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#1
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| Hallo ihr Lieben, ich bin im Moment in einer nicht zufriedenstellenden beruflichen Lage... Erst mal ein wenig zu meinem Background: Ich habe Realschule und Ausbildung sehr gut abgeschlossen. Ich habe mehrere Sprachzertifikate, einige Wochen Auslandspraktikum, Volontariat etc. vorzuweisen. Gegen Ende meiner Ausbildung (habe verkürzt) habe ich natürlich begonnen, mich zu bewerben, da ich in meinem Ausbildungsbetrieb keine Zukunft für mich gesehen habe. Nach etlichen frustrierenden Absagen (nein - es lag nicht an meinen Zeugnissen, dem Eindruck, den ich nach Gesprächen hinterlassen habe: ich sei schlicht und einfach zu jung!!!) habe ich dann meinen Traumjob bei einer Top-Firma bekommen. Für den Job habe ich meine Heimatstadt verlassen und bin eine ganze Ecke weit weg gezogen. Zuerst lief auch alles super. Meine Kollegen sind total nett, Bezahlung gut, Arbeitszeitmodell spitze, Ruf des Unternehmens erste Sahne und die Stelle, die ich bekommen habe, bekommen die wenigsten Leute direkt nach der Ausbildung. Das Problem: ich bin nicht ausgelastet. Meine Aufgaben finde ich toll, das ist es nicht. Es ist nur schlicht und einfach so, dass ich nicht genügend zu tun habe. Es kommt durchaus vor, dass ich ein bis zwei Tage außer Kopieren und Telefondienst nichts zu tun habe. Das ist für mich äußerst frustrierend, da ich schon immer lieber Stress als Langeweile hatte. Vor kurzem hatte ich dann mein Probezeitgespräch. Mein Chef ist zufrieden, möchte meine Anstellung fortsetzen. Tatsächlich überlege ich schon einige Zeit mich wieder zu bewerben, obwohl ich eigentlich nicht von dem Unternehmen wegmöchte. Intern wechseln kommt für mich jedoch auch nicht in Frage - die Gründe wären schwer zu erklären und ich möchte meinen Chef nicht in schlechtes Licht rücken, da ich ihn mag. Die Frage ist nun: Soll ich gehen oder bleiben? Soll ich ein festes Anstellungsverhältnis in einer super Firma mit gutem Verdienst, nettem Team hinschmeißen? Um erneut durch sechs Monate unsichere Probezeit zu gehen? Zu riskieren das Team, Firma und Aufgaben vielleicht doch nicht so gut zu mir passen, wie nach Vorstellungsgespräch und Stellenbeschreibung gedacht? Auch wird es bei eventuellen Vorstellungsgesprächen schwierig sein zu erklären, warum ich nach so kurzer Zeit von DIESER Firma weg möchte. Das ich mich nicht ausgelastet fühle, wird mir kein Mensch glauben. Das Unternehmen ist weithin dafür bekannt, dass es seine Mitarbeiter fordert. Was würdet ihr tun? |
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#2
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| Wenn Du Dich mit Deinem Chef so gut verstehst, warum redest Du nicht einfach mit ihm, ob er nicht noch ein paar kleinere zusätzliche Aufgaben für Dich hat. Vielleicht kannst Du auch anderen Kollegen unter die Arme greifen. Ich mein, wenn das Klima stimmt- dann würd ich bestimmt nicht wechseln!!!
__________________ Wer nichts macht, dem unterlaufen auch keine Fehler!!! |
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giftzwergin (12.07.2007) | ||
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#3
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| Zitat:
Die Alternative würde darin bestehen, dich für zwei oder drei arbeiten zu lassen und dich ab der ersten Arbeitsminute auf dem Grill zu rösten. Man muss das mal erlebt haben, unter Bedingungen zu arbeiten, wo man von einem Brandherd zum anderen spurtet und lodernde Feuer löscht und wo eine evtl. Fehlerkorrektur nicht mehr möglich ist, weil die dafür notwendige Arbeitszeit nicht mehr zur Verfügung steht, z.B. auf Grund pünktlicher Datensicherung im Computerzentrum.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. Geändert von nontestatum (11.07.2007 um 23:07 Uhr) Grund: Korrektur Rechtschreibfehler |
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giftzwergin (12.07.2007) | ||
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#4
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| Suche auf alle Fälle ein Gespräch mit deinem Chef. Da du dich eh mit Ihm gut stellst dürften sich daraus es keine Unstimmigkeiten ergeben. Und was Telefon - und Kopierdienst anbelangt, so nimm es vorerst in Kauf. Keine Ahnung wie lange du schon drin bist aber manchmal hat dies alles auch andere Hintergründe... Bei mir war es einmal ähnlich und nach paar Wochen hat sich das Blatt gewendet...also Kopp hoch... |
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giftzwergin (12.07.2007) | ||
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#5
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| Zitat:
Die Sache ist die, dass bei mir gar nicht erst Sachen auflaufen, die abzuarbeiten sind. Ich habe auch mit meiner Vorgängerin gesprochen, die intern gewechselt hat. Sie meinte, dass sie auf Dauer dort nicht arbeiten könnte, weil sie nicht ausgelastet gewesen wäre (mein Chef hat von einer anderen Abteilung gewechselt - ihr Wechsel stand aber auch schon vorher fest). Von daher gehe ich nicht davon aus, dass sich an der Arbeitsmenge noch viel ändern wird. Ich bin auch bereits vor einigen Wochen auf meinen Chef zugegangen und habe konkrete Vorschläge gemacht, was ich denn noch übernehmen konnte. Leider hat sich aber daraus nichts ergeben, obwohl ich ihn mehrmals darauf angesprochen habe. Ich merke auch schon langsam, dass ich mich deswegen verändere. Ich werde faul! Und das will ich nicht!!! Auch bin ich launischer und habe teilweise Schlafprobleme. Das Ganze geht mir also schon an die Nieren. Ihr meint also, erst mal Augen zu und durch? |
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#6
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| Ich sehe das so: nach geltendem Arbeitsrecht wird eine mittlere Arbeitsleistung erwartet, niemand muss olympiareife Leistungen vollbringen. Im übrigen bestimmt der Arbeitgeber, welche Arbeitsleistung erwartet wird. Wenn der Arbeitgeber - zumindest derzeit - nicht mehr erwartet, dann sollte man sich darüber keine Sorgen machen. Erst dann, wenn das seltsame Formen annimmt und sich ein gewisses Rationalisierungspotential herauskristallisiert, sollte man sich Gedanken machen. Dann muss man sich auch über seine Arbeit Gedanken machen. Wenn man eine hochwertige Arbeit erledigt, dann sind auch mögliche Fehler hochwertig. d.h., der Arbeitgeber tut gut daran, den Mitarbeiter nicht zu überlasten. Wenn der Mitarbeiter 100% hochwertige Arbeit abliefert, dann bedeutet dies, dass der Mitarbeiter einen angemessenen Mehrwert für das Unternehmen generiert. Wenn dabei für den Mitarbeiter ein ungenutzter Spielraum in Form von Zeit entsteht: umso besser. Diese Zeit muss man nicht vertrödeln: vielleicht kann man noch eine Sprache erlernen, für die im Unternehmen Bedarf besteht?
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#7
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| Kann das nicht so nachvollziehen. Wie oben gesagt würde ich das Gespräch suchen und in der Zwischenzeit Online-Sprachkurse oder so machen. Gibt ganz ordenliche und oft kostenlos. |
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#8
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| OK, vielen Dank für eure Meinungen. Das mit dem Online-Sprachkurs ist im Übrigen auch schon im Gange ;o) Macht mir zwar Spaß, kann aber den Arbeitsalltag auch nicht immer retten - auf Dauer ist das auch recht langweilig. Vielleicht erlebe ich ja bald eine wundersame Arbeitsvermehrung - who knows.... |
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