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#1
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| Hallo, ich bin fest entschlossen meinen Job zu kündigen.Ich fahre eine zu weite Strecke,habe extreme Schwierigkeiten mit meinem Vorgesetzten und schiebe schon fast ******* viele (natürlich unbezahlte)Überstunden. Ich fühle mich extremst unwohl und ich habe keine Freude und kein Spass mehr am Leben in diesem Job. Sogar meine sozialen Kontakte habe ich größtenteils verloren,weil ich nur noch gearbeitet und geschlafen habe. Von gesundheitlichen und psychischen Problemen ganz zu schweigen.... Deswegen habe ich mich jetzt für den unpopulären Schritt entschieden,selber zu kündigen.Ich weiss,dass mir hier jetzt alle davon abraten werden,aber ich habe nunmal das Gefühl,dass es für mich das Beste ist. Ich hoffe zwar sehr,dass ich schnell wieder Arbeit finde aber einige Sachen die jetzt auf mich zukommen,interessieren mich dennoch.. 1.Ist es richtig,dass mich eine Sanktion von 30% auf den Hartz IV-Regelsatz erwartet ? 2.Geld für Wohnung und Krankenversicherung bleibt unangetastet ? 3.Nur rein interessehalber weil ich natürlich hoffe dass dieser Fall nicht eintritt....wenn die Sanktion nach 3 Monaten ausgelaufen ist,und ich wieder meinen normalen Regelsatz beziehe...würde dann wenn ich irgendwann mal wieder sanktioniert werden würde(was ich natürlich nicht hoffe)gleich die nächste Sanktionsstufe von 60% einsetzen oder gibt es da eine bestimmte Frist,dass ich dann wieder bei 30% "einsteigen"würde.Ich hoff,ich hab das halbwegs verständlich umschrieben.... 4.Kommt bei zukünftigen Chefs beim Vorstellungsgespräch besser an,dass man selber gekündigt hat oder dass man gekündigt wurde ??Wahrscheinlich je nachdem wie man es umschreibt,hm ? 5.Wenn es so ist,dass Arbeitgeber UND Arbeitnehmer mit der Kündigung einverstanden sind (was in meinem Fall so wäre,da ich mich nicht wohl fühle und mein Arbeitgeber wohl auch schon gemerkt hat dass ich todunglücklich in diesem Job bin und so keine Verstärkung bin),kann man sich da auf sowas wie eine Trennung im beiderseitigen Einvernehmen einigen ?? Und wenn ja,zieht ein solcher Fall auch Sanktionen nach sich ?? Ich weiss,dass sind viele dämliche Fragen aber ich war noch nie in einer Situation wie dieser...daher schon mal vielen Dank Jumper |
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#2
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| an deiner Stelle nicht selbst kündigen, sondern mich vom Arzt krankschreiben lassen und zwar so lange und sooft es nur irgendwie möglich ist. Gruss wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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#3
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| Hmm..ganz genauso mach ich es ja mittlerweile. Bin ab morgen nun schon in der 3.Woche krankgeschrieben,aber das is irgendwie nur eine Aufschiebung und keine Auflösung des Problems.Nach 6 Wochen muss ich mir dann eh was Anderes überlegen,da man sich ja nur 6 Wochen am Stück krankschreiben lassen draf,oder ? Finde darauf zu spekulieren,dass mich mein Arbeitgeber wegen Dauer-Krankheit kündigt,is nicht das Wahre. Hätte ein besseres Gefühl wenn langsam mal reiner Tisch ist.... Jumper |
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#4
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| Hallo Jumper, ... naja- Krank zu feiern war keine allzu gute Idee. Suche das Gespräch mit deinem Chef, teile ihm mit womit und warum du Probleme mit/an deinem Arbeitsplatz hast. Sollte er darauf nicht eingehen biete ihm an eine arbeitgeberseitige Kündigung zu akzeptieren. Falls er auch darauf nicht eingeht dann mache Dienst nach Vorschrift- und als erste Vorschrift würde ich die in deinem Arbeitsvertrag näher definierten Arbeitsstundenzahl ansehen. Leiste keine Arbeitsstunde mehr zu der du nicht verpflichtet bist. Spätestens darauf wird er reagieren. Aber nochmal- eine ungerechtfertigte Krankmeldung ist kein vertretbares Druckmittel bei Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz! Wolf Zitat:
__________________ ... schöne Grüße Wolf Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung. Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar. Ich bin kein Jurist. |
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#5
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| Zitat:
ich gebe wolf da recht, suche nochmal das gespräch mit deinem chef. |
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#6
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| Zitat:
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#7
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| Zitat:
Man darf nicht vergessen, dass die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall eine hohe soziale Errungenschaft ist und daher von jedem Arbeitnehmer wie sein Augapfel gehütet werden sollte. Ausserdem kann der Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung anzweifeln und eine Nachuntersuchung anleiern. Möglicherweise ergeben sich dann unterschiedliche Diagnosen.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#8
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| Ach es ist schon eine verzweifelte Situation....Fakt für mich ist jedenfalls,dass ich das Unternehmen verlassen werde. Das Leben ist in einer solchen Arbeits-Situation einfach nicht lebenswert..man verbringt einfach zuviel Zeit auf Arbeit um sich dort permanent kaputt machen zu lassen.Ich merke wie es ist,wenn die Arbeit sich langsam auch auf die Gesundheit niederschlägt. Als sanktionierter Arbeitsloser hat man zwar auch kein geiles Leben aber immerhin die Zeit und die Möglichkeit sich so schnell wie möglich etwas Neues zu suchen. Der Tipp mit dem Weiterarbeiten und sich nebenbei bewerben und bei einer Zusage fristgerecht kündigen ist zwar der weitverbreiteste und auch immer leicht gesagt,aber leider kaum umzusetzen...in den letzten 7 Monaten habe ich mich immer nebenbei schön weiterbeworben und hätte auch immer schön zu Vorstellungsgesprächen fahren können.PROBLEM bei der Sache allerdings,ich konnte kein einziges davon wahrnehmen da ich ja immer arbeiten musste.Ein Wunsch nach Umlegung des Vorstellungsgespräches kommt beim potenziellen neuen Arbeitgeber immer sehr schlecht um. So muss man leider einfach mal eingestehen,dass dieser Tipp immer viiiel leichter gesagt ist als getan. Ein Aufhebungsvertrag zieht dann also tatsächlich eine Sanktionierung des Arbeitslosengeldes in jedem Fall nach sich ?? Da hatte ich große Hoffnung reingelegt.Dann werde ich wie einer der Vorposter vorgeschlagen hat,meinem Chef sagen,dass ich einer Kündigung seitens des Arbeitgebers zustimmen würde. Ach...is schon alles ********,Mensch. Gruss und danke schonmal für die vielen hilfreichen Antworten Jumper |
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#9
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| was ich da geraten habe. ![]() wollte auch nur mal schnell die Diskussion dazu etwas entfachen. Die darauffolgenden Reaktionen habe ich vorausgeahnt. Derart "schwere Geschütze " aufzufahren sind nicht ohne gute Vorbereitung ratsam. Es muss aber auch ein gewisser Selbstschutz eines AN gegeben sein, der drauf und dran ist wegen Drangsaleien seines AG wirklich krank zu werden. Der Arzt ist und bleibt nun mal die einzig wirkliche Hilfe die man in derartigen Fällen hat. Das soz. Gesundheits- System wird daran nicht leiden - das ist sowieso schon im A... Mit Blick auf die Gesundheitsreform haben wir nämlich in nicht mal 2 Jahren die Kopfpauschale bzw. Bürgerversicherung bei der die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle eigens versichert werden muss. Gruss wellen
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