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#1
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| Hallo an alle! Ich brauche Euren Rat! Habe die ganze Zeit überlegt ob ich hier im richtigen Tread bin, aber da meine Erfahrungen fast alles beinhalten was es so an negativen zu berichten gibt habe ich beschlossen hier zu schreiben. Eines vorweg, ich arbeite gerne und auch länger wenn es sein muß, aber was momentan bei uns läuft geht auf keine Kuhhaut. Das geht von Unfähigkeit der gesamten Geschäftsleitung über Mobbing und absurden Arbeitsanweisungen bis hin zum absoluten dessinteresse gegenüber den Mitarbeitern. Du bist rein gar nichts wert in dieser Firma. Das alles hier niederzuschreiben würde wirklich den Rahmen sprengen und würde den Server zerstören, zumal mir das wirklich niemand glauben würde. Bereits letztes Jahr hatte ich einen echt heftigen Burnout. 6 Wochen ging gar nichts mehr. Nach diesen 6 Wochen habe ich mich langsam wieder reingekämpft. Natürlich war man auf der Arbeit der Meinung das es alles nur gespielt gewesen sein muß. Hinterrücks wurde selbstverständlcih verächtlich darüber geredet, aber niemand hatte den Mut mich direkt darauf anzusprechen. So ging es dann weiter, immer mehr Arbeit, 3 Sachen gleichzeitig erledigen und immer abrufbar sein, natürlich ohne den dafür entsprechenden Lohn. Im Gegenteil, geleistete Ü - Stunden verschwinden Spurlos, es werden Sonntage ( kein Arbeitstag ) mit Ü - Stunden verechnet usw. Vor 2 Monaten hat es mich dann wieder erwischt. Diesmal habe ich allerdings nicht so lange gefeiert, meiner Familie zuliebe. Nun bin ich aber an einem Punkt wo ich nicht mehr weiter weiß. Ich leide unter akuten Schlafproblemen, Herzrhythmusstörrungen, Herzschmerzen, Magenproblemen und fühle mich im ganzen mehr als unwohl. Da ich diesen Job schon mehr als 20 Jahre mache und bei Wind und Wetter draussen bin machen auch die Knochen nicht mehr so richtig mit. Wer schon mal bei minus 5 Grad mit nassen Klamotten in eisigem Ostwind gestanden hat weiß vielleicht wovon ich spreche. Ich mag meinen Job nach wie vor, aber in dieser Firma hat es keinen Zweck mehr. Vor allem strahlt das ganze immens auf meine Familie ab. Selbst mein Arzt konnte mir keinen dementsprechenden Ratschlag geben, nun überlege ich schon einen anderen aufzusuchen. Ich möchte gerne weiterarbeiten, allerdings unter humanen Arbeitsbedingungen. Kommt mir bitte nicht mit dem Vorschlag ich solle mal mit der Geschäftsführung sprechen. In dem Falle richte ich ein Spendenkonto ein auf der Ihr mir 50 Cent für ne Parkuhr überweisen dürft. Würde ja gerne alles einfach hinwerfen, aber dann droht mir ja eine Sperre die ich mir absolut nicht leisten kann, und das wird die Chefetage wohl auch wissen und sich insgeheim einen Ast lachen. Wozu ratet Ihr mir? Bitte ernsthafte Antworten, mir ist echt nicht mehr zum lachen zumute. Habe eher das Gefühl kurz davor zu stehen mich zu vergessen. Gruß Malocher |
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#2
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| hallo,auch ich bin erst seid heute hier in diesem Forum und habe deinen Bericht gelesen. So wie es scheint,kommen wir beide aus der selben Branche.Ich bin gelernter Gärtner und kenne dein Problem zu gut. Mit Mobbing habe ich allerdings bisher kein Akkutes Problem wie du. Ich habe mir angewöhnt keine Freundschaften mit Kollegen einzugehen.Ich sehe die ja eh nur acht Stunden,vielleicht auch mal 10 am Tag und das reicht auch. .hm was soll ich dir nur raten.Krankmachen in deinen Fall hat wenig Sinn,aufgrund deiner Zugehörigkeit in der Firma.Alternativ würde ich mich bei einen Anwalt schlau machen,ob du versetzt werden kannst oder wie sieht es mit einen Aufhebungsvertrag aus? ![]() Ist nicht leicht bei dir ,aber sich rechtlichen Beistand einholen schadet nie. Mache dich nicht seelich fertig |
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Malocher (02.01.2011) | ||
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#3
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| Zitat:
Es geht also darum, dass du deinen Job nicht unüberlegt aufgibst und dies auch damit verbindest, deine Gesundheit im Auge zu behalten und dass du deine Arbeitsfähigkeit im Hinblick auf den § 8 SGB II erhälst und diese nicht ruinierst. .
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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Malocher (02.01.2011) | ||
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#4
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| Leider gehe ich schon auf die 50 zu und das macht die Sache nicht gerade einfacher für mich. Gesundheitlich bin ich schon arg angeschlagen und deshalb weiß ich im Moment auch echt nicht was ich machen soll. Die Firma meint immer noch ich wäre ein 22 jähriger Hüpfer. Das mir das alles aber jeden Tag schwerer fällt merkt keiner, bzw. will wohl keiner merken. Gruß Malocher |
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#5
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| Kopf hoch,ich bin immerhin auch schon 37 .Wie gesagt,krankmachen unter deinen Umständen ist erlaubt wenn du es willst und darauf anlegst gekündigt zu werden. Auch ich war Langzeitarbeitslos und habe mich damit arrangiert. Von der Arbeitslosigkeit an sich habe ich keine Angst mehr,es gehört heutzutage einfach dazu leider. Lieber bin ich arbeitslos als mich den ganzen Tag schikanieren zu lassen. Wie gesagt,es ist deine Entscheidung,du sollst aber nicht den Mut verlieren genzlich mit der Arbeit aufzuhören. Ne Tafel Schokolade soll manchmal helfen. Egal bleib auf jeden Fall erstmal dran und mache das Beste daraus.Wie gesagt,deine Kollegen siehst du zwar jeden Tag,aber daß maximal für acht Stunden.Genieße deine Freizeit und schalte unbedingt mal ab.Sobald du zu hause bist hat dein Beruf nichts in deiner Wohnung zu suchen.!Für 2011 wünsch ich dir viel Erfolg und ein besseres Betriebsklima. |
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Malocher (02.01.2011) | ||
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#6
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| Zitat:
Meine unmassgebliche Meinung: kannst du nicht. Machst du den Job so weiter, bist du in absehbarer Zeit körperlich erledigt, würde vermutlich auch bedeuten, du wärest in den Augen der Arbeitgeber weitestgehend erwerbsunfähig, nach Recht und Gesetz aber topfit und voll erwerbsfähig, was für dich bedeuten würde, du startest eine Karriere als Langzeitarbeitsloser, natürlich mit allen Folgen wie Vermögensabbau und Altersarmut. Du solltest also deine Gesundheit schonen und zusehen, dass du aktiv arbeitsfähig bleibst, zumindest so, dass du dauerhaft einem kleinen Arbeitsverhältnis nachgehen kannst, denn Rente gibt es erst ab 65, 66, 67, je nach Jahrgang.
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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Malocher (02.01.2011) | ||
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#7
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| Hallo Ich stehe in ähnlicher Situation, und werde meine Arbeit auch hinschmeißen. Ich bin ca. gleichaltrig wie Du. Aber nervlich bin ich am Ende, und in ärztlicher Behandlung.. was mich allerdings nicht sehr viel weiter bringt. Ich habe beschlossen, nach 10 jähriger Betriebszugehörigkeit "das Handtuch" zu werfen. Um das schnell hinter mich zu bringen, werde ich einen Aufhebungsvertrag machen, bloß, weiß ich noch nicht, wie ich das anstellen soll. Aber das ist ein anderes Thema. Ich kann mir gut vorstellen, wie Du dich fühlst. Da fällt mir nur ein "Arbeiten bis 67" ein Witz !!! Die Leute die Arbeit haben werden sowas von ausgenockt, dass sie mit 50 - 55 fertig sind. Im großen und ganzen fällt es mir schwer, den Beruf nicht mehr zu machen. klar hat man sich die Gesundheit ruiniert, und seine Arbeit so gut wie nur möglich gemacht. Dann ist man Krank, kommt aus der Krankheit zurück und wird unvorbereitet in einen anderen Bereich versetzt, wo man sich absolut nicht auskennt und ganz unten wieder anfangen muss. Ich habe beschlossen, das zu ändern, bzw. das Arbeitsverhältnis zu beenden. Ich werde wohl auch erst mal 3 Monate gesperrt werden. Aber lieber trete ich so kurz, und komme wieder etwas zur Ruhe, oder ich hab mich irgendwann mal wegen der Fa. aufgeknüpft. Und ich glaube das ist kein AG Wert !!! Es wird ein harter Schnitt werden . Aber das ist mir lieber, als das bischen Restgesundheit auch noch für den jetzigen AG zu opfern. Klar gibt der Arbeitsmarkt für uns nicht mehr all zu viel her. Aber was ist nun besser ? Einen Job zu haben, der einen die Gesundheit kostet ? Oder irgendwas anderes machen, was neues anfangen um die paar Jahre, die einem noch bleiben über die Runden zu bekommen ? Ich wähle dann doch lieber die 2te Variante. Denn wenn ich in der Fa. bleibe, werde ich mit Sicheheit das Rentenalter nicht erreichen. Bei der 2ten Variante besteht noch ein kleiner Funke Hoffnung. Auf jeden Fall wünsche ich Dir, dass Du die für Dich beste Lösung des Problems findest. Du solltest auch an Deine Familie und an Dich denken. Den wird ein abgevrackter Vater oder Ehemann genau so viel nützen, wie ein durchgeknallter. Irgendwann ist auch mal gut mit Demütigungen und Mobbing und all so´n Kram. Dann lieber einen sauberen Schnitt gemacht und gut is das. Alles Gute, und überleg Dir, ob Du dir das wirklich noch lange antun willst, bzw. kannst. Denk an Dich und deine Familie, das kann Dir kein AG erstzen. !!! Und Deine Gesundheit auch nicht !!!
__________________ _______________________________________ Gruß Ralf |
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Malocher (02.01.2011) | ||
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#8
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| Hallo Ralf! Da sind wir ja Seelenverwandte! Noch habe ich nichts hingeschmissen, allerdings habe ich mein Arbeitspensum auf ein minimum reduziert um halbwegs den Tag über die Runden zu kommen. Was der Staat sich mit solchen irrwitzigen Ideen ausgedacht hat geht auf keine Kuhhaut. Ich hoffe das ich im neuen Jahr die Kurve bekomme und einen Absprung schaffe. Andernfalls ist der große Knall vorprogramiert. Apropos Arzt: Von dem fühle ich mich schon lange nicht mehr ernst genommen! Gruß Malocher Geändert von Malocher (02.01.2011 um 18:51 Uhr) |
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#9
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| Hi Dirk Ja das bringt nichts, das noch lange hinauszuzögern. Der einzige Vorteil; solange ich Krank bin, bekomme ich noch Kohle. Wenn mich der Arzt nich länger krank schreibt, wird die Sache abgeschlossen. Wie gesagt: Ich habe keinen Bock drauf, mich behandeln zu lassen, wie einen Lehrling mit 16. Aus dem Alter bin ich raus, und den Nerv dazu habe ich auch nicht mehr.. Es gab ein Leben vor dieser Firma, und es wird eins danach geben.
__________________ _______________________________________ Gruß Ralf |
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#10
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| Das es ein Leben danach gibt bezweifle ich keinesfalls, auch bei mir nicht, eher würde es besser werden. Allerdings muß ich finanziell so abgesichert sein das es halbwegs normal weiterläuft und genau da liegt der Kasus Knacksus. Leider habe ich auch nicht soviel an der Seite liegen um eine gewisse Zeit zu überbrücken. Ich gehe das ganze jetzt so langsam wie möglich an und versuche alles einen anderen Job zu bekommen. Leider musste ich die negativste Sache erleben die Dir in so einem Zusammenhang passieren kann. Mein allerbester Kumpel, von dem ich immer den Anschein hatte er hätte alles im Griff, hatte es wohl doch nicht. Er muß nervlich so angeknackst gewesen sein das er alles nicht mehr auf die Reihe gebracht hat. Letztes Jahr bekam ich dann einen Anruf den ich heute noch in den Ohren habe. In diesem wurde mir mitgeteilt das sich mein Kumpel in seiner Wohnung aufgehangen hatte. Das ganze hat mich so tief getroffen das ich heute noch schwierigkeiten mit dieser Tatsache habe. Das schlimmste jedoch ist und war das ich von alle dem nichts mitbekommen habe oder bemerkt habe. Er hat mir auch nie etwas erzählt. Weiß nicht ob es falscher Stolz war oder die Angst als Versager oder gar Schwächling angesehen zu werden. Man hat ja auch keine Anlaufstelle die einem da in unserem Alter weiterhelfen würde. Gruß Malocher |
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