Total unglücklich bei der neuen Stelle nach nur 2,5 Monaten
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Total unglücklich bei der neuen Stelle nach nur 2,5 Monaten

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  #1  
Alt 06.12.2011, 18:11
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Hallo Ihr Lieben,

vielleicht habt Ihr für einige Tipps..

Die Situation ist folgendermaßen:

Ich habe am 01.10.2011 in einer bekannten Drogeriekette, die sich (für Außenstehende) sehr familienfreundlich und sozial gibt, als Kassiererin angefangen. Die Filiale in der ich arbeiten sollte war am Tag der Vertragsunterzeichnung noch nicht eröffnet und so habe ich erst einmal andere Filialen unterstützt. Dann habe ich die eigentliche Filiale mit eingerichtet, welche aber nun schlechter als geplant angelaufen ist und somit bin ich dann am 01.11.2011 in die 5. und endgültige Filiale versetzt worden. Der Fahrtweg ist gerade Samstags der absolute Hammer (Arbeitsbeginn: 8 Uhr - meine Stadtrundfahrt beginnt um 06:30 Uhr). Und als ob das nicht schon nervig genug wäre, habe ich so tolle Kollegen, dass sie zusammenhalten, wie Pech und Schwefel und man dort als Neuling kaum Chancen hat. Mein Einstieg wurde mit einer Kassendifferenz von 15 Euro gefeiert: Ich hatte einen Artikel mehrmals falsch verkauft, weil ich keine Ahnung hatte, dass es diesen Artikel in unterschiedlichen Varianten gibt. Die Differenz wurde mir einfach ind ie Kasse gebucht. Dagegen habe ich mich erfolgreich gewehrt. Den zweiten Vorfall gab es kurze Zeit später: Meine Kollegin, die am ersten Tag noch auf "beste Freundin" gemacht hat, meckerte vor den Kunden (!) darüber, dass eine Schere (!) vor statt hinter dem Klebeband-Abroller lag. Auf diese Diskussion habe ich mich gar nicht eingelassen und habe sie stehen lassen. Sie kam hinter mir her gerannt und meckerte dann vor der Chefin weiter mit mir rum.
Seither spricht sie nicht mehr normal mit mir, sondern nur im Befehlston. Beim letzten Mal, als sie so mit mir geredet hat, habeich sie um einen anderen Ton gebeten. Mir macht diese ganze Situation so dermaßen Bauchschmerzen. Ich habe kaum noch Hunger, kann schlecht einschlafen und grüble den ganzen Tag darüber nach - selbst wenn ich frei habe. Kündigen kann ich nicht, da ich noch keinen anderen Job in Aussicht habe und darüber hinaus ergänzende Leistungen vom Amt bekomme.

Könnt Ihr mich irgendwie aufbauen?

Liebe Grüße,
Jazzy1984

Geändert von Jazzy1984 (06.12.2011 um 18:15 Uhr)
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  #2  
Alt 07.12.2011, 08:51
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Zitat:
Zitat von Jazzy1984 Beitrag anzeigen
Hallo Ihr Lieben,

vielleicht habt Ihr für einige Tipps..

Die Situation ist folgendermaßen:

Ich habe am 01.10.2011 in einer bekannten Drogeriekette, die sich (für Außenstehende) sehr familienfreundlich und sozial gibt, als Kassiererin angefangen. Die Filiale in der ich arbeiten sollte war am Tag der Vertragsunterzeichnung noch nicht eröffnet und so habe ich erst einmal andere Filialen unterstützt. Dann habe ich die eigentliche Filiale mit eingerichtet, welche aber nun schlechter als geplant angelaufen ist und somit bin ich dann am 01.11.2011 in die 5. und endgültige Filiale versetzt worden. Der Fahrtweg ist gerade Samstags der absolute Hammer (Arbeitsbeginn: 8 Uhr - meine Stadtrundfahrt beginnt um 06:30 Uhr). Und als ob das nicht schon nervig genug wäre, habe ich so tolle Kollegen, dass sie zusammenhalten, wie Pech und Schwefel und man dort als Neuling kaum Chancen hat. Mein Einstieg wurde mit einer Kassendifferenz von 15 Euro gefeiert: Ich hatte einen Artikel mehrmals falsch verkauft, weil ich keine Ahnung hatte, dass es diesen Artikel in unterschiedlichen Varianten gibt. Die Differenz wurde mir einfach ind ie Kasse gebucht. Dagegen habe ich mich erfolgreich gewehrt. Den zweiten Vorfall gab es kurze Zeit später: Meine Kollegin, die am ersten Tag noch auf "beste Freundin" gemacht hat, meckerte vor den Kunden (!) darüber, dass eine Schere (!) vor statt hinter dem Klebeband-Abroller lag. Auf diese Diskussion habe ich mich gar nicht eingelassen und habe sie stehen lassen. Sie kam hinter mir her gerannt und meckerte dann vor der Chefin weiter mit mir rum.
Seither spricht sie nicht mehr normal mit mir, sondern nur im Befehlston. Beim letzten Mal, als sie so mit mir geredet hat, habeich sie um einen anderen Ton gebeten. Mir macht diese ganze Situation so dermaßen Bauchschmerzen. Ich habe kaum noch Hunger, kann schlecht einschlafen und grüble den ganzen Tag darüber nach - selbst wenn ich frei habe. Kündigen kann ich nicht, da ich noch keinen anderen Job in Aussicht habe und darüber hinaus ergänzende Leistungen vom Amt bekomme.

Könnt Ihr mich irgendwie aufbauen?

Liebe Grüße,
Jazzy1984


Aber man kann etwas dazu sagen.

Zunächst sollte man klarstellen, dass es eine Authoritätspyramide gibt.

Eine Kollegin hat mit dir nicht im Befehlston zu sprechen oder mit dir herumzumeckern.

Wenn überhaupt, macht das nur der/die Vorgesetzte.

Zwischenmenschliche Probleme zu bunkern und auch noch mit nach Hause schleppen sollte man nicht, gewöhne dir das ab. Du wirst dafür auch nicht bezahlt, bezahlen tut dich der Arbeitgeber für eine bestimmte Arbeitsleistung.

Du musst das so sehen, dass der Job (Genau: Job, nicht: Berufung) nur eine eher unbedeutende Episode in deinem Leben ist, du arbeitest da eine Weile und irgendwann arbeitest du da eben nicht mehr, weil du eine saftigere und grünere Weide gefunden hast.

Es ist noch ein Aspekt zu beleuchten.

Du warst ursprünglich für eine andere Filiale vorgesehen, konntest in dieser nicht arbeiten, weil du bereits dort 2. Wahl warst und man hat dich offensichtlich in eine Filiale abgeschoben, von der bekannt sein muss, dass das dortige Personal für Neulinge problembehaftet ist. In diesem Zusammenhang sollte man mal nachforschen, wie hoch dort die Fluktuation ist, und daraus Schlüsse ziehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass dich der Job nicht ernährt und du aufstockend ALG II benötigst.

Die Frage lautet also:

Für so einen Kackjob willst du dich seelisch und moralisch fertigmachen (lassen)?

Nimm dir ein Beispiel an einem Ostfriesennerz: an dem perlt alles ab ...
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Jazzy1984 (07.12.2011)

  #3  
Alt 07.12.2011, 09:50
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Vielen Dank, Counselor, für die tolle Antwort.

Ich habe Deinen Beitrag gelesen und dabei die ganze Zeit nickend vor dem Bildschirm gesessen.

Ich bekomme zwar ergänzend ALG II, das sind aber nur 107 Euro, die im Grunde genommen momentan nur meine Rücklagen auffüllen.

Ich habe mich z.B. auch schon gefragt, wie es beim Amt ankommt, wenn ich einen Job annehme, der Beispielsweise 0,20 € unter meinem derzeitigen Stundenlohn liegt. Ich hatte nämlich ein solches Angebot, bevor diese Kollegin mit dem ganzen anfing, und dieses Angebot habe ich abgelehnt.

Liebe Grüße,
Jazzy1984
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  #4  
Alt 07.12.2011, 12:20
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Zitat:
Zitat von Jazzy1984 Beitrag anzeigen
Ich habe mich z.B. auch schon gefragt, wie es beim Amt ankommt, wenn ich einen Job annehme, der Beispielsweise 0,20 € unter meinem derzeitigen Stundenlohn liegt. Ich hatte nämlich ein solches Angebot, bevor diese Kollegin mit dem ganzen anfing, und dieses Angebot habe ich abgelehnt.
Das Jobcnter wird zunächst nicht erbaut davon sein, dass du beabsichtigst, deine Bedürftigkeit zu vergrössern.

Nur ist es so, dass du stark rationalisierungsgefährdet bist, in einem abstürzenden Flugzeug solange sitzen zu bleiben, bis auf auf dem Boden aufschlägt, ist auch nicht so unbedingt prickelnd.

Ich würde das Gespräch mit dem Jobcenter suchen und mir die Erlaubnis für eine sanktionsfreie Kündigung einholen (Schriftlich).
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  #5  
Alt 09.12.2011, 20:48
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Zitat:
Zitat von Counselor Beitrag anzeigen
Nur ist es so, dass du stark rationalisierungsgefährdet bist, in einem abstürzenden Flugzeug solange sitzen zu bleiben, bis auf auf dem Boden aufschlägt, ist auch nicht so unbedingt prickelnd.
@Counselor:
Was meinst Du damit?

Noch einmal zu dem aktuellen Stand:
Ich dachte, dass die Kollegin nach meiner klaren Ansage endlich kapiert hat, was Sache ist.
Sie redet jetzt zwar in normalem Ton mit mir, aber nun macht sie mich vor den Kollegen schlecht.. Wenn etwas falsch gelaufen ist, dann war ich es..

Der Chef von der von mir abgelehnten Stelle hat sich noch einmal gemeldet und gebeten, dass er meine Unterlagen behalten darf, und sich meldet will wenn er meine Gehaltswünsche realisieren kann. Ich sagte ihm, dass ich die Stelle nicht abgelehnt hätte, weil ich nicht bei ihm arbeiten will, sondern eben aufgrund des Stundenlohnes. Ich sagte ihm, dass ich noch einmal Rücksprache mit der Arbeitsagentur halten würde.

Es ist definitiv so, dass ich diese Situation nicht lange aushalten kann. Denn es ist ja nicht nur so, dass diese Kollegin auf mir rumhackt, sondern ich ja auch nicht die selben Rechte habe wie die anderen. Sprich: die anderen stehen mal von der Kasse auf und kümmern sich um die Regale u.s.w. Ich sitze den ganzen Tag an der Kasse und wenn ich mal etwas aufräume, werde ich gleich angeschissen. Auf der anderen Seite wird aber erwartet, dass alles ordentlich ist. Auch wird immer gemeckert, wenn die Schlange zu lang ist, wenn ich aber klingle, damit jemand noch eine Kasse besetzt, kommt ewig keiner und wenn dann nur für 3-5 Kunden.

Was kann ich als Argument bei der Arge anbringen?

Geändert von Jazzy1984 (09.12.2011 um 20:52 Uhr)
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  #6  
Alt 10.12.2011, 11:07
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Standard AW: Total unglücklich bei der neuen Stelle nach nur 2,5 Monaten

Man hatte dich ursprünglich eingestellt, um eine bestimmte neue Filiale mit Personal zu versorgen.

Dort arbeitest du aber nicht mehr, das bedeutet im Umkehrschluss, du bist entbehrlich.

Deine Entbehrlichkeit macht sich auch bei deiner jetzigen Stelle bemerkbar, du bist dort nicht akzeptiert, benachteiligt und man wird deinen Weggang dort weder bemerken noch mit Tränen bewässern.

Mein Rat: bringe dich in Sicherheit, entweder in einer anderen Filiale oder gleich bei einem anderen Arbeitgeber.


Bei der Arge = Jobcenter solltest du deine Situation entsprechend meiner Argumentation vortragen, nämlich dass dein Arbeitgeber sich mit seiner Personalplanung vertan hat und seinen Personaleinsatz falsch kalkuliert hat und du deshalb in absehbarer Zeit mit einer Rationalisierungskündigung rechnen musst. Der Wechsel in eine andere Stellung wäre daher sinnvoll, auch wenn der Jobwechsel zunächst nach einer Bedürftigkeitserhöhung aussehen würde.
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  #7  
Alt 27.03.2012, 19:14
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Standard AW: Total unglücklich bei der neuen Stelle nach nur 2,5 Monaten

Ich habe es mit Hilfe der Mitarbeitervertretung wieder in meine ursprüngliche Filiale zu kommen, welche jetzt auch besser läuft. Nun habe ich aber das Gefühl, dass die ganze Geschichte wieder von vorne losgeht. Entweder ist es tatsächlich so, oder ich bin einfach überempfindlich.

Kurz zu den Fakten: Ich sollte in einer Filiale für einen Tag aushelfen und als ich dort den einen Tag war, wurde mir gesagt, dass es doch schön wäre wenn ich länger bleiben würde, weil sie Engpässe hätten. Da habe ich dann mal Klartext geredet und gesagt, dass ich es nicht gut finde, dass man mir sagt ich solle einen Tag aushelfen und dann sollen daraus plötzlich 2 Wochen werden. Als ich eine Woche später wieder für eine andere Filiale auf dem Dienstplan stand, habeich mich AU gemeldet und habe mich erst einmal um meine Arzttermine gekümmert (ich bin chronisch krank und habe einen GdB 50).

In "meiner" Filiale gibt es zwei Ein- bzw. Ausgänge und somit an jedem Ende Kassen. Am Ausgang 1 ist der Kundenansturm riesengroß und an Ausgang 2 passiert kaum etwas, außer dass die Kunden ihre Fotos dort am Automaten ausdrucken und dann dort bezahlen. Nun habe ich feststellen müssen, dass ich zu 98% diejenige bin, die an dieser Kasse eingesetzt wird. Nun war es an einem Tag so, dass erst ich dort für 4 Stunden eingesetzt war, dann Pausenablösung für mich kam und danach sollte ich an die gutgehende Kasse. Dort war ich dann nur eine knappe halbe Stunde und sollte dann die Kollegin (Frau H.) hinten wieder ablösen. Ich sagte meiner Kollegin (Frau B.) vorne bescheid, dass ich jetzt wieder nach hinten gehe und sie fragte, ob ich wisse, warum ich dort hingehen sollte. Ich wusste erst gar nicht, was sie mit der Frage bezwecken wollte und antwortete, dass ich Frau H. hinten an der Kasse ablöse. Später kam Frau B. dann zu mir und sagte: "Du weißt wirklich nicht warum Du ewig hinten bist, oder? - Der Chef sagt, Du bist zu langsam für die Kassen hier vorne und deshalb musst Du nach hinten". Ich habe das für ein Gerücht gehalten und die stellvertretende Filalleitung gefragt, was daran ist, was Frau B. gesagt hat. Die stellvertretende Filalleitung sagte mir, dass es nicht so ist, und dass alle - auch Frau B. etwas zu langsam sind.

Ein paar Tage später wurde ich dann von einer anderen Kollegin (in Einarbeitung zur Stellvertretung) wieder auf die selbe Weise nach hinten bestellt und sie sagte mir auch, dass der Chef meint, ich sei zu langsam.

Mir stellen sich jetzt die Fragen: Fällt einem Vorgesetzten sowas erst eine Woche vor Ablauf der Probezeit auf, obwohl er meinen Schwerbehindertenausweis vorliegen hat und somit klar sein dürfte, dass ich nicht voll belastbar bin? Warum sagt er mir das nicht selber? Muss ich darauf etwas geben? Kennt sich hier jemand mit Kündigungen von schwerbehinderten nach der Probezeit aus?

Liebe Grüße,
Jazzy1984
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  #8  
Alt 28.03.2012, 13:43
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Von dem Gelaber würde ich mich nicht weiter beeindrucken lassen.

Mitarbeitern Minderleistung vorzuwerfen ist ein beliebtes "Motivierungsinstrument", damit den Mitarbeitern nicht zu wohl wird.

Bei der Kassenbedienung sieht man ausserdem selber, ob die Kundenbedienung stockt oder nicht.

Man kann sich auch mit anderen Kollegen vergleichen, dann sieht man ggf. auch, ob man im Vergleich zurückfällt.

Im übrigen solte man als Arbeitnehmer im Einzelhandel sowieso in der Gewerkschaft sein, wer nicht drin ist, ist selber schuld, wenn was anbrennt.

Alternativ solltest du einem Sozialverband beitreten, ich denke da z.B. an den VDK, der kann auch bestens beraten, insbesondere im Hinblick auf deine spezielle Behindertensituation. Der Mitgliedsbeitrag ist gering.
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Jazzy1984 (29.04.2012)

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