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#1
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| Hi, ich besuche jetzt zurzeit eine Werkrealschule in Baden-Württemberg, um dort das 9+1 (mittlerer Bilduingabschluss) zu machen. Zurzeit habe ich aber ein ziemlich bedrückendes Gefühl in mir. Ich habe keine Ahnung, was ich nach diesem Schuljahr machen soll. Weiter zur Schule gehen oder eine Ausbildung beginnen? Ich hätte schon große Lust, mit einer Arbeit zu beginnen, nur leider habe ich da garkeine genaue Vorstellung. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich etwas mit Menschen zu tun haben und auf keinen Fall den ganzen Tag in einer Werkstatt stehen will. Ich war auch schon bei der Berufsberatung, aber sehr viel weiter hat mich das nicht gebracht. ![]() Ich habe von Arbeitsamt eine Art Test gemacht, bei denen folgende Ergebnisse herauskamen: -Drogenberater -Entwicklungshelfer -Erzieher -Sozialarbeiter -Berufsberater -Journalist -Redakteur Ich habe ja immer von einer Karriere bei der Polizei geträumt, doch diese bleibt mir wohl dank eines Sehfehlers verwehrt. Ich habe auch schon an eine Ausbildung als Fachkraft für Sicherheit gedacht, aber da gibt es hier keine Ausbildungsplätze. Meine größte Furcht ist, eine Ausbildung zu beginnen, die mir dann absolut nicht gefällt. Gruß, Einherjer |
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#2
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| Denke 20 Jahre zurück. Zu dieser Zeit gab es kein Internet, keine Digitalkameras, keine Mobiltelephone (zumindest für die breite Bevölkerung nicht bezahlbar) und deutschland war noch geteilt in eine BRD und eine DDR. Dieses Forum wäre zur damaligen zeit überhaupt nicht vorstellbar gewesen. Was ich damit sagen will ist, dass du in die Zukunft schauen musst. Du wirst dann in einer Welt technischer Wunder leben, die heute ebenfalls kaum vorstellbar sein wird. Und die Welt wird von Rohstoff- und Wasserknappheit gekenzeichnet sein, Lebensmittel werden kostbarer sein als heute. Vielleicht werden dann wieder Zeiten angebrochen sein, wo man Gott für ein Stück Brot danken und das Erntedankfest mit Inbrunst begehen wird. Auf Grund der Bevölkerungsentwicklung wird Deutschland ein orientalisch geprägtes Land sein, zumindest aber ziemlich südländisch. Eine Wirtschaftsordnung, die geprägt ist von Verschwendung und Konsum, kann in dieser Zeit keinen Bestand haben. Wenn du absolut nicht weisst, was du lernen sollst, dann rate ich dir, ein holzverarbeitendes Handwerk zu erlernen. Dieses wird nie vergeblich sein.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Für Redakteur und Journalist brauchst Du ein Studium. Punkt. Evtl. kannst Du Handwerkliches und Soziales ja auch verbinden, z.B. durch Arbeit in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte o.ä. Es könnte jedoch sein, dass man dafür ebenfalls ein Studium, wenigstens aber eine Ausbildereignung braucht. Ob Dir ein sozialer Beruf liegen könnte, würde ich an Deiner Stelle unbedingt ausprobieren! Versuche es mit einem Praktikum! Du willst "auf keinen Fall den ganzen Tag in einer Werkstatt stehen" und mit Menschen zu tun haben? Auch im handwerklichen Bereich gibt es viele Berufe, bei denen die Arbeit bei den Auftraggebern vor Ort erfolgt. Interessierst Du Dich für ein bestimmtes Handwerk? Liegt Dir Verkaufen/Vertrieb? Dann könnte auch eine Außendiensttätigkeit (durchaus auch im Handwerk) in Frage kommen. Vielleicht kann es weiterhelfen, wenn Du Dir Filme über Berufe ansiehst, in denen Beispiele für Tätigkeiten mal ganz praktisch gezeigt werden. Da gibt es z. B. Videos von der Arbeitsagentur: BERUFE.TV - Startseite Weitere Videos gibt's z. B. hier: Berufe Videos zu Berufen Die Qualität der Infos kann ich natürlich nicht im Einzelnen nachprüfen. Wenn etwas interessant erscheint, gibt's dann getextete Infos (oftmals sehr detailliert) im BerufeNet: BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden - Suche Auch im Handwerk ist es sicher empfehlenswert, den Beruf durch ein Praktikum näher kennen zu lernen. Erkundige Dich danach, wo Leute gesucht werden. Z. B. suchen manche Handwerksberufe händeringend. Hoffe, dass irgendein Tipp dabei ist, der Dir ein wenig weiterhilft. Viel Glück |
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