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#1
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| Moin, Moin! Ich bin 32 Jahre alt und gelernter Hotelfach- und Bürokaufmann. Am 1.11. habe ich eine neue Stelle in einem Hotel angetreten. Zuvor habe ich eine Tätigkeit in einem Familienhotel saisonal beendet. Dort habe ich an der Rezeption gearbeitet, viel (kreativen) Freiraum in meinen Aufgaben und vor allem Spaß gehabt. Ich konnte/durfte/musste Verantwortung übernehmen und konnte alles machen, was im Sinne der Zufriedenheit der Gäste ist. Ich bin in der Berufswahl etwas eingeschränkt, da ich hörbehindert bin und ein Hörgerät trage. Sprich eine Tätigkeit in einer lauten Umgebung und arg großem Publikumsverkehr kommt für mich nicht infrage. Nun aber hat sich die Situation im neuen Job komplett gedreht. Die Tätigkeit war mit Aufgaben an der Rezeption und Service im Restaurant ausgeschrieben. ich hab mich da mal beworben, um mir das ganze mal anzuhören. Die Chefs (Familienbetrieb - Ehepaar um die 60) machten mir viele Zugeständnisse. Ich solle in absehbarer Zeit die Chefin entlasten, so der Chef, damit sie auch mal frei machen kann - sprich an der Rezeption Anfragen bearbeiten, Schriftverkehr erledigen, Abrechnungen etc. Zudem herrscht dort sehr großer Personalmangel. Da hieß es ich solle im Restaurantservice "unterstützend" tätig sein. Darunter verstehe ich, wenn mehr los ist, mit "einspringen". Nun aber erledige ich in einer Schicht 20% Aufgaben an der Rezeption, den Rest (80%) im Restaurantservice. Meistens bin ich in der Schicht alleine. Muss Gäste am Tisch bedienen, einchecken und Telefondienst machen. Dazu wenn nichts los ist putzen. In einem Gespräch mit der Kollegin (es sind alle übrigens sehr aufgeschlossen und freundlich!, im Service ein sehr junges Team - alle unter 30 J.) kam heraus, dass die Chefin in Wirklichkeit kein Stück ihrer Aufgaben an andere Mitarbeiter abgeben will. Zudem hat man kaum eine Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen oder gar selber Verantwortung zu übernehmen. Wenn am Telefon ein Gast anruft und ich auf eine Frage nicht weiter weiß, übernimmt die Chefin das ganze ohne mir eine Hilfestellung zu geben. Es gibt leider keinen Arbeitsvertrag, "es würde jeder ohne arbeiten - wird nicht gebraucht". Überstunden macht "jeder freiwillig" heißt es dort. So wirklich glauben kann ich das ganze nicht. Ich möchte in den nächsten Tagen das Gespräch mit dem Chef und der Chefin suchen. Weiß jemand Rat, wie ich das Gespräch angehen soll? Vielen Dank schon mal für die Antworten und allen einen schönen 2. Advent. |
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#2
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| Zitat:
Das ist ein typischer Familienbetrieb, da bestimmt die Unternehmerfamilie, wo es langgeht. Diskussionen sind fehl am Platze, provozieren den Arbeitgeber höchstens, schliesslich gehört die Gastronomieeinrichtung dem Unternehmer, der diese bisher (erfolgreich ) geführt hat, und jetzt kommst du Ei und willst klüger als die Henne sein. Was glaubst du denn, warum der Arbeitgeber keine Arbeitsverträge herausrückt? Nun, so kann er das Arbeitsverhältnis - und später das Arbeitszeugnis - mit Inhalt füllen, so wie er es braucht, bei Meinungsverschiedenheiten hat er grundsätzlich die besseren Karten, und da nirgendswo eine Überstundenregelung vereinbart ist, fallen demzufolge auch die Überstunden unter den Tisch. Das einzige, was für den Arbeitgeber spricht, ist die "aufgeschlossene und freundliche" Mannschaft, denn wie der Herr so das Gescherr. ![]() Zugeständnisse muss man immer kritisch sehen, denn eine alte Taktik ist, die Leute erst an der langen Leine laufen zu lassen und diese dann nach und nach einzuholen. Wenn du still und bescheiden bist, gelernt hast zu dienen, deine Arbeit ohne Murren und korrekt machst, hast du da wahrscheinlich einen passablen Job, zumindest bis zum nächsten akzeptablen Engagement, aber wenn du versuchst, da moderne Methoden einzubringen oder du gar das Wort "Recht" in den Mund nimmst, bist du nur noch eine Baustelle, die bereinigt werden muss.
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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Thommy1212 (05.12.2011) | ||
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#3
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| Zitat:
Ich hab nun das Gespräch gesucht. Der AG will von diesen Absprachen nix wissen und wirft mir vor, meine Hörbehinderung nicht ausführlich im Vorstellungstermin erläutert zu haben. Absoluter Quatsch! Aber nun ist die Sache beendet. Der AG hat mir zum 31.12. gekündigt - damit ich keine Sperrzeit bei der Arbeitsagentur erhalte. Ich bin raus aus der Nummer aber Arbeitslos. Es wurde im Nachhinein ein Vertrag mit der Vereinbarung einer Probezeit geschlossen. Nun bin ich aber bis zum 18.12. Krankgeschrieben. Der AG rät mir, eine neue Krankmeldung ab dem 18.12. einzureichen. Ich hab das Gefühl, da ist etwas Faul an diesen Rat. Was meint Ihr? |
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#4
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| Vermutlich will der Arbeitgeber mit dir nicht weiter zusammenarbeiten und geht so einem denkbaren Konflikt oder einer ungemütlichen Arbeitsatmosphäre aus dem Weg. Du solltest prüfen, ob dir Entgeltfortzahlung im Kranlheitsfalle gewährt wird. Schau bitte in den Arbeitsvertrag, was dort genau vereinbart wurde und ob dort Ostereier versteckt sind. .
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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Thommy1212 (10.12.2011) | ||
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#5
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| Zitat:
Ich bin seit dem 5.12. krank krank geschrieben - also sind die 6 Wochen noch lange nicht erreicht. Inhalt im Vertrag: "Der AG leistet Entgeltfortzahlungen nach den gesetzlichen Bestimmungen." Also 6 Wochen...... Sonst konnte ich keine "Ostereier" entdecken. |
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