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#1
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| Hallo, weiß gar nicht ob ich hier bei Euch überhaupt richtig bin, aber ich schreibe einfach erstmal Smilie Seit Tagen, Wochen, nein, Monaten spiele ich mit dem Gedanken, meinen doch recht guten Job bei einem größeren Energiekonzern hinzuwerfen. Dieses tägliche Ärgern und die teilweise so sinnlose Arbeit die es wohl in jedem Großkonzern gibt, machen einfach keinen Spass mehr. Leider fällt mir die Entscheidung nicht leicht, meiner Chefin einfach die Kündigung auf den Tisch zu legen... Ich bin jetzt 36 und bin in dem Laden seit knapp 10 Jahren. Als einfacher Industriekaufmann verdiene ich auch recht gut (gute 50.000 EUR). So etwas wirft man nicht Hals über Kopf hin. Nur wenn ich denke, dass ich noch knapp 30 Jahre den gleichen Job machen, grauts mir Smilie Ich hab schon unzählige Male überlegt, was denn für mich sonst in Frage kommen könnte, aber leider ohne Ergebnis. Durch meine Ausbildung bin ich nun mal im kaufmännischen Bereich gefangen. Und ganz von null anfangen geht nun mal auch nicht, wie gesagt, ich bin keine 20 mehr Smilie Mich würde mal interessieren wie jemand von euch evtl. eine ähnliche Situation gemeistert hat. Das es nicht mehr lange so weiter gehen kann steht auf jeden Fall fest. Ich schreibe auch noch mal was mir wohl Spass machen würde... vielleicht kann da ja jemand einen Tipp geben was man daraus machen könnte. Also mein neuer Job kann ruhig draussen sein, dieses den ganzen Tag im Büro hocken muss nicht sein, des weiteren interessiere ich mich für Geographie, Umwelt(-schutz), Fotographie...evtl. kann man das alles miteinander kombinieren. Wie gesagt, ich hab schon einiges nachgestöbert und gesucht, bin aber auch nicht weiter gekommen. Naja, irgendwie weiß ich nicht so recht weiter, die Antwort auf das "was" bremst halt das "wie" und "wann" einfach aus... aber die Zeit bleibt nicht stehen und noch Jahre weiter warten macht es auch nicht einfacher. Also bitte um eure Tipps. Danke und Gruß, bloodflowers |
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#2
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| Ich würde an deiner Stelle mal das Internet durchforsten und mir Berufe anschauen die mit meinen Interessen kombinierbar sind. Schreib dir mal alle raus die du interssant findest,schreib deine Anforderungen an deinen neuen Beruf auf und vergleiche beides miteinander bis (vielleicht) was für dich rauskommt. Ist vielleicht nicht die beste Idee aber ein Anfang. |
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#3
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| Vielleicht kann ein nebenberufliches Studium die Lösung sein. Das geht oftmals auch mit mittlerem Schulabschluss plus Berufserfahrung und/oder Einstufungstest. Du würdest auf andere Gedanken kommen, hättest wieder ein Ziel und hinterher mehr Möglichkeiten. Vielleicht gäbe es sogar die Chance, damit in einem anderen Bereich des Konzerns tätig zu werden. Wenn nicht, könntest Du Dich hinterher auf einer anderen Grundlage anderweitig bewerben.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
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#4
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| Hallo, danke für eure Antworten. @Hein: Ich hab schon diverse Stunden und Tage mit dem durchforsten des Internets verbracht. Leider nicht wirklich mit Erfolg (Ergebnis: Reiseverkehrskaufmann :-) Naja, damit kann man die Strasse pflastern) Daher mein Versuch hier bei euch einen Tipp von jemanden zu bekommen, der schon mal in ähnlicher Situation war. @Melete: Habe Fachabitur und habe auch einige Semester BWL vor Jahren hinter mich gebracht und auch festgestellt, dass dies erstrecht nicht meine Sache ist. Viel zu theoretisch. Es muss glaub ich irgendwas sein außerhalb der kaufmännischen Ecke. Hat schon mal jemand von euch einen "Jobcoach" besucht ? Also diese Leute die mit einem eine berufliche Neuorientierung erarbeiten ? Macht das Sinn ? Kann man was daraus mitnehmen oder ist das rausgeschmissenes Geld ? Gruß, bloodflowers |
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#5
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| Genau - und mit einer Neuorientierung wieder auf dieses Einkommen zu gelangen, dürfte Jahre dauern, wenn überhaupt möglich. |
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#6
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| Wodim hat einen entscheidenden Punkt genannt. Du müsstest u.U. durchaus damit rechnen, beim Herumreißen des Steuers in eine ganz andere Richtung in Deinem Lebenslauf erhebliche Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen. Ein nebenberufliches Studium gibt es übrigens nicht nur in BWL oder kaufmännischen Belangen. Du kannst auch Kunst nebenberuflich studieren, Kulturmanagement, Geschichte, vielleicht auch Geographie und vieles mehr. Aber Theorie gibt es da schon. Und Zeiteinsatz am Feierabend. Warum nicht ein Coaching in Anspruch nehmen? Wenn Du Dich gedanklich im Kreis drehst, kann Dir eine Beratung vielleicht ein paar Anregungen geben.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
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#7
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| Hallo, ich kann dem Threadersteller da nur beipflichten. Ich bin nämlich ebenfalls in einem Energiekonzern tätig und hasse meinen Job. Das fängt damit an, dass ich genau wie bloodflowers die Sinnhaftigkeit meines täglichen Tuns permanent hinterfrage. Und gleichzeitig die Tätigkeit an sich verabscheue. Lange geht das bei mir auch nicht gut, und es sind erst 3 Jahre. Das man mit einer Umorientierung gehaltliche Einbußen in Kauf nimmt muss jedem klar sein. Aber, wenn man die nächsten 35 Jahre in einem Beruf verbringt, den man hasst, macht selbst 100.000 € Jahreseinkommen keinen Sinn. Ich finde es aber auch ungemein schwierig sich seiner Fähigkeiten klar zu werden, und eine neue berufliche Richtung zu definieren. Zurzeit kann ich zwar sagen was meine Interessen sind, aber ich bin auch noch nicht viel weiter. Was ich auf jeden Fall vorhabe: Das Internet nach Jobs und bestimmten Branchen zu durchforsten, in einer Liste genau festzuhalten was dafür erforferlich ist. Anschließend werde ich mal beim Arbeitsamt mit einem Berufsberater über die Jobmöglichkeiten sprechen. Das wichtige ist doch, du hast keinen Zeitdruck. Du hast ein festes Einkommen und kannst dir in Ruhe Gedanken machen. Aber ich halte es für einen fatalen Fehler nur aufgrund des Geldes rigoros im verhasseten Berufsleben zu verharren. Das Leben ist nun einmal endlich. |
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#8
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| Hallo ihr Umdenker Also ich stand vor dem Selben Problem allerdings mit dem Vorteil das mein Vertrag eh auslief, und ich hab ihn dann halt auslaufen lassen Einfach so kündigen, ohne bereits ein Ziel vor Augen zu haben würde ich aber nciht empfehlen, da ihr zuerst einmal mit einer Sperre in Bezug auf das Arbeitslosengeld rechnen müßtet... Also zuerst genau überlegen und dann loslegen. Das Problem ist ja auch, das ihr gar nicht wißt was ihr amchen wollt. Da wäre eine Nebenberufliche Ausbildung oder ein Studium wirklich sinnvoll, da schließe ich mich an. Zuerst könnt ihr ja mal an der nächstgelegenen VHS gucken was euch vieleicht anspricht und da dann mal einen Kurs mitmachen. Die teurere Variante ist Fernstudium, da gibt es ne Menge auswahl, Kunst, Design, Fotographie, BWL; Techniker, Informatik, Programmiersprachen.... Ich glaube es gibt kaum etwas, was man nicht per Fernstudium lernen kann. Anbieter wäre zum Bleistift SGD... Erst wenn ihr Sicher seit, was ihr machen wollt, gebt den derzeitigen Beruf auf... Ihr könnt euch neben dem Job Bewerben im von euch erwählten Traumbereich, das ist am sichersten, da ihr einen Nahtlosen Übergang gestalten könnt, aber in anderem Sinne wieder Problematisch, da ihr immer erst eure Kündigungsfrist hinter euch bringen müßt, sprich dem nachfolgenden Unternehmen nicht sofort zur Verfügung steht. Auch Selbständigkeit ist eine Alternative, zum langweiligen Job, aber stellt euch das nciht zu einfach vor. Nach der Kündigung hättet ihr 3 Monate Arbeitslosengeld Sperre, also wäre eine Gründung frühestens nach drei Monaten sinnvoll, wenn ihr Gründerzushuß für die KOmpletten 9 Monate wollt. Alternativ, müßt ihr halt auf 3 Monate verzichten und sofort starten, dann allerdings solltet ihr euch sehr gut vorbereiten. Wollt ihr Gründerzuschuß müßt ihr mindestens 1 Tag Arbeitslos gemeldet sein (ob ihr dafür Geld bekommt oder nciht) und euch den Antrag abholen, dann kann es losgehen. Egal welchen Weg ihr Wählt, zuerst einmal müßt ihr wissen was ihr wollt ![]() Ich weiß es schon und bin auf dem Weg mich Selbständig zu machen :D Ahanit
__________________ Ich schreibe in meinem Blog über meinen Weg in die Selbständigkeit: http://news.ahanit.de Eigendesignte Spiele-----Historische Spiele |
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#9
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| Ich würde mir erst mal grob aufschreiben, welche Themen interessant und spannend sind, dann aufschreiben, welche Leute beruflich mit den Themen zu tun haben und dann mit diesen Leuten persönlich von Angesicht zu Angesicht sprechen und sie einfach offen und ehrlich fragen: "Bin momentan in einer Orientierungsphase, möchte mich in Zukunft mit wirklich spannenden Sachen beschäftigen, habe festgestellt, dass Sie das tun, würde gerne mehr drüber wissen, können wir mal kurz drüber sprechen?" Dann einfach ein paar Basisfragen stellen (Wie kommt man dazu? Was macht Spaß? Was macht weniger Spaß? Was muss man draufhaben, um so etwas zu machen? Wie entwickelt sich der Bereich in der Zukunft? Wen kennen Sie noch, mit dem ich sprechen könnte?) Wichtig: Hole dir die Info immer aus erster Hand, also im persönlichen Gespräch bei denen, die wirklich Ahnung haben, weil sie das, was du interessant findest, bereits beruflich tun. Mehr dazu in meinem Blog. Vertraue nicht auf irgendwelche Berater, Bewerbungstrainer, Vermittler oder sonstigen Zwischeninstanzen. Coaches sind grundsätzlich ok, ich würde aber nicht irgendwas nehmen. Es gibt viel Müll auf dem Markt. Alles was in Richtung Bewerbung geht: weiten Bogen drum machen. Du weißt wie das geht und man kann es überall nachlesen, das bringt nichts. Ein Coach muss dazu bereit sein, ein erstes kostenloses Kennenlerngespräch zu führen und er muss in diesem Gespräch auf deiner Wellenlänge liegen. Sonst klappt das nicht. Seriöse Coaches rechnen nach Zeit ab, ohne Vorkasse oder so etwas. Und checke vorher, ob dieser Coach bei den Umsetzungsschritten diesen unsäglichen Bewerbungsreflex ("Ja, jetzt haben wir ja einiges rausgearbeitet, jetzt können Sie sich mal bewerben") zeigt oder andere, bessere Methoden kennt, um die Füße beruflich auf den Boden zu bekommen. Grüße, finde-deine-aufgabe
__________________ Man gibt immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen, gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden können, dann schaffen sie sie selbst. George Bernard Shaw |
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#10
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| Zitat:
Jeder Beruf bringt nach einer gewissen Zeit seine Schattenseiten zu Tage - und wird LANGWEILIG, spätestens nach 5 bis 7 Jahren. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und diejenigen, die in ihrem ausgesuchten oder unter Entscheidungsdruck und Verweiflung gewählten Beruf ein Arbeitsleben lang glücklich und zufrieden sind, das sind doch die absoluten Ausnahmen und Glückspilze. Solange "Personaler" einen makellos-optimalen Lebenslauf sehen wollen und intensiv bemüht sind, den schlechten Kern des Bewerbers zu entdecken und zu negativen Auslegungen neigen - auf der Suche nach Ablehnungsgründen, werden die Wechselwilligen ganz schlechte Karten haben. Geändert von Bekel (10.02.2010 um 15:56 Uhr) |
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| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Bewerbung zum neuorientierung | Mojoe986 | Anschreiben | 4 | 14.01.2010 08:04 |