Probetage auf 400 Euro-Basis vor eventueller Festeinstellung?
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Probetage auf 400 Euro-Basis vor eventueller Festeinstellung?

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  #1  
Alt 29.05.2010, 00:58
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Standard Probetage auf 400 Euro-Basis vor eventueller Festeinstellung?


Hallo zusammen,

ich bin komplett neu hier im Forum und bin mir auch nicht sicher wo am besten der Threat hier reinpasst.... kann also gerne verschoben werden, wenn es hier im Allgemeinen nicht passen sollte...

Folgende Frage:

Ich hatte heute Nachmittag ein Vorstellungsgespräch (war eine Gruppeneinladung) und hätte dort die Möglichkeit mehrere Tage auf "Probe" zu arbeiten.

Allerdings gibt es ein paar Sachen die mich echt stutzig machen und brauch dazu mal weiteren Input denn ich selbst kann es im Moment absolut nicht einschätzen:

1. Diese Firma sucht ständig nach neuen Leuten.

2. In der Anzeige die ich gefunden habe stand ein festes Einkommen mit angegeben: Festgehalt (Grundgehalt) 1800 Brutto, Zielgehalt: 3000 Euro. Quasi Festgehalt und der Rest setzt sich aus Prämien und Provisionen zusammen.

3. Die Probearbeitstage belaufen sich auf ganze 10 Tage und die auf 400 Euro-Basis. Wenn es dann soweit passt wäre dann Festvertrag möglich, allerdings werden die ersten Arbeitstage eben nur auf 400 Euro-Basis vergütet.. wenn ich das mal ausrechne sind das umgerechnet 60 Euro, also weniger als in einem 1-Euro-Job.

Das ist so aber eigentlich nicht üblich oder? Auch war meine Bewerbungsmappe, die ich mit dabei hatte, komplett uninteressant...

Frag mich jetzt natürlich, Risiko eingehen oder lieber bleiben lassen??

Montaine
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  #2  
Alt 29.05.2010, 06:15
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nontestatum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Bei der Entlohnung handelt es sich offensichtlich um eine Vergütung auf Erfolgsbasis, das heisst, man muss einen dauerhaften und stetigen Verkaufserfolg erzielen, um den anvisierten Lohn zu erreichen.

Vermutlich ist das nicht realisierbar, so dass dieses Unternehmen auch darauf angewiesen ist, ständig frisches Blut anzuheuern.

Wenn ein derartiges verkaufsorientiertes Unternehmen eine Anheuerung in Mannschaftsstärke vornimmt, bedeutet dies, dass entweder eine hohe Ausfallquote erwartet wird oder dass man Fläche abdecken und einen Streueffekt erreichen will.

Die Art der Probevergütung auf 400€-Basis zeigt, dass dieses Unternehmen vor allem Rekrutierung aus dem Arbeitslosenheer vornimmt, denn der zunächst erzielbare Zuverdienst liegt innerhalb der 165€-Grenze von ALG I und unter dem 100€-Zuverdienstbetrag bei ALG II, wenn von dem von dir genannten Betrag von 60€ ausgegangen wird. Wenn sich die 60€ auf die gesamten 10 Tage beziehen, stünde auch die Frage nach gerechter Entlohnung im Raum.

Das scheint wohl nur ein Job für Vollblutverkäufer und Klinkenputzer zu sein.
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  #3  
Alt 29.05.2010, 07:10
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Luni2205 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo Montaine,

ich muss mich da Nonte anschliessen! Ich selbst habe die letzen Monate auf Provisionsbasis gearbeitet und weiss daher aus eigener Erfahrung dass das erreichen dieses, ich sag mal "Idealgehalts" praktisch unmöglich ist.

In dem Unternehmen bei dem ich war, war das meiner Meinung nach auch bewusst so geplant. Das heisst der Mitarbeiter wurde quasi so weit blockiert und ausgebremst das er das Grundgehalt mitgenommen und keinen Cent mehr.

Um überhaupt an Provisionen zu kommen hätte ich mind. 60Std./Woche arbeiten müssen!
Und der Knaller ist noch: Für mein Grundegehalt musste ich bereits eine bestimmte Anzahl an Behandlungen leisten. Schaffte ich das nicht wurden mir diese von evtl. erreichten Provisionen abgezogen!

Unternehmen die auf Provisionsbasis zahlen suchen ständig neue Leute weil kein Arbeitnehmer langfristig mit einer solchen finanziellen Situation leben kann/will.
Man hat feste Ausgaben und braucht dementsprechend auch ein festes und verlässliches Einkommen.


Aufgrund meiner Erfahrung würde ich jedem Raten: Finger weg von Provisionsbasis!!!

Geändert von Luni2205 (29.05.2010 um 07:12 Uhr)
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