ernst nehmen.. wenn dir das zu wenig ist, ich nehms gerne

sorry, eine qualifizierte antwort kommt von mir nicht, da ich mich in den gehältern nicht auskenne, aber das konnte ich mir grade nicht verkneifen
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  #4  
Alt 10.07.2010, 12:20
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hallo, ich komme aus der metall branche.

Dein Gehalt bewegt sich im grünen bereich eines dipl ing. könnte vielleicht mehr sein aber dien abreitgeber steigert ja deinen Lohn umso mehr du in betrieb bist und mehr erfahrungen sammelst.

Wenn du dich da pudelwohl fühlst und alles passt kann ich dir nur von einem wechsel deines arbeitsplatzes abraten. wie mein vorredner schon sagt kannst du ziemlich auf die klappe fallen und einen sehr schlechten arbeitsplatz bekommen.
Zudem arbeitest du noch in einer 35 Std. woche was ziemlich super ist, die meisten firmen arbeiten zwischen 37 - 40 wochen std.

Ich würde also nicht wirklich drüber nachdenken die firma zu wechseln sondern in der firma bleiben, Wie schon gesagt wurde sieht es halt besser aus wenn du mehrere jahre in einen betrieb bist.
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  #5  
Alt 10.07.2010, 20:31
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Ich werde versuchen intern weiter in der Potentialkanditatsauswahl hochzukommen.
Ich spiele ebenso mit dem Gedanken einen Master of Eng. auf mein Diplom zu setzen. Was meint ihr dazu? Wenn nicht jetzt - dann nie, denke ich...
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  #6  
Alt 11.07.2010, 08:04
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Standard AW: Gehalt - Dipl. Ing.

Einen AG wechselt man ja nicht gerade wie ein Hemd wegen ein paar Euros - so wie in gewissen anderen Dingen ebenso
Beständigkeit und Treue Vorrang haben sollten.
Es müssten sich schon gravierende Aspekte ergeben, wolle man das mit Überlegung und unter Abwägung dann dann doch machen.
Viele Dipl. Ingeniueure sind leider unterbezahlt und werden oft nicht einmal als Dipl. Ingenieur eingestellt, sondern von AG
als allgemein gute Kräfte in der Gehaltsklasse eines Meisters mit etwa 800 Euro netto weniger als derzeit bei dir bezahlt.
Was sollen diejenigen auch dagegen machen - gilt es doch nach Studium erst mal einen Arbeitsplatz überhaupt zu finden.
Hat man dann zudem Familie- kann man oft gar nicht mehr nur wegen der persönlichen Karriere das Arbeitsfeld wechseln, sondern muss vorerst da bleiben wo man ist.


Vergiss nicht, dass es ausser einer erfüllten Arbeitswelt und Geld auch noch was anderes im Leben gibt

Gruss

wellen
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Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande.
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  #7  
Alt 19.07.2010, 14:08
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Zitat:
Ich spiele ebenso mit dem Gedanken einen Master of Eng. auf mein Diplom zu setzen.
Das wäre doch aber kein Fortschritt? Der Master ersetzt nach der Hochschulreform das Diplom. Nach den "Ländergemeinsamen Strukturvorgaben/Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10. Oktober 2003" (Fassung vom 18. September 2008 ) ist bei einem Masterstudiengang ein hohes fachliches und wissenschaftliches Niveau zu gewährleisten, das mindestens dem der eingeführten Diplomabschlüsse entsprechen muss.

Du könntest einen Weiterqualifizierungslehrgang besuchen, siehe z.B. hier unter => "Tätigkeit" und => "Weiterbildung":

Ingenieur/in - Maschinenbau (allgemeiner Maschinenbau) - BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden

Sollte ich nicht den richtigen Ing. rausgesucht haben: Im BerufeNet gibt's noch mehr.

Ob und welche Aufbaustudiengänge es für Diplom-Ingenieure gibt, weiß ich leider nicht.

Wenn Du Dich z.B. betriebswirtschaftlich weiterbilden willst, gibt es Master-Studiengänge, welche Du dafür auf einen Dipl.-Ing. aufsetzen könntest.

Zitat:
Was meint ihr dazu?
Eine Weiterbildung ist grundsätzlich eine gute Idee.

Zitat:
Wenn nicht jetzt - dann nie, denke ich...
Du hast noch mindestens 38 Berufsjahre vor Dir. Da wirst Du Dich noch viel weiterbilden müssen - gerade in einem Ingenieur-Beruf.
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