Kündigung gegen Familienplanung gegen Halbtagsstelle ...
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Kündigung gegen Familienplanung gegen Halbtagsstelle ...

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  #1  
Alt 05.05.2009, 19:45
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Standard Kündigung gegen Familienplanung gegen Halbtagsstelle ...


Hallo liebe Leser,

folgendes Problem, bei dem ich auf Euren guten Rat hoffe:

Seit 2 Jahren Arbeite ich nun in einer Festanstellung, mit einem Bruttolohn von 2300,- Euro/mtl. Mein Lebensgefährte und ich haben für dieses Jahr unsere Familienplanung angesetzt, sprich, wir haben nicht verhütet und auf baldigen Nachwuchs gehofft. Nun habe ich plötzlich und unerwartet meine Kündigung bekommen! Man bietet mir allerdings eine Halbtagstelle (halbes Gehalt!!!) an, die Bedingungen sind noch unklar. Durch die mangenden zwischenmenschlichen Beziehungen, schlechte Stimmung und die vorgeschobenen Gründe für die Kündigung ("nur 4 Überstunden die Woche ...") graut es mir davor hier noch länger arbeiten zu müssen ohne ein Magengeschwür davonzutragen.
Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll. Ich meine rein aus finanzieller Sicht.
Arbeitslos und bald darauf Schwanger? Halbtagststelle und dann schwanger?
Was ist wenn ich die Stelle annehme und dann gekündigt werde?! Dann fließt das niedrige Gehalt in die Berechnung meines Arbeitslosengeldes ein und ich stehe mit weniger da, als jetzt, wenn ich eben jetzt Arbeitlslos werde.
Wir haben unsere Familienplanung schon einmal aus beruflichen Gründen verschieben müssen, und möchten das Thema ungere wieder hinten anstellen.

Ich hoffe sehr auf Eure guten Ideen und Ratschläge.
Vielen Dank!
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  #2  
Alt 06.05.2009, 09:01
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Katzeschatze befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Ich würde auf jeden Falle erstmals prüfen, ob der Arbeitgeber über die Familienplanung gewusst hat und wenn ja ist es fraglich, dass die Kündigung Rechtens ist. Wenn Du bereits schon Schwanger bist und der Arbeitgeber das mitbekommen hat, würde ich auf jeden Falle zum Rechtsanwalt gehen. Der Rechtsanwalt sollte auf Arbeitsrecht spezialisiert sein. Das Angebot für eine Halbtagsstellen würde ich mir gut überlegen, bevor ich nicht den Vertrag gesehen habe, da viele Arbeitgeber eine neue Probezeit einbauen.

Es stellt sich nun die Frage, warum hat der Arbeitgeber eine Halbtagsstelle angeboten? Hat er etwas erwähnt aus wirtschaftlichen Gründen. Des weiteren ist zu prüfen bzw. zu Wissen wie lange Du bereits bei dieser Firma arbeitest. Der Arbeitgeber darf und muss erst die Personen Kündigen, wo es Sozial vertretbar ist.

Ich kann nur einen Tipp geben, GEH zum Rechtsanwalt.
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  #3  
Alt 06.05.2009, 12:42
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Lara C. befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Böse Chefs sind Schweine

Hallo,

ich würde an Deiner Stelle noch einmal mit dem Arbeitgeber sprechen und ihn ganz konkret fragen, warum Du jetzt plötzlich eine Halbtagsstelle bekommen sollst. Du hast ganz normal gearbeitet und auch bspw. 4 Überstunden gemacht, da rechtfertigt es sich nicht, Dir eine Halbtagsstelle zu geben (zumindest mit den Infos, die Du geschriben hast).

Wenn Du Dich da nicht mehr so sehr wohl fühlst, dann würde ich mir auch überlegen, mit dem Arbeitgeber ggf. darüber zu sprechen, ob er / sie Dir nicht freundlichkeitshalber eine betriebsbedingte Kündigung mit beiderseitigem Vereinbarungsvertrag ausstellen will.

Du brauchst Dir dann keine Gedanken um ein geringes Arbeitlosengeld, oder Sperrfrist zu machen. Denn es gibt diesbezüglich neue Regelungen.

Ich musste Ähnliches erleben. Mein Mann und ich haben ein Haus gebaut. Ich musste ständig meinen Arbeitgeber nach Urlaub fragen oder bitten, früher zu gehen (natürlich gegen Überstunden an anderen Tagen). Er hat mir immer freundlich den Urlaub gewährt, ohne negative Sätze etc. Er wusste, dass wir bauen. Der Gedanke, wer baut, möchte auch Kinder, liegt nicht sehr fern. Kurz vor unserem Umzug wurde ich gekündigt. Kurz darauf erfuhr ich, dass eine andere Kollegin bereits schwanger war.

Wir schlossen eine Vereinbarung. In meinem Zeugnis steht allerdings, da wir uns eigentlich gut verstanden, dass ich betriebsbedingt gekündigt worden bin. Beim Arbeitsamt konnte ich die Vereinbarung gut begründen, denn die Kündigungsfrist betrug statt einen Monat, zwei Monate. Ich bekam keine Sperrfrist und 60 % des Gehalts.

Vielleicht kannst Du mit deinem Chef ja noch mal sprechen und ihn um Erklärung bitten oder ihn bitten, Dir vielleicht noch ein, zwei Monate in dem Betrieb zu geben und Dich zu kündigen mit Vereinbarung wg. der verlängerten Kündigungsfrist und der Abfindung.

Viel Glück und Erfolg!
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