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#1
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| Hallo, ich bin 22 Jahre jung und habe bereits eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann (Schwerpunkt Großhandel) erfolgreich absolviert. Die Ausbildung habe ich aber nicht aus Interesse zum Beruf gemacht, sondern um schnellst möglich zu arbeiten. (Mutter: "Du gehst arbeiten - mir egal was") Ich hatte Glück das meine Ausbildung sehr vielseitig war und bemerkte schnell, dass mich der Verkauf - sprich direkten Kundenkontakt im gegensatz zu Lagerarbeiten oder Bürotätigkeiten am meisten ansprach. Doch in diesem Betrieb wollte ich auf garkeinen Fall weiterarbeiten, da die Übernahmemöglichkeit nur in einer Abteilung bestand, in die mich keine 10 Pferde bekommen hätten. Zur Zeit versuche ich mich mit der Fachhochschulreife (Pflege& Gesundheit). Mir fällt die Schule nicht wirklich schwer, doch ich bin super unglücklich und glaube schon teilweise Depressionen zu bekommen. Die älteste Klassenkameradin ist 18 Jahre und der rest der Klasse zwischen 16 und 17. Ich habe keine/n mit dem ich auch nur ansatzweise auf einer Wellenlänge bin und dazu kommt noch, dass nur noch 2 weitere Jungs in der Klasse sind mit denen ich auch nicht wirklich was anfangen kann. Mir fehlt es einfach an Motivation und bin mir relativ sicher nicht mehr studieren zu wollen. Mein Problem ist nun, dass ich innerlich garnicht mehr zur Ruhe komme. Ich denke jeden Tag darüber nach das Fachabi abzubrechen um arbeiten zu gehen. Ich habe keine konzentration mehr, da ich immer in Gedanken bin. Bin super verträumt und einfach nicht mehr der lebensfrohe Mensch der ich einmal war. Da ich ein begeisterter snowboarder und mountainbiker bin, habe ich überlegt im Einzelhandel zu arbeiten ( Bike/skimax wäre eine Alternative) oder eine zweite Ausbildung zum Fahrradmechaniker, jedoch sieht es hier in der Umgebung sehr schlecht aus einen Ausbildungsplatz in dieser Branche zu bekommen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, die meisten meiner Freunde meinen ich soll das Fachabi durchziehen und dann weiter schauen. Jedoch geht mir dann noch ein Jahr verloren und ein Studium denke ich ist ausgeschlossen, da ich endlich weg vom Elternhaus will. Ich will in erster Linie einen Job der mich erfüllt, der mir Spaß macht - der Verdienst ist hierbei zweitrangig. Außerdem, wie schauts aus wenn ich alt bin. Die konkurrenz ist sehr hoch und Einzelhändler sind sehr schnell und leicht ersätzlich. Hat man auch noch mit hohem Alter Chancen in der Fahrrad/Snowboardbranche ? Wäre cool wenn ihr was dazu schreibt. Würde mich freuen, Björn |
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#2
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| Pflege und Gesundheit ist doch ein zukunftsträchtiges Berufsfeld. Diese Schule würde ich auf keinen Fall abbrechen. So wie dir geht es wohl mehreren jungen Menschen. Richtige Depressionen sind das aber nicht - man kann sich da schon noch selbst am Schopf nehmen und etwas aus dem persönlichen Tief reissen. Ein Abbruch würde dir wahrscheinlich weitere Probleme bereiten. Da wäre schon mal eine Ungereimtheit im Lebenslauf der doch bisher gut ist. Wie lange müsstest du denn noch studieren? Man kann sich auch in eine Studiumssache reinsteigern - versuchen der Allerbeste zu sein - das reisst dich auch aus den trüben Gedanken. Kenne Leute, die haben sich beim Lernen eingesperrt - um nicht gestört zu werden. Viel Erfolg wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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#3
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| Servus Wellen, meine Fachhochschulreife werde ich voraussichtlich 2010 im Mai beenden. Also noch ein gutes Jahr. Mein Urgedanke war ja Fitnessökonomie zu studieren. Doch jeden Tag im Fitnessstudio zu verweilen macht mir auch zu schaffen. Ich merke während dieser Schulzeit einfach, wie sehr mich das Verhältniss mit meinen Eltern stresst. Hierbei gehts es hauptsächlich um's finanzielle... . Ich habe bisher schon jeden Fr. + Sa. nebenbei auf 400€ Basis gearbeitet. Doch das Geld reicht nicht. Ich wohne auf dem Land, ca 20 km von meinen ganzen Jungs entfernt und nach Arbeitsschluss habe ich entweder keine Lust mehr was zu unternehmen oder habe kein Geld zur verfügung. Mir fällt hier einfach alles auf die Decke. Was ist denn wenn ich mein Fachabi in der Tasche hab? fängt dann wieder alles von vorne an? Ich fühle mich manchmal wie ein kleines Kind das nicht weis was es will. Mich regt es auf die letzten 2 1/2 Jahre für eine Ausbildung verschwendet zu haben die im Grunde genommen nichts für mich gebracht hat - außer etwas Erfahrung im Berufsleben. Ich kann mich nicht entscheiden, dass regt mich am meisten auf. Hälst du den Gedanken im Einzelhandel tätig zu sein für sehr verkehrt ? |
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#4
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| Hi Björn, mein Tipp in diesem Fall wie so oft: Verlasse dich nicht auf Informationen aus zweiter und dritter Hand, verlasse dich nicht auf Vermutungen und Hoffnungen, sondern verschaffe dir Gewissheit, indem du diejenigen fragst, die am meisten davon Ahnung haben, weil sie in dem Bereich auch arbeiten. Gehe raus und unterhalte dich mit Leuten, die möglichst nahe an dem dran sind, was dich interessiert. Mountainbike und Snowboard sind schon mal zwei Themen, die dich begeistern, das ist schon die halbe Miete. Nun überlege dir, welche Personen und Unternehmen irgendwie mit diesen Themen zu tun haben könnten. Mir fallen da auf einen Schlag eine Menge Sachen ein: - Fahrradhändler - Fahrradwerkstatt - Online-Fahrradhändler - Online-Snowboardhändler - Ski- und Snowboardhändler - Gore - Diadora - Bergamont - Bulls - Ghost - Trek - Alutech - Shimano - Sram - Marmot - Schwalbe - Burton - Cube - Jack Wolfskin - Nidecker - Rossignol - Völkl - Red Bull - Giro - Doppelmayr - Oakley - Ortlieb - Magura - Deuter - Nitro - Rock Shox Setze die Liste einfach fort und versuche dazu, Namen und Adressen zu bekommen. Gehe nun pesönlich zu denen hin, wo du das Gefühl hast, dass das für dich am interessantesten ist und sage einfach, dass du diese Ausbildung gemacht hast, dass du momentan orientierungslos bist, dass du dich aber für Snowboards begeisterst und dass du deswegen einfach mal mit jemandem sprechen möchtest, der beruflich damit zu tun hat. Bitte diese Personen einfach darum, dir zu helfen (NICHT nach einem Job fragen!!!) und bei einem unverbindlichen persönlichen Gespräch aus dem Nähkästchen plaudern. Frage sie Sachen wie: Was macht Spaß daran? Was macht nicht so viel Spaß? Worauf wird's in Zukunft ankommen? Welche Trends gibt es? Wie bist du selbst dazu gekommen, das zu machen? Wen kennst du noch, mit dem ich ebenfalls sprechen sollte? Dadurch bekommst du selbst eine Orientierung (folge deinem Gefühl), du bekommst Kontakte und Insiderwissen. Und wenn du nach dieser Recherchephase eine klarere Vorstellung davon hast, wo du hinpasst, dann kannst du deine Kontakte nochmal anrufen und es denen sagen, dass du, falls sich irgendwo etwas auftut, stark interessiert bist. Wenn diese Leute was mitbekommen, dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die dir auch Bescheid geben, weil sie dich sowieso schon persönlich kennengelernt haben. Deine Ausbildung und deine Fähigkeiten (Verkauf) sind praktisch überall gefragt. Entscheidend ist nur, dass du dich auf etwas konzentrierst, woran du Spaß hast oder haben könntest. Dann ist es mit o.g. Methode über persönlichen Kontakte auch relativ leicht, exakt dort reinzukommen. Also, hoch mit dem Hintern, raus aus der Bude und hol' dir die Infos von denjenigen, die wirklich Ahnung haben und verlasse dich bei deiner Suche auf den besten Berater, den du kennst - das bist du selbst. Wo du dich gut fühlst, dort bist du auch richtig. finde-deine-aufgabe
__________________ Man gibt immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen, gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden können, dann schaffen sie sie selbst. George Bernard Shaw |
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#5
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| finde-deine-aufgabe hat recht. Wenn du unzufrieden mit dem bist, was du momentan machst, dann kannst nur du etwas daran ändern. Du musst selbst aktiv werden, es wird niemand zu dir kommen und dir den Weg zeigen. Zum Bsp. könntest du dich auch auf Snowboard/Mountainbike-Messen, die überall in Deutschland stattfinden (Googlesuche) informieren und Kontakte herstellen. Du musst an die Unternehmen/Jobanbieter herantreten und mit ihnen ins Gespräch kommen. Bevor du aber keine alternative Lösung für dein berufliches Fortkommen gefunden hast, rate ich dir von einem Abbruch ab. Es ist auch wichtig, dass du lernst dich selbst zu motivieren. Es geht im Leben nicht immer alles wie geschmiert, man muss sich auch mal durchbeißen können, auch wenns keinen Spaß macht. Ich wünsche dir dabei viel Erfolg! Und immer schön am Ball bleiben.
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu Ratgeberin für den nützlichen Beitrag: | ||
finde-deine-aufgabe (06.06.2009) | ||
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