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#1
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| Hallo an Alle! Bin beim Durchforsten des Internets und dank Google immer wieder in diesem Forum gelandet und hoffe, daß mir jemand weiterhelfen kann. Und zwar geht es um folgendes: Ich bin gelernter Reiseverkehrskaufmann und arbeite jetzt seit meiner Ausbildung insgesamt schon 10 Jahre in diesem Beruf. Bei meinem derzeitigen Arbeitgeber bin ich nun in einem reinen Callcenter gelandet und der Arbeitsalltag besteht fast ausschließlich nur aus dem Buchen innerdeutscher Flüge, Bahn-Onlinetickets und Hotels. Und genau das bin ich satt! Ich habe den Beruf nicht erlernt, um in einem stupiden Callcenter zu versauern und mir täglich 50 - 70 Telefonate zu ziehen. Eine Chance innerhalb des Unternehmens in eine andere Abteilung/Tätigkeit zu wechseln besteht nicht und der Wechsel zu einem neuen AG fällt auch aus, da in diesem Tätigkeitsfeld alle Firmen in etwa gleich arbeiten. Daher bin ich am überlegen, wie ich diese Situation ändern kann. Hinzu kommt, daß ich seit einem knappen halben Jahr eine Verbraucherinsolvenz laufen habe (unverschuldet, da ich im Alter von 15 Jahren eine belastete Immobilie geerbt habe und niemand das Erbe für mich ausgeschlagen hat) und daher nicht über irgendwelche finanziellen Reserven verfüge. Nun zu meiner Frage: Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich mich entschließe, beruflich in eine ganz andere Richtung gehen zu wollen? Für eine Umschulung brauche ich doch eigentlich diesen Bildungsgutschein (den ich nicht bekommen würde), oder? Oder kann ich mich einfach so auf einen neuen Ausbildungsplatz bewerben? Vielleicht hat jemand noch eine andere Idee...?!? Vielen Dank schonmal und liebe Grüße |
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#2
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Das ist sehr schade, aber vermutlich nicht zu ändern. Solltest Du irgendeine Möglichkeit sehen, evtl. monatliche Zahlungen für eine Aufstiegsausbildung aufbringen zu können (Unterstützung durch Partnerin, Familie etc.), dann lass es mich wissen. Ich hätte einige Ideen, die ich in diesem Fall vorschlagen würde. Ebenso sehe ich leider in der Insolvenz ein Problem bei einem Arbeitgeberwechsel. Ich rate Dir ganz dringend davon ab, Deinen jetzigen Arbeitsplatz aufzugeben, ohne einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben, und zwar bei einem Arbeitgeber, dessen Entscheider definitiv von der Insolvenz unterrichtet sind. Auch dann wäre ein Wechsel ein höheres Risiko als ein solcher es für andere Arbeitnehmer darstellt (z.B. Gefahr der Entlassung in der Probezeit). Eine Insolvenz stellt im Falle von Arbeitslosigkeit ein Vermittlungshemmnis dar. Du könntest Dich bei anderen Playern der Reisebranche sowie in artverwandten Berufen um Arbeitsstellen bewerben. Kommst Du in die engere Wahl, kannst Du austesten, welche Chancen trotz Insolvenz für Dich bestehen, ohne dass Du zuvor Dein jetziges Einkommen aufgegeben hast. Mit Glück findest Du womöglich eine Arbeit, die Dir wieder Spaß macht und mit der Du Deine ursprünglichen Berufsvorstellungen realisieren kannst. Ich sammle dazu jetzt gleich noch eine Reihe von Ideen. Ergänzung: Ich kann mir vorstellen, dass es Dir nicht erlaubt ist, Deine finanzielle Situation zu verschlechtern. Vermutlich darfst Du nicht einfach Deinen Job an den Nagel hängen und statt dessen noch einmal eine Ausbildung machen oder einen schlechter bezahlten Job annehmen. Erkundige Dich dazu lieber, bevor Du einen Schritt in eine solche Richtung machst.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. Geändert von Melete (17.06.2010 um 14:03 Uhr) Grund: Ergänzung |
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#3
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| Du könntest Dich als Reiseverkehrskaufmann in Hotels, Ferienanlagen und -clubs, auf großen Campingplätzen oder in Erholungs- und Ferienheimen bewerben. Kleine, spezialisierte Reiseveranstalter, z.B. für Kulturreisen, Sprachreisen, organisierte Individualreisen etc. bieten mit Sicherheit Arbeitsstellen, bei denen es auch um Organisation, Marketing und individuelle, ausführliche Kundenberatung geht. Reiseverkehrskaufleute arbeiten auch in Kureinrichtungen, in Ausflugs- und Kreuzfahrtunternehmen oder Erlebnisbädern. In Tauch-, Surf- und Segelschulen sowie andere Sportschulen aller möglichen Art, in großen Fittness-Centern und im Bereich Bootsverleih gibt es kaufmännische Tätigkeiten. Im Bereich Stadtmarketing oder bei Tourismusverbänden könnte es ebenfalls Einsatzbereiche für Reiseverkehrskaufleute geben. Und das wären z.B. artverwandte Berufe mit Stellen, auf die Du Dich evtl. auch bewerben kannst: Kaufmann/-frau - Tourismus und Freizeit - BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden Zitat:
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__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
| Folgender Benutzer sagt Danke zu Melete für den nützlichen Beitrag: | ||
hanseat (17.06.2010) | ||
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#4
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| Hallo Melete! 1000Dank für deine ausführlichen Antworten. Meinen jetzigen Job werde ich definitiv nicht aufgeben bevor ich was Besseres habe, das steht fest. Ich war in letzter Zeit auch bei einigen Vorstellungsgesprächen und habe die potenziellen neuen Arbeitgeber schon im Gespräch darauf hingewiesen, daß ich eben in der PI stecke (wenn auch unverschuldet). Ich habe das eigentlich bisher nicht als zwingenden Hinderungsgrund mitbekommen. Aber wie ich aus deinen Antworten rauslese ist jetzt wohl wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für einen "Neuanfang". Da hast Du wahrscheinlich Recht. Bleibt also nur, zu versuchen, irgendwie im Fach zu bleiben aber eine andere Richtung einzuschlagen. Mhhh, werd mal drüber nachdenken. Vielen Dank nochmals. |
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#5
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Bildungsprämie Bundesweit bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Bildungsprämie an. Voraussetzungen: Erwerbstätige, die maximal 25.600 Euro (51.200 Euro bei gemeinsam Veranlagten) im Jahr versteuern. Förderung: die Hälfte der Kursgebühr, maximal 500 €. Infos hier: Bildungsprämie: Bildungs- und Qualifizierungsschecks Verschiedene Bundesländer haben ähnliche Programme aufgelegt. Bedingungen und Förderung sind meist ähnlich, unterscheiden sich jedoch in einzelnen Punkten, daher: stets nachsehen, was eher infrage kommt. Sollte Dein Bundesland nicht dabei sein, dann bringe bitte in Erfahrung, ob ebenfalls etwas in dieser Art angeboten wird. Wenn ja: stelle bitte einen Link in diesen Thread ein, um unsere Liste zu ergänzen. Brandenburg: Bildungsscheck Home - Europäischer Sozialfonds im Land Brandenburg Hessen: Qualifizierungsscheck Qualifizierungsscheck Nordrhein-Westfalen: Bildungsscheck Erfolgreich arbeiten | Angebote nutzen | Bildungsscheck | Arbeitspolitik NRW Rheinland-Pfalz: QualiScheck QualiScheck.rlp.de: Aktuelles
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
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