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#1
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| Hallo liebe Fories, nun ist wieder eine Situation eingetreten, die ich schon einmal hatte und zwar wurde mir der Koffer vor die Tür gestellt. Aber ich erzähle mal besser der Reihe nach. Ich hatte Anfang März eine Migräne-Attacke. Ich bin aufgrund dessen und auch wegen psychischer Probleme krankgeschrieben worden. Eine Woche später bin ich dann wieder auf der Arbeitsstelle aufgekreuzt und bin meiner Arbeit nachgegangen. Da hat es dann angefangen, dass ich gängelt worden bin wie nur sonst was. In diesem Büro herrscht ein so aggressiver Ton, ja ich würde sagen schon sehr feindselig, was dort abläuft. Mein Vater ist im Februar an einem Herzinfarkt verstorben, was für meine Mutter und mich nicht leicht ist, vor allem wenn man dann auch noch Auseinandersetzungen hat. Ich bin im November letzten Jahres in dieser Anwaltskanzlei angefangen unter der Voraussetzung, dass es etwas langfristiges ist. Darauf habe ich mich dann auch verlassen und es lief auch alles gut. Im Dezemer letzten Jahres wurde dann eine langjährige Angestellte schwer krank. Diagnose Burn-Out-Syndrom. Man hat dann weil es sehr viel zu tun ist in diesem Büro nach einer weiteren Kraft Ausschau gehalten. Diese neue Kraft hat Ende Januar/Anfang Februar in der Kanzlei angefangen. Dann kam im Februar die Nachricht, dass die langjährige Angestellte wieder kommt. Die Kanzlei hat vier Fachangestellte und zwei Azubis. Am Dienstag wurde ich in das Büro vom Chef zitiert, da habe ich dann schon Bamel bekommen. Nun gut dann fing er an, dass die langjährige Angstellte schwer krank ist und dieser Zustand auch noch anhalten wird, ich seit vier Monaten dabei bin und der Neuzugang ja 30 Jahre Berufserfahrung hat und dass man doch überbesetzt ist und die Konsquenz ist für mich, dass ich gehen muss. Man gibt mir jetzt noch den April Zeit, eine neue Stelle zu finden, doch ich merke die wollen mich jetzt mit allen Mitteln loswerden. Seit Dienstag bin ich dabei und schreibe Bewerbungen was das Zeug hält, bin beim Arbeitsamt vorstellig gewesen, die es nicht fassen konnten, wie man mit mir umgegangen ist und auch umzugehen pflegt. Ich hatte gestern und heute schon Vorstellungsgespräche und morgen geht es weiter, doch egal wie ich es drehe und wende, dass ich dann auch zeitig von der Arbeit wegkomme, passt den Leuten nicht, besonders der Bürovorsteherin. Die meinte heute zu mir, wie es denn nun mit mir weitergeht und ich ja eine Kündigung schreiben muss. Wieso ich denn, die haben mich doch rausgeworfen. |
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#2
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| hallo Biened, haben die dir keine Kündigung gegeben? Eine Kündigung bedarf der Schriftform, eine mündliche ist leider unwirksam. Die Kündigungsfristen sind außerdem ein Thema für sich. Solange du keine schriftliche Kündigung erhalten hast, besteht der Arbeitsvertrag fort. Kündige bloß nicht selbst, sonst kriegst du beim Arbeitsamt erstmal eine Sperre. grüße jobberin
__________________ Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. |
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#3
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| Nein, es wurde nur mündlich ausgesprochen, dass ich gehen muss. Ich habe diesen Monat noch Zeit etwas neues zu finden, danach ist Schluss. Ich werde auch keine Kündigung schreiben, dass wäre ja noch schöner. Ich fühle mich einfach nur verarscht. Mein Problem ist, ich habe nicht mal einen richtigen Arbeitsvertrag. Nur so ein Ding in Briefform. Da steht auch nichts mit Kündigungsfristen drin. Man nimmt jetzt noch Rücksicht auf die Situation was passiert, man will ja kein Unmensch sein und mich jetzt werfen. |
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#4
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| was steht denn in "dem Ding" drin? Was die Kündigungfrist betrifft, wenn diese vertraglich nicht geregelt ist, gilt automatisch die gesetzliche.
__________________ Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. |
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#5
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| Also die Kündigungsfrist von 4 Wochen. Der Arbeitsvertrag ist wie ein Brief gehalten. |
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#6
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| In jedem Fall ist dein AV noch nicht gekündigt. Und das in einer Kanzlei... Grade Rechtsanwälte müssten es doch wissen... Naja, selber schuld.
__________________ Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. |
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#7
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| Ja da gebe ich dir Recht, als Anwalt muss man doch wissen, wie das abläuft. Ich mag nicht mehr in die Kanzlei gehen, wache morgens mit Bauchschmerzen auf und habe einfach nur Angst. Was kann ich nur tun? |
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#8
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| grundsätzlich einfach weiter zur Arbeit gehen. Ansonsten hängt es von deinem Verhältnis zu deinem AG ab, ob du ihn freundlich daran erinnerst, dass er die Kündigung noch schreiben muss, oder nicht. Die Konsequenzen aus der zweiten Option kannst du wahrscheinlich eher abschätzen als ich.
__________________ Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. |
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#9
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| Hallo Jobberin, ich bin nachdem ich die mündliche Kündigung bekommen habe, noch zwei Tage zur Arbeit, aber für mich ist die Situation immer unerträglicher geworden. Zum einen wollte man mich daran hindern zu Vorstellungsgesprächen zu gehen, zum anderen bin ich vor den anderen Mitarbeitern runtergemacht worden und das Schlimmeste für mich war, dass man mich dann auch nicht mehr beachtet hat. Daraus habe ich die Konsequenz gezogen und mir meinen Urlaub genommen, der mir noch zusteht. Jetzt bleibt abzuwarten wie es weiter geht. |
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#10
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| Musstest du auf dem Arbeitsamt keine schriftliche Kündigung vorzeigen? Die die brauchen sie doch um die Rechtslage zu sehen, ob du dann Arbeitslosengeld bekommst oder nicht. |