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#1
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| hallo ich bin seit vielen jahren in einem ambulanten pflegedienst tätig und mittlerweile in der funktion als pflegedienstleitung, über mir gibts noch die chef- und qm-etage. wir haben etwa 30 pflegekräfte, die in 3 teams aufgeteilt sind. jedes team hat eine teamleitung. in einem team jedoch ist die teamleitung anscheinend der profilierungssucht völlig verfallen. die kollegin ist seit 4 jahren teamleitung und hat diverse weiterbildungen gemacht, in jedem jahr mindestens 2 (insgesamt also mindestens 6), davon auch 2 fachweiterbildungen. alles wurde vom chef bezahlt. das problem ist, dass sie einerseits mit ihren weiterbildungen verbal glänzen will, andererseits damit die kolleginnen in ihrem team ziemlich verärgert. das ist ihr mittlerweile auch schon eine paar mal gesagt worden, aber das kommt bei ihr inhaltlich einfach nicht an. sie betrachtet das als "neid" oder "eifersucht". in den letzten jahren sind wegen der aufkommenden unzufriedenheit mindestens 3 oder 4 kolleginnen von sich aus gegangen, weil sie es einfach nicht mehr ertragen konnten, ständig fehler vor die nase gehalten zu bekommen oder besserwisserisch aufgeklärt zu werden. ausserdem kehrt sie bei den patienten auch immer wieder heraus, dass sie die beste ist. aber alle freundlichen gespräche mit ihr bringen nichts und auch die gutmütigste und geduldigste kollegin hat mittlerweile keinen bock mehr auf sie. was kann man da tun? einen versuch mit einer supervision hat die problem-kollegin bereits vor einem jahr abgelehnt und mit kündigung gedroht. wir wollen sie aber an sich behalten, weil sie fachlich wirklich gut ist, menschlich aber "lediglich" ein problem darstellt. ich ddanke für hilfreiche hinweise sina |
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#2
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| Zitat:
Wenn also jemand ständig damit beschäftig ist, seinen Heiligenschein zu polieren und sich als wichtig und unentbehrlich darzustellen, dann geschieht folgendes: - die (untergebenen) Mitarbeiter haben keine Lust, sich ständig schulmeistern zu lassen - die (untergebenen) Mitarbeiter werden sich fragen, wann sie auf Grund ihrer (vermeintlichen) Unzulänglichkeit vom Chef gefeuert werden und werden danach trachten, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen Dadurch wird verhindert, dass ein qualifizirtes Team wächst. Wichtig für jedes Unternehmen sind fähige Mitarbeiter mit Vorgesetztenqualifikation, wichtig sind aber auch die Mitarbeiter der 2. Reihe, und wenn diese vergrault und rausgeekelt werden, dann fehlt deren Wissen und Tatkraft. Sollten dann die von sich überzeugten Mitarbeiter aus der 1. Reihe fortgehen, bleibt nur ein zerstörter demotivierter und demoralisierter Belegschaftsrestbestand zurück. Den dabei entstehenden Schaden kann man in Geld garnicht mehr ausdrücken. Ich würde mal die IHK ansprechen, ob die nicht ein entsprechendes Seminar für Führungskräfte anbieten, wo solche psychologischen Probleme angesprochen werden. Meine Erfahrung ist: solche Menschern hinterlassen am Ende nur Wüste, wenn keine Lösung in Sicht ist, muss man systematisch einen Nachfolger aufbauen.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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