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#1
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| Hallo zusammen, ich befinde mich in folgender Situation, die mir seit Monaten Kopfzerbrechen bereitet und hoffe hier vielleicht auf ein paar hilfreiche Worte zu treffen. Ich habe im August diesen Jahres mein Duales Stúdium in BWL abgeschlossen und wurde danach von meinen Ausbildungsunternehmen (Automobilzulieferer) übernommen. Dazu muss ich sagen, dass sehr lange nicht feststand ob ich bleiben kann und erst 3 Tage vor Ausbildungsende eine Zusage kam, die ich dann ohne lange zu überlegen angenommen habe. Leider habe ich sehr schnell gemerkt, dass die Arbeit so gar nichts für mich ist. Nachdem ich anfangs dachte es liegt nur an dem Bereich an sich, da ich dort in der Ausbildung nie eingesetzt gewesen bin, habe ich nach längeren Gesprächen (u.a. mit meiner ehemaligen ausbilderin) herausgefunden, dass die Ausbildung so wie ich sie jetzt gemacht habe, vielleicht noch nicht das Richtige für mich ist. Mittlerweile weiß ich für mich, dass ich mich umorientieren möchte und möglicherweise doch noch meinen Master machen möchte. Vorher möchte ich aber zusehen, dass ich zumindest 1 Jahr erstmal arbeite um zusätzliche Berufserfahrung zu meinem Dualen Studium zu sammeln. Diese ganze Situation bereitet mir allerdings auf der Arbeit ein wenig Bauchschmerzen, da ich für mich weiß, dass ich dort am liebsten nicht mehr allzu lang bleiben möchte, die Kollegen und vorallem mein Chef aber etwas ganz anderes denken. Nächste Woche habe ich ein Personalgespräch und ich gehe davon aus, dass ich gefragt werde, wie es mir nun nach 4 Monate gefällt usw. Ich möchte da ganz gerne meine neuen zukünftigen Pläne vorsichtig anbringen, aber ohne jemandem auf den Fuß zu treten oder mir Feinde zu machen. Mein Problem ist eigentlich in erster Linie, dass mein Chef beim Bewerbungsgespräch offen gesagt hat, dass er jemanden für länger braucht und niemanden, der unruhig auf seinem Stuhl sitzt und bald wieder weg will. Das war bei mir beim Vorsellungsgespräch auch noch nicht der Fall, sondern kam erst im Laufe der Zeit, je mehr ich die Arbeit kennen gelernt habe. Was ist nun eure Meinung dazu? Wie sollte ich mich beim Personalgespräch verhalten? Und allgemein, sollte ich es wirklich wagen das Risiko einzugehen, zu kündigen und mich umzuorientieren? Ich denke einfach ich bin erst 22 und wenn nicht jetzt, wann dann? Für Antworten wäre ich wirklich sehr dankbar! |
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#2
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| Aussenstehenden darauf wirklich Antwort zu erhalten darfst du nicht hoffen; denn entscheiden muss man so etwas immer selbst. Klar - es gefällt dir nicht - momentan jedenfalls .. und du möchtest dich weiter qualifizieren um noch bessere Möglichkeiten zu haben. Ganz ähnlich geht es derzeit auch meiner Tochter. Die hat nach Ausbildungsende zwei Bewerbungen geschrieben und bei beiden zusagen erhalten. Sie konnte es sich aussuchen und hat sich entschieden. Nun nun nach einem Jahr Arbeit hat sie sich auf ne andere Stelle beworben, weil sie sich da wo sie derzeit wohnt etwas einsam fühlt. Ihr Bewerbungsgespräch war enttäuschend für sie und sie war eigentlich froh an ihrem alten Arbeitsplatz bleiben zu können. Nun erhiellt sie aber völlig überraschend gestern die schriftliche Zusage - und sie könnte jetzt in den öffentlichen Dienst an eine Uni-Klinik mit 3 - Jahresvertrag und sehr gutem Gehalt. Da wo sie aufhören will hat sie beste Reverenzen - die werden um sie weinen . Sie ist wirklich sehr beliebt und gestern wurde ihr eine Gehaltserhöhung um monatlich 100 Euro zugesagt. Sie ist natürlich ratlos nun .. aber sie wird sich entscheiden müssen. Ihr bisheriger AG weiss noch nichts ... sie wird es ihm sagen müssen.. und zwar aus dem Grund, weil man den AG, wenn er loyal zu einem war nicht vor vollendete Tatsachen stellt. Man muss dem AG die Möglichkeit geben, sich auf einen neuen Mitarbeiter vorzubereiten, damit kein Leerlauf und finanzieller Nachteil für ihn entsteht. Eine Kündigung sollte erst erfolgen, wenn der Neubeginn wirklich felsenfest ist. Das meine ich. Gruss wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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#3
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| Dass ich den Job nicht an den Nagel hängen sollte, bevor ich keine definitive Alternative habe, denke ich auch und hatte ich auch nicht vor. Aber ich denke auch, dass es keinen Sinn macht, etwas weiter zu machen, mit dem ich vollkommen unzufrieden und unglücklich bin. Jetzt bin ich noch so jung, dass ich nochmal etwas anderes machen kann. Ich habe noch nich allzu viele Verpflichtungen, habe keine Familie, bin flexibel. Natürlich kann ich versuchen die Zähne zusammen zu beißen und mir jeden Tag sagen, das wird schon, aber auf Dauer gehe ich damit ein. Mir ist auch klar, dass ich mit etwas Neuem auch auf die Nase fallen kann. Aber ich möchte auch nicht in ein paar Jahren immernoch unglücklich sein und mich fragen, wie es gewesen wäre wenn ich etwas geändert hätte. Für mich ist es eigentlich schon beschlossene Sache, dass ich nochmal weitermache und nicht in dem Job bleibe. Mein Problem jetzt ist in erster Linie, wie ich am besten aus der ganzen Geschichte rauskomme. Ich kann nämlich immer schlecht nur an mich denken und bekomme schnell ein schlechtes Gewissen anderen gegenüber. So auch hier. Ich möchte einfach niemandem vor den Kopf stoßen oder auf die Füße treten, wenn ich nach so kurzer zeit schon wieder gehen will. Diese Woche habe ich ja nun das Personalgespräch. Einerseits bin ich froh, dass es jetzt bald ansteht, aber andererseits habe ich auch Angst davor, wie es ausgeht und ob ich es wirklich schaffem meine Situation richtig aufzuzeigen. Wie würdet ihr an meiner Stelle an das Gespräch gehen? |
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