Jobwechsel ja oder nein?
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Jobwechsel ja oder nein?

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  #1  
Alt 12.12.2011, 20:56
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Standard Jobwechsel ja oder nein?


Hallo zusammen,

mir wurde heute ein Job angeboten bei dem ich ca 25.000,-€ brutto im Jahr mehr verdienen kann. Der Haken ist leider das die Arbeitstelle ca. 200 Km entfernt ist und umziehen nicht in Frage kommt (Haus + Familie). Pendeln fällt flach da ich keine Lust habe täglich 4 Stunden im Auto zu verbringen. Die einzigste Möglichkeit wäre ein Zweitwohnsitz, mit allen dazugehörigen Kosten und ein zweites Auto, da der erst Wagen von meiner Frau benötigt wird.
Jetzt meine Frage wer von euch ist in einer ähnlichen Situation, bzw. wer hat einen Zweitwohnsitz? Ich würde gerne wissen was so an Kosten auf einen zukommt, da kann ja mal leicht mal was vergessen, Miete, Nebenkosten, Steuer und Versicherung Auto, anmelden zweiter Wohnsitz, was hab ich noch vergessen?
Und kurz, würdet Ihr für 1.200,-€ im Monat einen Zeitwohnsitz inkl. nur am Wochenende Zuhause sein in Kauf nehmen?

Gruß Jörg
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  #2  
Alt 14.12.2011, 09:48
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Standard AW: Jobwechsel ja oder nein?

Es kommt darauf an, wie die Verhältnisse sind.

Man kann mal einige wenige Jahre sozusagen als Gastarbeiter im Ausland (anderes Bundesland) arbeiten, einen zweiten Wohnsitz unterhalten.

Grundsätzlich läuft das dann aber doch darauf hinaus, entweder dauerhaft umzuziehen oder alsbald wieder in die Heimat zurückzukehren.

Man kann Familie und Freundeskreis und einen fernen Arbeitsplatz nicht unter einen Hut bringen, eine Partei leidet darunter, meistens dann Familie und Freundeskreis, dass sieht dann so aus, dass man sich entfremdet und sich zumindest der Freundeskreis in der Heimt auflöst.

Das Leben verlangt von einem, dass man hinaus in die Welt geht, Erfahrungen sammelt, andere Menschen und Mentalitäten kennenlernt, dass man seinen Horizont erweitert, aber wenn man Familie und Freunde hat, muss man diese pflegen und ein fernes Intermezzo sollte dann auch ein Intermezzo bleiben.
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  #3  
Alt 14.12.2011, 09:58
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Zitat:
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Hallo zusammen,

mir wurde heute ein Job angeboten bei dem ich ca 25.000,-€ brutto im Jahr mehr verdienen kann. Der Haken ist leider das die Arbeitstelle ca. 200 Km entfernt ist und umziehen nicht in Frage kommt (Haus + Familie). Pendeln fällt flach da ich keine Lust habe täglich 4 Stunden im Auto zu verbringen. Die einzigste Möglichkeit wäre ein Zweitwohnsitz, mit allen dazugehörigen Kosten und ein zweites Auto, da der erst Wagen von meiner Frau benötigt wird.
Jetzt meine Frage wer von euch ist in einer ähnlichen Situation, bzw. wer hat einen Zweitwohnsitz? Ich würde gerne wissen was so an Kosten auf einen zukommt, da kann ja mal leicht mal was vergessen, Miete, Nebenkosten, Steuer und Versicherung Auto, anmelden zweiter Wohnsitz, was hab ich noch vergessen?
Und kurz, würdet Ihr für 1.200,-€ im Monat einen Zeitwohnsitz inkl. nur am Wochenende Zuhause sein in Kauf nehmen?

Gruß Jörg
Ganz konkret würde ich sagen, Finger weg von der fernen Stelle.

200 km hört sich nicht so fern an, aber um mal einen Vergleich darzustellen, das ist ungefähr die Entfernung von Köln nach Frankfurt am Main.

Das mit den Kosten hast du richtig erkannt, ich würde noch sagen, dass dort weitere Reisekosten hinzukommen, denn du wirst nicht immer mit dem Auto fahren, du wirst sicherlich auch mal die Eisenbahn nutzen.

Hinzu kommen noch Kommunikatonskosten, nternetanschluss usw.., Strom, GEZ.
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  #4  
Alt 14.12.2011, 12:34
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Vielen Dank für Deine Ansicht, ich gebe Dir auch recht das der Freundeskeis und auch die Familie in gewisser Weise darunter leidet. Ich hatte mir das jedoch so vorgestellt das Wochenende und einen Abend in der Woche zuhause zu verbringen, bedeutet das ich nur drei Abende bzw. Nächte pro Woche nicht zuhause bin, das ist jetzt nicht so viel (Außerdem hat man dann mal Ruhe .
200 Km ist meiner meinung nach nicht wirklich weit, ich bin auch jetzt schon Beruflich recht viel unterwegs, da fahr ich schon mal nur für ne Besprechung 800 Km am Tag. Nur eben möchte ich nicht jeden Tag so viele Stunden im Auto verbringen.
Stimmt, an GEZ hatte ich noch nicht gedacht, muss ich noch mit einrechnen.
Ich denke ich werde mir die Stelle mal ansehen und dann entscheiden. Es muss ja auch nicht für immer sein, befürchte eben nur das ich mich später ganz schön ärgern werde 25.000,-€ Brutto ausgeschlagen zu haben, macht immerhin 1.200,- € jeden Monat.

Gruß Jörg
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  #5  
Alt 15.12.2011, 15:44
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Zitat:
Zitat von JFuhrm Beitrag anzeigen
Vielen Dank für Deine Ansicht, ich gebe Dir auch recht das der Freundeskeis und auch die Familie in gewisser Weise darunter leidet. Ich hatte mir das jedoch so vorgestellt das Wochenende und einen Abend in der Woche zuhause zu verbringen, bedeutet das ich nur drei Abende bzw. Nächte pro Woche nicht zuhause bin, das ist jetzt nicht so viel (Außerdem hat man dann mal Ruhe .
200 Km ist meiner meinung nach nicht wirklich weit, ich bin auch jetzt schon Beruflich recht viel unterwegs, da fahr ich schon mal nur für ne Besprechung 800 Km am Tag. Nur eben möchte ich nicht jeden Tag so viele Stunden im Auto verbringen.
Stimmt, an GEZ hatte ich noch nicht gedacht, muss ich noch mit einrechnen.
Ich denke ich werde mir die Stelle mal ansehen und dann entscheiden. Es muss ja auch nicht für immer sein, befürchte eben nur das ich mich später ganz schön ärgern werde 25.000,-€ Brutto ausgeschlagen zu haben, macht immerhin 1.200,- € jeden Monat.

Gruß Jörg
Es besteht ein Problem:

Um ein solches Einkommen zu generieren, wirst du hart arbeiten müssen, zumindest in der freien Wirtschaft, bei einem Beamtendruckposten sieht das anders aus, du wirst zum Wochenende ausgelaugt sein, und deine Ruhe benötigen. Das heisst, entweder quälst du dich erschöpft mit Hochgeschwindgkeit und Streichhölzern in den Augen über die Autobahn, oder du fängst an, Ausreden zu erfinden, warum du nicht heimkommst. Die Jahreszeiten spielen auch eine Rolle, im Sommer im 20 km-Stau zu stecken macht richtig Laune, und der Winter hat auch seine Tücken.

Deine Ehe wird schneller kaputt sein, als du denkst.

Denke nicht materialistisch. Tausend Euro können dir eine liebende Frau nicht ersetzen. Carpe diem !*



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  #6  
Alt 15.12.2011, 22:08
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Standard AW: Jobwechsel ja oder nein?

Ich sehe das alles nicht so tragisch, aber vielleicht habe ich auch einfach mit anderer Klientel zu tun als Counselor.

Unter denjenigen, mit denen ich arbeite (Führungskräfte, Manager, Geschäftsführer, Technische Leiter, Vertriebsleiter, Projektmanager in der produzierenden Industrie etc.) ist das bei weitem nicht so exotisch wie Counselor es hier darstellt. Im Gegenteil.

Das ist eben eine Entscheidung, die man treffen muss.

Ich kenne diverse Führungskräfte, die deutlich weiter als 200km Wochenendpendeln. Alles eine Frage der Organisation. Man macht solche Jobs ja auch nicht für 10 Jahre, sondern hat in der Regel von Beginn an den Plan B im Kopf: Entweder zieht die Familie nach X Jahren nach, oder man wechselt in X Jahren den Job wieder.

Die Kosten sind da überschaubar, denn man schafft sich ja i.d.R. keine riesen Wohnung an, sondern ein möbliertes Zimmer. Da halten sich die Kosten schon im Rahmen. Wenn schon, dann ist eher der Zeitaufwand führs hin- und herpendeln rund um die Wochenenden kritisch, wobei das bei 200km ja auch noch gut geht.

Da fährt man halt Montag in aller Früh die 1,5 Std. bevor der Berufsverkehr losgeht und selbiges Freitag Nachmittag. Dann ist das Wochenende fast vollständig gerettet.

25.000,- € mehr als vorher bei nur 200 km Distanz ist schon ein sehr solides Angebot, wenn du nicht ohnehin 100.000 aufwärts verdienst. Ab da relativiert es sich natürlich.
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