Wechsel vom Mittelstand zum Großkonzern
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Wechsel vom Mittelstand zum Großkonzern

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  #1  
Alt 07.11.2011, 20:00
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Hallo Zusammen,

ich möchte gerne von einem Mittelständler (5.000 Mitarbeiter) in einen Großkonzern wechseln, bevorzugt in einen DAX Konzern. Ich habe letzten Herbst mein BWL Diplom an der Universität Bayreuth gemacht, habe ein Auslandssemester absolviert, zahlreiche gute Praktika absolviert, spreche Deutsch, Englisch und Französisch.

Nach meinem Studium habe ich dann als Controller bei dem besagten Mittelständler begonnen, bin dort aber nicht so glücklich. Die Arbeitszeiten sind doch sehr hoch und das Gehalt nicht besonders toll. Daher möchte ich unbedingt zu einem Großkonzern.

Nun meine Frage: wie optimiere ich meine Chancen, dass meine Bewerbung fruchtet? Am wichtigsten ist mir dabei die Frage nach dem Zeitpunkt der Bewerbung. Ich habe nun wie gesagt ein halbes Jahr rum (Probezeit vorbei), bin 28 Jahre alt, habe auch sonst noch einiges an Praxis im Lebenslauf stehen. Ich möchte gerne im Bereich Controlling bleiben, aber halt in einem Großkonzern.

Kann ich mich schon jetzt bewerben oder sollte ich bspw. mindestens ein Jahr "voll machen" bei meiner jetzigen Arbeitsstelle und mich dann bewerben? Worauf achten Großkonzerne sonst? Sollte ich Zertifikate im Controlling Bereich sammeln oder dergleichen?

Bin für jede Info dankbar!

Grüße

Dietmar
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  #2  
Alt 08.11.2011, 10:18
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Standard AW: Wechsel vom Mittelstand zum Großkonzern

Ich möchte einem Menschen deines Formates und Bildungsstandes nur ungern widersprechen.

Wenn ich höre, dass die Arbeitszeiten sehr hoch sind und der Verdienst eher gering, dann orientiere ich mich an dem, was ein Facharbeiter, ggf. Meister verdienen würde bzw. leisten muss.

Auch stelle ich mir die Frage, ob ein grosses Unternehmen Arbeitsplätze deiner Anspruchsklasse nicht z.B nach Indien auslagert, wo ein gleichermassen qualifizierter Mitarbeiter bereits jetzt für einen Bruchteil deiner Gehaltswünsche deine Arbeit länger und motivierter ausübt.

Deine Frage, ob man ein Jahr voll machen soll, beantworte ich aus dem Blickwinkel der sozialen VERSORGUNG. Nach einem vollen Jahr hast du Anwartschaft auf ALG I erworben, also Leistungen aus der beitragsfnanzierten Arbeitslosenversicherung (§ 127 SGB III), Anspruch auf ALG I zu haben, sollte ein beruhigendes Gefühl erzeugen. Denn ohne Anwartschaft auf ALG I wäre man auf ALG II = Hartz IV angewiesen, und Hartz IV macht erpressbar.

Ich vermute, dass meine Antwort für dich nicht ausreichend ist. Ich habe mich aber trotzdem geäussert, um dich dazu anzuregen, deine PARAMETER in jeder Hinsicht zu prüfen.
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  #3  
Alt 20.11.2011, 21:06
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Standard AW: Wechsel vom Mittelstand zum Großkonzern

Hi Dietmar,

der wichtigste Unterschied zwischen typischen Mittelständlern und Großkonzernen ist die Kluft zwischen traditionellem deutschem Finanzamt und US-GAAP und co.

Wenn du letzteres kannst, sieht es schon gar nicht so schlecht aus.

Was durchaus schlecht aussieht ist, dass du nach kaum einem Jahr Arbeit nach dem Studium (verstehe ich dich da richtig? Oder was genau hast du vorher gemacht?) direkt das Gefühl hast, dich nicht entsprechend deinen Karrierewünschen entwickeln zu können.

Sicherlich kann man u.U. in einem Konzern besser verdienen, man muss es aber nicht. Da geht die Schere tendenziell eher bei den Führungskräften auf, nicht beim normalen Indianer. Bei einem Mittelständler kann man allerdings in der Regel schneller mehr Verantwortung übernehmen und die Wege sind kürzer.

Das muss man für sich abwägen.

Die Arbeitszeiten sind im Konzern nicht zwingend weniger als im Mittelstand. Das variiert eher von Unternehmen zu Unternehmen.
__________________
All mankind is divided into three classes. Those that are immovable, those that are movable, and those that move.
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  #4  
Alt 04.12.2011, 15:10
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Standard AW: Wechsel vom Mittelstand zum Großkonzern

Hallo,

Ich glaube, dass es eine Mär ist, dass in einem Großkonzern geringere Arbeitszeiten herrschen.

Ein "Mitläufer" in einem Großkonzern verdient nicht extrem gut, hat keinen Einfluß und keine Befriedigung. Wer in einem Großkonzern Karriere machen will, muss Einsatz zeigen und ganz klar wissen, was er will, um es positiv auszudrücken. Manche Leute sagen, dass er skrupellos sein muss.

Voraussetzung dafür ist allerdings eine große Erfahrung, die Du noch nicht hast.

Einen Jahresabschluss, um zu Lernen und ein zweiter, um zu Wissen, wie alles funktioniert. Dabei sollte man sich an die Arbeitszeiten gewöhnen. Wer um 17 Uhr Feierabend macht, kann gut verdienen, aber Karriere?

Nach meiner Erfahrung haben Leute mit 100 000 € im Jahr keine 40 Stunden Woche. Wenn Du wirklich gut verdienen willst, wist Du weit darüber liegen. Wenn die Konzernmutter Zahlen anfordert (das passiert alle 3 Monate), dann bist Du bis 22 Uhr im Büro und planst den Samstag auch mit ein.

So sehen meine Erfahrungen aus. Ich habe den Eindruck, Du stellst Dir alles ein wenig zu schnell vor. Nur Studium und ein paar Praktikas, das ist noch nicht viel.

Tower
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