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#1
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| Hallo allerseits, ich arbeite in einem privaten Verkehrsplanungsbüro und kann gerade über mangelnde Arbeit nicht klagen, die Auftragsbücher scheinen voll zu sein. Doch es gibt ein Problm. Die Gehaltszahlungen verzögern sich. Das ist bei dem Büro bisher öfter so gewesen, ein Rückstand von 1-1,5 Monate war meist zu erwarten, daran "gewöhnt" man sich wohl oer übel. Nun ist es aber mittlerweile so, dass sich die Zahlungen weiter verzögern, Fakt ist, ich habe Mitte April 50% meines Februargehalts bekommen. Was kann man da machen? Letzte Woche habe ich erst mal eine Mahnung über das ausstehende Februargehalt geschrieben und auch gleich die Verzugszinsen drauf geschlagen. Gibt es sonst noch weitere Möglichkeiten? Und dann die andere Frage, grenzt das nicht schon fast an Insolvenz? Grüße und Dank toe |
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#2
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| Das zeigt zunächst nur an, dass offensichtlich die Kunden des Unternehmens schlecht zahlen. Und wenn verzögerte Lohnzahlung eine liebgewonnene Angewohnheit des Arbeitgebers ist, warum soll er das Spiel nicht ausreizen? Die Kernfrage aber ist: findest so schnell einen anderen Arbeitsplatz, wenn du selber kündigst, oder bist du dort sozusagen festgenagelt? Du solltest ein offenes und ehrliches Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, es gibt Instrumente der Agentur für Arbeit, die geeignet sind, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen unter einen Hut zu bringen, ich denke da z.B. an die Kurzarbeit, die gerade optimiert wurde.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Danke für die Antwort. Aber ein solches Gespräch gab es neulich erst, alle knapp 15 Mitarbeiter haben sich mit der Geschäftsführung zusammengesetzt und erklärt, dass es von unserer Seite so nicht mehr lange weiter gehen kann. Daraufhin wurde uns das restliche Februargehalt für Ende diesen Monats zugesichert und ein "Gehaltsplan" erstellt, welcher allerdings noch immer 2 Monate Verzug erkennen lässt. Kurzarbeit halte ich nicht für sinnvoll, da die Auftragslage eigentlich die Anstellung weiterer Kräfte erfordert. Grundsätzlich liegt das Problem einerseits sicher an der Zahlungsmoral, andererseits aber auch an einem schlechten Finanzmanagemet und mangeldem Controlling, teilweise erkennbar an den zusätzlichen Krediten, die seitens der Hausbank gegeben werden. Und leider hast du Recht, einen anderen Job findet man so schnell nicht, Kündigungfristen spielen da immer mit rein, aber auch die Frage wie es in anderen Büros ausschaut. |
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#4
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| Zitat:
Das sichert bei Zahlungsschwierigkeiten zumindest vorübergehend die Arbeitsplätze und ermöglicht gegebenenfalls eine halbwegs sozialverträgliche Arbeitssuche. Die Alternative: Knall auf Fall in die Arbeitslosigkeit, ALG I innerhalb von 12 Monaten verbrauchen und dann eine Bruchlandung in ALG II - das wäre sehr wahrscheinlich ein Horrorszenario ... Kurzarbeitergeld gibt es neuerdings zwei Jahre lang , das ist gerade beschlossen werden, die näheren Details müsste man noch in Erfahrung bringen ...
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