Immer mehr brauchen Zweitjob
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Immer mehr brauchen Zweitjob

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  #1  
Alt 21.04.2009, 18:07
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Harry O befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Immer mehr Arbeitnehmer benötigen nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsförderung Halle (IWH) künftig einen Zweitjob, um den Lebensunterhalt zu finanzieren. Von rund 30 Mio. abhängig Beschäftigten in Deutschland geht heute schon eine Million regelmäßig zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit einer weiteren Beschäftigung nach. Hinzu kämen rund
700000 Frauen und Männer, die unregelmäßig Nebenjobs ausüben. Angesichts der hohen Lebenserhaltungskosen und der doch sehr moderaten Einkommenserhöhungen ist das kein Wunder. Betroffen seien vor allem Menschen mit geringer Qualifikation. Bitte teilt mir eure Erfahrungen mit.
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  #2  
Alt 24.04.2009, 18:07
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...leider kenne ich mehr Leute, die komplett ohne Job gut auskommen, als solche, die einen Zweitjob suchen...
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  #3  
Alt 25.04.2009, 20:57
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Zitat:
Zitat von Harry O Beitrag anzeigen
Betroffen seien vor allem Menschen mit geringer Qualifikation. Bitte teilt mir eure Erfahrungen mit.
Es ist sicherlich so, dass gering qualifizierte eher davon betroffen sind, aber nicht nur solche. Ich weiß ja was jeder einzelne bei uns in der Firma verdient und auch im Gespräch mit Bekannten ist ein Trend dahingehend festzustellen, dass hohe Qualifikation nicht automatisch auch einen Lohn garantiert, der einem ohne Nebenbeschäftigung ermöglicht Frau und Kinder als Alleinernährer zu unterhalten, Wohneigentum zu finanzieren oder schlicht ein zweites Auto. Ich persönlich behalte meinen Nebenjob um die hohen Abgaben bei Steuerklasse V und die Betreuungskosten für meine 3 Jüngsten zu kompensieren.
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schöne Grüße
wombat

Für jene die von Quantität auf Qualität schließen. Die Anzahl meiner Beiträge resultiert nur aus meinem zwanghaften Drang meine höchst persönliche, fachlich unbeleckte, bemüht vernünftige aber möglicherweise falsche Meinung zum Besten zu geben. Zögert also nicht, euch Rat von Experten zu holen, die dafür dann (hoffentlich) auch geradestehen. Ich gehöre nicht zu dieser Elite und tue letzteres auch nicht.
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  #4  
Alt 26.04.2009, 09:53
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Zitat:
Zitat von jobberin Beitrag anzeigen
...leider kenne ich mehr Leute, die komplett ohne Job gut auskommen, als solche, die einen Zweitjob suchen...
Kennst du nur Millionäre oder meinst du damit etwa ALG II - Bezieher?

Wenn du ALG II - Hilfeempfänger meinst: die unterliegen einer strengen Aufsicht durch die ARGE/Jobcenter, haben ernsthafte Bemühungen um Arbeit nachzuweisen und denen geht es finanziell garnicht gut: ich sehe, dass diese Leute ärmlich gekleidet sind und dass diese vor dem finanziellen AUS stehen. Als Verkäufer bin ich schon gefragt worden, ob ich den Leuten nicht einen Job verschaffen kann, damit diese die Ware bezahlen können.

Arbeitsplätze sind übrigens bereits seit dreissig Jahren Mangelware, und seitdem die Neoliberalisten am Drücker sind, die Politiker korrupt und degeneriert sind und nur noch strammstehen, um die Wünsche der Wirtschaft entgegenzunehmen, ist es mit den Arbeitsplätzen ganz aus. Wie derzeit unschwer zu erkennen ist, haben die Banker diesem Staatswesen den letzten Dolchstoss verpasst. Ich bin gespannt, was man dem Volk NACH der Wahlalles erzählen wird.

Man sollte sich auch mal näher damit beschäftigen, wie die Weltwirtschaft aussieht: die einen dürfen den Ball in's Tor tragen, die anderen dürfen nur nach den Spielregeln spielen. Ich benötige z.B. kein BWL-Studium, um zu sehen, dass die VR China ein verbrecherisches Staatshandelsland ist, das über Dumpingpreise hochmoderne Industrien zu Fall bringt. Und gegen indische Sklavereiverhältnisse kommt ein europäisches Land auch nicht an.

Wo sind da unsere verkommenen Politiker, die doch angeblich zum Wohle des Volkes tätig werden sollten?

Übrigens: wenn man sich über Leute ohne Arbeit beschwert, dann sollte man nicht vergessen, dass es eben gerade die Politiker sind, die dafür gesorgt haben, dass Arbeit uninteressant geworden ist.

Wer schuftet, wird bis zur Ohnmacht besteuert, beim Finanzamt gilt bereits der kleine Facharbeiter als "Besserverdienender", in der Tat haben diese Leute was besseres verdient, als so behandelt zu werden.

Wenn man sich dann kaputtgeschuftet hat, und eine Invalidenrente ansteht, dann muss man leider feststellen, dass unsere dekadente Politikerkaste (und auch noch die Sozis) uns während der Fussballweltmeisterschaft 06 den § 8 SGB II untergejubelt hat.

Fazit: Das **** in Berlin hat dafür gesorgt, dass jeder **** ist, der arbeitet und arbeiten will.
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Geändert von nontestatum (26.04.2009 um 09:56 Uhr) Grund: Mist! Wo ist der Knopf, um die Zensur abzuschalten :-)
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  #5  
Alt 26.04.2009, 10:23
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ich stimme dir in fast allem zu, nontestatum,

und genau die zweitgenannte Gruppe meine ich. Es ist leider so, dass ich ALG-Bezieher kenne, die in Designer-Kleidung rumlaufen und sich Schönheits-OPs auf eigene Kosten machen lasse, solche, die in Eigentumshäusern leben und zweimal im Jahr in Urlaub fahre, solche, die gut erhaltene Sachen (z. B. teuere Kinderwagen) entsorgen! lassen, weil es mal wieder Zeit ist, "einen neuen zu beantragen". Ich weiß, es geht längst nicht allen so, und einigen geht es gar nicht gut. Aber genau all dies Unausgewogenheiten beruhen auf unserem sozialmarktwirtschaftlichen System und das ist ja auch nichts neues...
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  #6  
Alt 26.04.2009, 10:28
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... dazu kommt dass wir immermehr Rentner in Deutschland haben die, trotz der Tatsache dass sie ihr halbes Leben in den Topf einbezahlt haben, von dem was sie heute herausbekommen kein menschenwürdiges Leben führen können und darum dazuverdienen müssen... quasi bis zur Bahre.

Wolf





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Wolf





Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung.
Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar.
Ich bin kein Jurist.
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  #7  
Alt 26.04.2009, 17:22
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Zitat:
Zitat von jobberin Beitrag anzeigen
ich stimme dir in fast allem zu, nontestatum,

Wie, nicht in allem ... jetzt bin ich aber traurig ...

und genau die zweitgenannte Gruppe meine ich. Es ist leider so, dass ich ALG-Bezieher kenne, die in Designer-Kleidung rumlaufen und sich Schönheits-OPs auf eigene Kosten machen lasse

ALG II - Hilfeempfänger dürfen das eigene Schonvermögen verwenden, wie sie möchten. Da Schönheitsoperationen aber üblicherweise exorbitant teuer sind, wage ich zu bezweifeln, ob diese wirklich das magere Schönvermögen dafür einsetzen.

, solche, die in Eigentumshäusern leben

Ein selbstbewohntes Wohneigentum von "angemessener" [also eher von bescheidenem Ausmass] ist geschützt und unterliegt der Erbenhaftung nach § 35 SGB II.

und zweimal im Jahr in Urlaub fahre

Ein ALG II - Leistungsbezieher unterliegt der Erreichbarkeitsanordnung und darf sich mit ausdrücklicher Genehmigung des Sachbearbeiters max. 21 Tage im Jahr aus dem Erreichbarkeitsbereich der Agentur/ARGE entfernen. Man darf also in Urlaub fahren, alleine die vorhandenen finanziellen Mittel setzen Grenzen.

, solche, die gut erhaltene Sachen (z. B. teuere Kinderwagen) entsorgen! lassen, weil es mal wieder Zeit ist, "einen neuen zu beantragen".

Diese Aussage kann so nicht richtig sein. Erstausstattungen werden üblicherweise nur 1x gewährt, bei einem späteren Antrag wird nachgefragt, wo das Vermögen aus dem ersten Antrag geblieben ist.

Ich weiß, es geht längst nicht allen so, und einigen geht es gar nicht gut. Aber genau all dies Unausgewogenheiten beruhen auf unserem sozialmarktwirtschaftlichen System und das ist ja auch nichts neues...
Wir müssen natürlich aufpassen, dass wir nicht pauschal einzelnen Missbrauch verallgemeinern. Es wird immer Leistungsempfänger geben, die auf dem Sozialklavier geschickt die Tasten drücken können. Ich denke da z.B. an die Familie des Kalifen von Köln, die hier in einem christlichen Land bestens versorgt wird, oder an diese libanesisch-kurdisch-türkischen Verbrecherbanden in Berlin, die der Staat fürstlich fürsorglich versorgt hat. Oder an Alkoholiker, die nach der xten Entziehungskur es immer noch nicht geschafft haben, an Deutsche, die den Solidargedanken nicht nachvollziehen können und sich denken, wenn der Staat so ploet ist, Kohle rauszurücken, dann soll man solche Gelder nicht umkommen lassen. Dem gegenüber stehen dann Leute, die intellektuell und nervlich dem Behördenkrieg nicht gewachsen sind und trotz Anspruch auf Leistungen verzichten und lieber in bitterster Armut leben (bis hin zur Tragödie: Stichwort Andre Kirsch). Das sind dann auch vor allem ältere Leute, die aus einer anderen Einstellung heraus niemals nie nicht und auf gar keinen Fall freiwillig "Stütze" beantragen würden.

Wenn Missbrauch betrieben wird, dan gehören dazu immer zwei: der Leistungsempfänger und die dazugehörige Behörde. Das sollte man nicht vergessen ...
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  #8  
Alt 26.04.2009, 20:51
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Idee

... ich habe dich, Jobberin, so verstanden dass du genau hiervon... Es wird immer Leistungsempfänger geben, die auf dem Sozialklavier geschickt die Tasten drücken können.... gesprochen hast.
Solche Fälle gibt es 1. wirklich, 2. viel zu oft und 3. werden leider vom bundesdeutschen Durchschnittsmichel oftmals alle Menschen die auf die Sozialleistung ALG II/vergleichbare angewiesen sind in einen Topf geworfen. Darum kann ich Aussagen wie... wenn der Staat so ploet ist, Kohle rauszurücken, dann soll man solche Gelder nicht umkommen lassen.... in keinster weise nachgvollziehen, es sollte gerade im Interesse eines jeden ehrlichen Leistungsempfängers sein sich hiervon zu distanzieren um nicht vermeindlich mit denen in einen Topf zu schwimmen.
Damit könnten auch solche, letztendlich durch unberechtigte Scham verrursachten Fälle wie der des Andre Kirsch zukünftig vermieden werden.

Wolf


... und jetzt noch etwas zum Druckabbauen, zum Spasshaben
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Wolf





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  #9  
Alt 27.04.2009, 07:54
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wellen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Dann haben wir noch

die unzähligen bereits mit üppiger Pension versehenen Beamten -
die es sich aber nicht nehmen lassen irgendeinen Hausmeisterjob zu besetzen
und einem der es nötig hätte die Arbeit wegzunehmen.
Längst müsste man sich darüber gedanken machen die wenigen verbliebenen
Arbeitsplätze auch sinnvoll zu verteilen.
Das wäre machbar - und keineswegs falsch.

Gruss

wellen
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  #10  
Alt 27.04.2009, 08:02
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wellen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Seit der

Vertreibung aus dem Paradies muss der mensch sich mit Arbeit -
meist noch unterbezahlt und eigentlich für andere - abplagen.

Deshalb ist es nur sinnvoll den paradiesischen Zuastand wieder zu erreichen -
oder etwa nicht

Ein stinkfauler Hund zu sein und sich trotzdem "König von Mallorca" zu nennen -
mit allen Annehmlichkeiten die man dabei geniesst, hat was für sich.

Gruss

wellen
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