Unzufrieden im Job
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Unzufrieden im Job

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  #1  
Alt 03.04.2011, 16:02
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Hallo an alle, seit einiger Zeit Plagt mich mein Berufsleben immens. Da ich einfach nicht mehr weiß was ich noch denken soll schreibe ich mir das einfach mal von der Seele und vielleicht bekomme ich ja etwas Rückmeldung die mir hilft.

Nach meinem Abitur habe ich 7 Semester Maschinenbau studiert und dann abgebrochen weil ich mich nur noch durchbeißen musste und keinen Kopf mehr dafür hatte. Meine große Leidenschaft war immer das Schrauben an Motorrädern und reparieren von Technik im allgemeinen Sinne.
So habe ich dann eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker/Elektrik bei Mercedes gemacht, ein Jahr verkürzt und bin seit Februar diesen Jahres nun fertig.
Erst war es schwierig einen Job zu finden und so arbeitete ich in einer türkischen Werkstatt zu unwürdigen Bedingungen und Verhältnissen und das war mein erstes Tief. Dann kamen aber auf einmal viele Angebote und nun bin ich in einer Mazda Vertragswerkstatt mit 3 Filialen.
Ich halte eigentlich nicht wenig von mir ohne überheblich sein zu wollen oder zu wirken aber mein hoher Stellenwert den ich, wohlgemerkt als Azubi, in meiner Ausbildungsstelle hatte ich volkommen weg. Ich schaffe die vorgegebenen Zeiten nicht und schmule mir da einen zurecht damit ich überhaupt irgendwie zurecht komme. Das worauf ich immer geachtet habe, genauigkeit und perfekte Arbeit ab zu liefern ist dahin und diese Art von PErfektion wird von meinem neuen Arbeitgeber nicht gefordert, schnell soll es sein und funktionieren.

So stoße ich mit meiner Langsamkeit auch schon bei meinen Kollegen an. Diese arbeiten Teilweise schon seit Jahrzehnten in dem Unternehmen und ich muss mich auch erst noch einarbeiten.

Dann werde ich auch noch in den Filialen durchgereicht als Ersatz für Krankheitsfälle.

Im Großen und Ganzen sind die Konditionen und Arbeitszeiten schon ok, aber es macht mich alles Andere als glücklich.

Nun haben meine Eltern auch noch ein mittelständisches Gesundheitsunernehmen mit vielen Bereichen. Und vor Kurzem ging es um den Fall der Erbschaft. Da ich mit dem Unternehmen auch groß geworden bin fühle ich mich damit auch verbunden, aber ich hatte nie so richtig den Draht dazu im Gesundheitswesen aktiv zu arbeiten.
Nun gibt es aber noch die Position der Betriebsführung. Aber ich weiß kaum wie man ein derart komplexes Unternehmen einfach so leitet. Dazu müsste ich mich auch dahin wieder weiterentwickeln. Nochmal Studieren möchte ich nicht.
Ich würde auch gerne einfach mein Ding machen.
Nun hatte ich mir gedacht nächstes Jahr meinen Meister zu machen und mich dann einfach selbständig zu machen damit ich einfach mein eigenes Ding durchziehen kann.
Aber dann stellst sich mir wieder die Frage ob ich mir das leben nicht einfach schwieriger Mache wie nötig und einfach in den Betrieb meiner Eltern einsteigen sollte.

Ich habe nach 4 Wochen keine Lust mehr arbeiten zu gehen und ich weiß nicht wie lange ich das noch durchstehen werde. Aber nach so kurzer Zeit einen Job hin zu schmeißen macht isch natürlich auch nicht gut im Lebenslauf.

Ich könnte noch ewig so weiter schreiben, aber ich setze jetzt einfach mal einen Punkt.

Ach, Kinder habe ich keine, bin 28 und ich könnte immer ausreichend Geld haben um nicht zu verhungern und Miete zu bezahlen.

Danke schonmal
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  #2  
Alt 06.04.2011, 09:15
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Standard AW: Unzufrieden im Job

Wenn deine Eltern ein mittelständisches Unternehmen betreiben, würde ich dort einsteigen. Das wird sicherlich einiges von dir abverlangen, aber wenn du dort Boss bist, kannst du auch deine Liebe zur Technik pflegen und nebenbei eine kleine Werkstatt (oder was auch immer) leiten.
__________________
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was Menschen mir Gutes erweisen.
Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an.
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  #3  
Alt 06.04.2011, 17:43
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Standard AW: Unzufrieden im Job

Hallo rshunter,

Zitat:
Das worauf ich immer geachtet habe, genauigkeit und perfekte Arbeit ab zu liefern ist dahin und diese Art von PErfektion wird von meinem neuen Arbeitgeber nicht gefordert, schnell soll es sein und funktionieren.
In dieser Aussage habe ich mich sofort wiedererkannt. In der Tat setzen hier verschiedene Personen unterschiedliche Prioritäten in der Arbeitsweise und auch im präferierten Verhalten. Mir wurde erst richtig klar, welche Vorlieben ich selbst habe, als ich durch Zufall einen Fragebogen mit entsprechender Auswertung in die Finger bekommen habe (s. www.extendeddisc.de).
Danach hat sich mein eigenes diffuses Bild ziemlich aufgelöst und ich bin nun einfach klar darin, was mir gefällt und was mir nicht gefällt.
Leider kann ich aus deinem geschriebenen Text zu wenig raus lesen, um dir einen rat zu geben, ob die Position in eurem Familienunternehmen für dich geeignet sein wird. Gleiches gilt für das Thema Selbständigkeit.
Wenn du jedoch ein perfektionistischer Mensch bist, liegt es nahe dass du vielleicht auch sehr fakten- und zahlenorientiert bist. Dann wäre eine planende und kontrollierende Funktion im Unternehmen sicher passend. Dass du zum Gesundheitswesen keinen Draht gefunden hast passt für mich da auch recht gut ins Bild, wobei ich dazu genauer wissen müsste, was "Gesundheitswesen" in diesem Fall konkret bedeutet. Wenn es bei dem Unternehmen deiner Eltern viel um die Arbeit am und mit Menschen geht, kann ich mir vorstellen, dass dieser Aspekt dich einfach nicht sonderlich motiviert.
Beim Thema Selbständigkeit musst du dich fragen: Wie sieht es bei mir mit dem "Verkaufen" aus? Kann ich das? Fühle ich mich beim Verkaufen meiner Leistung wohl oder scheue ich mich auf Fremde zuzugehen? Wenn ich es nicht selbst leisten kann, weil es mich auf Dauer zu viel Energie kostet, habe ich dann jemanden als potentiellen Partner, der sich darum kümmern könnte?

Ich kann dir da auch gerne von meinem eigenen Weg als Perfektionistin in die Selbständigkeit erzählen. Schreibe mir dazu doch einfach mal eine persönliche Nachricht, dann können wir das gerne vertiefen.

Viele Grüße
Yvonne
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  #4  
Alt 06.04.2011, 20:13
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Standard AW: Unzufrieden im Job

Guten Abend rshunter,

soweit ich Deine Ausführungen richtig gedeutet habe, beschäftigst Du Dich derzeit mit zwei sehr unterschiedlichen Problematiken.

Wenn ich Dich im ersten Absatz richtig verstanden habe, arbeitest Du in dieser neuen angestellten Position seit vier Wochen.

Du bist in dieser Zeit als Urlaubsvertretung "herumgereicht" worden und hast im Stammbetrieb festgestellt, dass nicht nach Deiner Vorstellung von Genauigkeit gearbeitet wird.

Ist das ungefähr richtig wiedergegeben?

Der zweite große Punkt ist die Selbstständigkeit:

Hinsichtlich der Übernahme des Geschäftes Deiner Eltern solltest Du Dich natürlich intensiv mit dem Inhalt dieses Geschäftes befassen (aus Deiner Beschreibung lässt sich nicht wirklich viel herauslesen) und darüber nachdenken, ob es letztlich in Deine Lebensplanung/ -vorstellung passt. In der Tat leitet sich ein mittelständisches Unternehmen nicht "von allein"...

Was würdest Du denn jetzt am liebsten tun? (wenn Dich jemand ohne den Gedanken an Konsequenzen fragen würde)
__________________
YT licorne



Meine Worte spiegeln nur und ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Sie sind
keinesfalls einer wie auch immer gearteten rechtlichen Beratung gleichzusetzen.


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