| | |||||||
| Registrieren | Blogs | Hilfe | Interessengemeinschaften | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
| |
| | LinkBack | Themen-Optionen | |
|
#11
| |||
| |||
| Hallo Blus. kann Dich sehr gut verstehen! Bin seit 1981 in der Pflege und zwar kein seelisches, aber ein körperliches Wrack. Diese körperliche Arbeit geht sehr an die Substanz (Knochen). Da ich Jahrgang 1962 bin, ist der "Zug" einer Umschulung für mich leider schon abgefahren (zu alt). Du bist erst 30 Jahre alt und kannst Dich noch beruflich verändern. Ob Du eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch nehmen kannst, wage ich mal zu bezweifeln. So lange Du deinen Kopf nicht unter dem Arm trägst, ist damit wohl nicht zu rechnen. Meine Freundin (ebenfalls in der Pflege tätig) hat in allen Gelenken hochgradig Arthrose (Grad 4) und hat jahrelange Kämpfe führen müssen, um ihre Erwerbsminderungsrente (begrenzt auf 2 Jahre) durchsetzen zu können. Geholfen hat ihr eine psychosomatische Reha. Viel Erfolg und alles Gute für Deine Zukunft wünscht Dir Sanne PS sehe gerade, dass es bei Dir um eine Berufsunfähigkeitsrente geht. Leider weiß ich auch dazu nichts genaues. |
|
#12
| |||
| |||
| Hallo blus, ich bin heut beim rumgoogeln auf dein Thema gestossen und hab mich gleich hier in dem Forum angemeldet. Deine Beiträge sind jetzt zwar schon ein Jahr her, aber ich muß sagen bei mir ist das haargenau das gleiche!! Ich bin 33 Jahre, alles in allem ca. 12 Jahre in der Pflege tätig gewesen und kann nicht mehr!! Familiär ist bei mir zum Glück auch wie bei Dir alles in Ordnung, aber beruflich weiß ich kaum weiter! Ich war bis letztes Jahr August in einem Pflegeheim tätig. Das war glaub ich mein 6. Arbeitgeber. Um wie du schon sagst, überall der gleich Mist! Ich bin gelernter Krankenpfleger und war anfangs in einer Rehaklinik, Fachrichtung Kardiologie, tätig. Dort hats mir soweit auch ganz gut gefallen- war OK. Doch da ich dort nur Schwangerschaftsvertretung war konnt ich auf dem Posten nicht mehr bleiben. Man bot mir ne Stelle als Dauernachtwache in der Psychosomatik an- Gute Nacht!! Aus Angst vor Arbeitslosigkeit nahm ich die Stelle an, unter der Zusage, mir so schnell wies geht wieder einen normale Stelle anzubieten. Daraus wurde ein Jahr und dann lief der Vertrag aus. Seit diesem Job gings sowieso nur noch bergab... Ich war damals schon psychisch sehr angeschlagen. So, und was passiert wenn man als Krankenpfleger arbeitslos wird- man landet als Pfleger im Pflegeheim! Da ging das Drama weiter- ich wurde ich gemoppt und war angeblich zu **** zum Hintern abwischen! Zum Glück fand ich dann ne neue Stelle, auch in nem Heim, dort war das Klima aber ganz gut. Allerdings hatt ich dort mit Dementen zu tun. Ich wurde täglich angespuckt, geschlagen und beschimpft von denen. OK, die sind krank und merkens nicht mehr- aber ich habs nach zwei Jahren echt nicht mehr ertragen. Meine persönliche "Firewall" ist total zusammengebrochen und ich hab alles an mich ran gelassen. Ich erlitt mehrere Nervenzusammenbrüche und ging schließlich zum Arzt. Der Psychiater hat ne Depression festgestellt. Ich hab das die ganzen Jahre nicht gemerkt oder wahr haben wollen! Ich war daraufhin zur Reha und hab nen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben gestellt, da ich in die Pflege auf keinen Fall mehr zurück will oder kann. Nach Ablehnung und Widerspruch läuft das nun schon über ein halbes Jahr und es ist noch keine Entscheidung in Sicht. Der Rehaberater sgte mir, daß wohl noch Monate ins Land gehen. Ich bin seit August letzten Jahres ohne Arbeit und nun läuft mir die Zeit davon! Das Arbeitsamt kann mir auch nicht weiterhelfen solange der Antrag noch nicht entschieden ist! Ich werd jetzt den Widerspruch zurücknehemen damit die Sache endlich mal abgeschlossen ist. Außerdem versuch ich mich auch anderweitig zu bewerben, bisher aber ohne Erfolg. Mein Fazit lautet: Aus dem Mußtopf der Pflege rauszukommen ist sehr schwierig, da in diesem Beruf immer Stellen frei sind! Ich frage mich aber auch warum so viele Stellen frei sind... Bei der Reha bestannt die halbe Klinik nur aus kaputten Pflegekräften! Mich würde natürlich auch interessieren wies bei Dir weiterging bzw. wer ähnliche Probleme hat bitte auch antworten ![]() Viele Grüße Udo Geändert von Hobby520 (23.06.2009 um 07:42 Uhr) |
|
#13
| |||
| |||
| Jetz hats endlich geklappt- mache ne Umschulung zum Mechatroniker! Ich fühle mich pudelwohl im Betrieb! Nur die restlichen Formalitäten wgen Übergangsgeld und so weiter sind bissl nervig, aber das wird auch noch. Das Gesundheutswesen kann mich... na ihr wisst schon! |
|
#14
| |||
| |||
| Hallo Hobby!!! Hoffe du liest hier noch wie bist du zu der Umschulung gekommen? wer zahlt die? ich bin mit den nerfen auch am Ende und komme nicht aus der ****** Pflege raus!!! |
|
#15
| |||
| |||
| Moin moin- also meine Vorgeschichte hab ich ja hier schon ausführlich erleutert. Um aber an ne Umschulung zu kommen brauchst due drei Dinge: nen guten Arzt, nen guten Rehaberater und vor allem- gute Nerven! Wenn du bis jetz noch nicht kaputt genug bist, dann tuts die Rentenversicherung mit extremer Langsamkeit und irrsinnig viel Papier! Aus diesem Grund war ich auch noch mal fertig mit den Nerven und wollte den Antrag auf Umschulung zurücknehmen. Offenbar hat meine Entschlossenheit beim Rehaberater dann doch was bewirkt: der hat sichs ans Telefon geklemmt und an häherer Stelle um schnellstmögliche Bearbeitung gebeten. Und siehe da, paar Tage später kam von ihm die mündliche Zusage und paar Wochen später dann ein schriftlicher Bescheid. Dann ging alles sehr schnell. Ich kamm in einen Vorberitungskurs bei einem Bildungsträger in Dresden und die haben mit mir nen Praktikumsbetrieb gesucht und gefunden. Zwei Tage vor Beginn der eigentl. Umschulung wurden die Verträge unterzeichnet. Also noch mal zusammengefasst: bei mir läuft das über die Rentenversicherung Bund, die zahlen mir auch das Übergangsgeld plus Fahrt und Verpflegungskosten. Zu verdanken hab ich aber alles meinem Rehaberater und der Bildungseinrichtung FAW, die mich sehr unterstützt haben (klar- die bekomm ja auch Geld dafür von der RV). Aber ohne den Rehaberater hätt ichs allein nie geschafft. Ich kann dir nur folgendes Raten: geh zum Arzt und lass dich an nen Psychater überweisen. Erzähl dem Deine Geschichte und daß du nervlich am Ende bist. Stell dann am besten einen Rehaantrag (6 Wochen Reha tuen wirklich gut!) und gleich einen Antrag zur berufl. Reha. Lass dich auch krankschreiben- es ist "von Vorteil" wenn man als arbeitsunfähig zur Reha fährt. Dann poche bei der Reha bis zum Umfallen darauf, daß du den Beruf nicht mehr ausüben kannst. Denn die Entscheidung der Reha-Ärzte hat großen Einfluss auf die Entscheidung zur berufl. Reha! Falls der Antrag abgelehnt wird, auf alle Fälle Widerspruch einlegen. Und wie gesagt wende dich an einem Berater bei deiner zuständigen RV-Aussenstelle- oder vom Arbeitsamt, je nach dem. Wenn du aber min. 180 Monate in die RV eingezahlt hast, ist die in der Regel für dich zuständig. Aber über eine kompetenten Berater geht alles bissel flotter. Und dann solltest du auch wissen was du Umschulen willst. Versuch auf deinen Bauch zu hören und versuche aus deinen vorhandenen Talenten was zu machen! Ich wünsch dir erstmal viel Glück! Ich schau ab und zu mal rein wenn noch Fragen sind. |
|
#16
| |||
| |||
| ...........edit |