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#1
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| Hallo ihr Lieben, ich bräuchte mal eure Hilfe. Hatte am Freitag ein Vorstellungsgespräch für einen Teilzeitjob im Büro. Die Gehaltsvorstellungen gingen - wie es meistens ist - leicht auseinander. Konkret wollen die mir 50 Euro weniger zahlen als ich haben möchte. Manche wird jetzt denken das sind kinkerlitzchen, ABER: Ich beziehe im Moment Hartz 4. Als Teilzeitgehalt hatte ich 800 Euro Brutto angegeben. Der AG möchte aber nur 750 Euro brutto zahlen. Das ergibt laut netto-Rechner ein Nettogehalt von 593,nochwas. Wenn ich davon meine Miete und die Fahrtkosten abziehe habe ich weniger raus als die 359 Euro die ich im Moment (ohne Miete) vom Amt beziehe. Bei 800 Euro brutto hätte ich immerhin ein plus von ungefähr 20 Euro. Nun würde ich gerne wissen ob es sich lohnt um die 50 Euro zu pokern (also sprich denen zu sagen gebt mir 800 oder ich mach den Job nicht)? Ausser mir ist nur noch eine Mitbewerberin im rennen, deren Gehaltsvorstellung kenne ich selbststverständlich nicht. Dazu kommt noch dass die Stelle früher oder später zu einer Vollzeitstelle ausgebaut werden soll, dann wäre die hin und her rechnerei sowieso überfällig. Allerdings weiss ich nicht wann das sein wird, in einem halben Jahr, in einem Jahr oder vielleicht ist es ja auch nur Gerede vom AG?! Was meint ihr? Geändert von Scarlett (13.11.2010 um 13:55 Uhr) |
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#2
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| Es gibt in deinem Beitrag zwei unumstössliche Kernsätze: Zitat:
Zitat:
Das weiss auch der Arbeitgeber. Warum soll der dir mehr zahlen als er muss? Wenn du die Arbeit ablehnst, macht der eine Meldung an die Arge, dann bist du drei Monate lang sanktioniert. Du darfst auch keine Betrachtungen darüber anstellen, ob sich eine Arbeit im Vergleich zu Hartz IV lohnt oder nicht. Es geht darum, dass Hilfebedürftige ihren Lebensunterhalt selber verdienen und so die öffentliche Hand entlasten. Mit anderen Worten: du hast garnicht das Potential und den Spielraum für Lohnverhandlungen. Egal, was man dir anbietet: du hast zu akzeptieren, solange es nicht sittenwirdrig ist. Wenn der Arbeitgeber der Arge mitteilt, dass ihr euch über den Lohn nicht einig werden konntet, bist du im Eimer. Bei dem Lohn würde ich sowoeso darauf achten, innerhalb des ALG II-Bezuges zu bleiben, dann kannst du nämlich Nebenkostennachforderungen über die Arge abwickeln, und kannst ggf. Darlehen nach § 23 SGB II beantragen. Diese Möglichkeiten stehen einem Nicht-Hilfebedürftigen nicht offen. Du könntest dich über die Tafel versorgen. Das ist ein geldwerter Vorteil, den andere nicht haben. Schau, was du als Hilfebezieher an sonstigen Vergünstigungen hast, z.B. bei der Krankenkasse (Stichwort Zahnbehandlung).
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Ich möchte das auch nicht falsch verstanden wissen! Werde den Job auf jeden Fall annehmen wenn man ihm mir anbietet weil ich unbedingt aus Hartz 4 raus möchte. Also würde ich auch weniger Geld in Kauf nehmen. |