Hilfe bei Mobbing?
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Hilfe bei Mobbing?

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  #1  
Alt 19.03.2006, 14:46
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Frikky befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Hilfe bei Mobbing?


Hallo!

Brauche dringend Rat!
Seit einiger Zeit werde ich in meiner Firma von einigen anderen Mitarbeitern gemobbt. Mir wird von den einigen nicht guten Morgen gesagt, kein Kaffee ausgeschenkt. Das hört sich vielleicht komisch an, aber wenn alle einen bekommen und ich nicht, naja!

Die anderen mit denen ich klarkomme nehmen das auch so hin ohne mich zu unterstützen. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich der neueste und jüngste Mitarbeiter da bin. Ich bin leider auch eher ein ruhiger Typ.

Was kann ich machen damit das ein Ende hat? Um Aussprache bitten?

PS.: Mit meinem Chef verstehe ich mich aber gut. Ich möchte die paar aber auch nicht anschwärtzen.
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  #2  
Alt 20.03.2006, 11:47
Harry
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Standard Re: Hilfe bei Mobbing?

Lass dir das nicht gefallen selbst wenn du noch nicht so lange da bist.
Du sagst denen einfach was du von denen hältst und sagst denen das sie dich mal da ...
können wo die sonne nicht scheint (auf deutsch gesagt doch auf diese leute)


Hallo Harry, bitte sei nicht verärgert, wegen der kleinen Änderung Deines Posts. Dieses Forum soll frei von Ausdrücken und der gleichen bleiben. Vielleicht kannst Du Dich das nächste mal etwas gewählter ausdrücken. Wir danken Dir für Dein Verständnis.

Schöne Grüße Woody
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  #3  
Alt 21.03.2006, 10:36
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Frikky befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Re: Hilfe bei Mobbing?

Habe die nochmal drauf Angesprochen und um Unterlassung gebeten. Sie taten so als wenn ich nicht existiere. Langsam bin ich am überlegen wo anders anzufangen.

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  #4  
Alt 21.03.2006, 10:50
Benutzerbild von Ratgeberin
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Ratgeberin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Re: Hilfe bei Mobbing?

Hallo Frikky,

übles Thema - Mobbing
Wenn alles nichts nützt und Du sogar schon bereit bist, Deinen Job aufzugeben, dann kannst Du die Vorfälle auch bei Deinem Arbeitgeber ansprechen. Bei Körperlichen Angriffen oder Drohungen, auf jeden Fall den oder die jenigen Anzeigen.

Du solltest Dich währen und Dir nicht alles gefallen lassen. Vielleicht mobben Sie Dich auch gerade deswegen, weil Sie es mit Dir machen können.

Gruß Dein Ratgeber
__________________
Liebe Grüße Ratgeberin
http://arbeits-abc.de/

Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT!

Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen.
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  #5  
Alt 28.03.2007, 22:47
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Letizia_66 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Rat und Erfahrung bei Mobbing am Arbeitsplatz

Hallo Frikky,

ich selbst war über 1 Jahr Mobbingbetroffene der übelsten Art, daher kann ich mich sehr gut in Deinen Situation reinversetzen. Bei mir war es meine "netten" Kolleginnen (bin seit über 15 Jahren in der Firma und habe mir nie etwas zu schulden lassen) die letztendlich nach einer Aufgabenneuzuordnung aus Machtgier und Besitzstandswahrung und mangels sozialer Kompetenzen wohl sowas wie eine Konkurrentin in mir sahen - und die musste man mit allen Mitteln loswerden.

Das ganze brachte mir massive gesundheitliche Folgen ein, so dass ich über 7 Monate arbeitsunfähig und 6 Wochen auf Reha war, wo ich mir auch ein "dickes Fell" zugelegt habe.

Mein Abteilungsleiter wusste von den Schikanen und den Vorfällen, ich habe Mobbingtagebuch geführt und hat er aktiv nichts dagegen unternommen. Auf den Schlips fühlte er sich getreten als ich ihn in einem Schreiben vor meinen Zusammenbruch darum bat, Klartext zu reden und mich aus der Schusslinie rauszuholen - da war er wohl etwas überfordert. Der einzige Kommentar den ich jemals von ihn zu hören bekam war "die kriegen sich schon wieder ein".

Eingekriegt habe eigentlich nur ich mich und grenze mich seitdem von den Herrschaften ab, meine süße Kollegin machen leise und hinterhältig weiter. Habe mein Lebensziel überdacht und grenze mich ab - setzt die Prioritäten anders. Seitdem schlafe ich wieder gut. Nochmal den Arbeitgeber einzuschalten ist sinnlos, gegen Führungsschwächen kann man nichts machen, muss man nehmen wie es ist und sich notfalls anderweitig helfen. Ändern kannst Du niemanden, Du kannst nur Deine Einstellung ändern.

Interessant bei Mobbing ist, das es immer einen Anführer gibt, der die anderen Kollegen dann vereinnahmt und Verbündete sucht, was letztendlich nicht dem gemeinnützigen Wohl dient, sondern vorrangig dem persönlichen Ziel. Die Anführer sind Menschen mit massiver Selbstwertproblematik, die "Mitläufer" meistens schwache naive Menschen. Kollegen, mit denen man sich gut verstanden haben ziehen sich von dem Mobbingopfer zurück weil sie oft Schiss haben, selbst attaktiert zu werden.


Was ich Dir raten kann:
1. Mobbingtagebuch führen und Beweise sichern
2. Offen und direkt die Kollegen ansprechen und rauskriegen was sie letztendlich "verstimmt" (oft ist es nur eine Mißverständnis)
3. In einem ruhigen sachlichen Gespräch Deinen Vorgesetzten informieren und Betriebsrat einschalten, denn es obliegt der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers Dich gegen Mobbing zu schützen
4. Nehme Dir eine Auszeit wann immer Du sie benötigst. Es geht um DICH - darum Deine Widerstandskraft wieder herzustellen, Energie zu tanken, um Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden.

So jetzt wünsche ich Dir alles Gute, viel Kraft und Kopf hoch.

Ciao Let.
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  #6  
Alt 11.04.2007, 13:12
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BlackAngel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Mobbing

Hallo Letizia

Bin gerade durch Zufall über dieses Forum und deine Antwort gestolpert. Ich werde selbst ziemlich gemobbt auf der Arbeit und weiß langsam wirklich nicht mehr weiter.
Wie bist du denn da raus gekommen? Ich bin zwar "nur" noch ein halbes Jahr auf der Arbeitsstelle, aber ich weiß echt nicht mehr, ob ich das noch so lange durchhalte. Ich war auch schon beim Arzt und der will mich jetzt wegen "Depressionen" zum Psychiater schicken. Ich komm mir irgendwie so **** vor, weil wenn jemand krank ist, dann sind es doch die Kollegen, die sowas machen (und es ist ziemlich krass... Teilweise so weit unter der Gürtellinie, dass es schon ***uelle Belästigung ist...).
In letzter Zeit bin ich mir ständig am Überlegen, wie ich am Besten für lange Zeit krankschreiben lassen kann. Ich hab sogar schon daran gedacht, mich so von einem Auto anfahren zu lassen (auf manchen Parkplätzen fahren viele ja wie die Letzten), dass mir zwar nichts passiert, ich aber eine Gehirnerschütterung vortäuschen kann... Weil wegen Schmerzen, von denen niemand genau weiß, wo sie eigentlich herkommen, wird man ja leider nicht krankgeschrieben...

Wäre wirklich schön, wenn mir jemand Tipps geben könnte...
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  #7  
Alt 11.04.2007, 17:39
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Onkel Tom befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo Black Angel,

bitte vergiß die Idee mit dem Auto, letztendlich ist es keine Lösung.
Wenn Dich ein Arzt zu einem Fachmann überweisen will (ein Psychiater ist einer, hört sich nur immer schlimmer an), dann nimmt er eigentlich Deine Beschwerden ernst und ist somit auf Deiner Seite. Sicherlich ist es einfacher nur einen gelben Schein ohne Nachfrage zu bekommen aber auch in Zukunft sollst Du mit solchen schwierigen Situationen umgehen können und dabei kann eine psychologische Beratung helfen. Im Ernstfall wirst Du auch dort die Krankmeldung erhalten.
Eine andere Möglichkeit ist der Besuch einer Selbsthilfegruppe, die gibt es mittlerweile auch fast überall. Auch die IHK oder zuständige Kammer unterhält Stellen die sich mit diesen Problemen befassen und Hilfestellung geben.
Auch wenn das soziale Umfeld am Arbeitsplatz das Problem darstellt wird man Dich dahingehend stärken weniger sensibel auf Belästigungen aller Art zu reagieren, da die Möglichkeit einer Abstellung der Situation nur sehr schwer zu realisieren sind.

mit Gruß
Onkel Tom
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  #8  
Alt 11.04.2007, 18:48
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Hallo Onkel Tom

Danke für den Tipp.

Das Problem daran ist, dass ich mit "normalem" Mobbing schon umgehen kann. Allerdings ist es bei mir auf der Arbeitststelle inzwischen mehr. Ich arbeite als einzige Frau mit mehreren Männern zusammen. Da ist es klar, dass ab und zu mal anzügliche Witze gemacht werden, aber das macht mir nichts aus. Das Problem ist, dass es inzwischen schon Diskriminierung der übelsten Art und ***uelle Belästigung am Arbeitsplatz ist. Da sie auch meinen Freund kennen, wird der natürlich auch mit reingezogen, allerdings nur wenn er nicht dabei ist.
Die harmlosesten Varianten den Mobbings sind noch: "Tittenbonus-Vorwürfe", "ich will dich fi..en", "dich sollte mal jemand richtig durchvö...eln", "du siehst heute so durchgef... aus.." Und andere teilweise krassere Aussagen.
Auch gesundheitliche Probleme werden mir ständig vorgehalten. Einmal war ich beispielsweise bei einer Blutspende und bin, da mein Kreislauf danach ziemlich unten war, erst 2 Stunden später zur Arbeit gekommen. Prompt wurde mir das als "blaumachen" vorgeworfen.
Ich hatte auch vor kurzem Urlaub gehabt und gedacht, dass es jetzt vielleicht besser wäre, da ich ja ausgeruht und mit neuer Energie an die Arbeit gehen kann. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Die Angstzustände, Schlafstörungen und Spannungskopfschmerzen sind deutlich schlimmer geworden und heute war ich sogar kurz davor, einfach wegzulaufen und loszuheulen. In der Mittagspause habe ich mich auf Toilette eingeschlossen und geheult wie ein kleines Kind. Dabei bin ich eigentlich nicht der Typ Mensch, der schnell losheult und schon garnicht vor anderen. Aber es war heute wirklich kritisch...
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  #9  
Alt 11.04.2007, 19:11
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nontestatum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Auch wenn du auf dieser Arbeitsstelle nur noch ein halbes Jahr verbringen musst, ist dort jeder Tag zuviel.

Ich bin kein Doktor, aber ich wette, du hast bereits eine schwere Depression entwickelt.

Du solltest das mal mit deinem Hausarzt besprechen, dieser sollte dir dann einen Facharzt empfehlen.

Onkel Tom hat zum Thema schon den richtigen Text geschrieben.


Hier noch ein Hinweis:

Kompetenznetz Depression
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Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter.
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  #10  
Alt 11.04.2007, 19:42
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Onkel Tom befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo BlackAngel,

ich weiß, dass solche Situationen für den Betroffenen sehr schlimm und belastend sind und wollte durch meinen Beitrag auch nicht Deine Probleme schwach oder weg reden.
Du brauchst aber professionelle Hilfe, da es sehr schwierig ist diese Situation alleine zu klären. Aus deinem Beitrag habe ich gelesen, dass Du mit der Entscheidung Deines Arztes nicht ganz einverstanden bist und darum selber eine Lösungs suchst. Die Ansätze, die Du dabei geäussert hast, sind aber nur auf den ersten Blick oder aus Deiner derzeitigen Sicht Lösungen. Für mich (mit großer Distanz zu Deiner Arbeitssituation) sehe ich die Lösungsansätze einfach woanders.
Sicherlich hast Du ein Problem, aber Du bist nicht das Problem!
Das Absurde an der ganzen Situation ist eigentlich, das mobbing meistens nur vom Opfer als Mobbing empfunden wird und vom Täter, Verursacher o.ä. entweder als belanglos, falschverstandener Spass oder irgend etwas anderes abgetan wird.
Die gegenwärtige Situation kann, soll und darf von Dir nicht einfach ignoriert werden, aber die Lösung dafür findet sich nicht auf einem Supermarktparkplatz!
Versuche Dich doch einfach mal mit den Fragen WAS, WER und WARUM auseinander zu setzen, das WIE gibt nur die gegenwärtige Situation wieder.

Gruß
Onkel Tom
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