Welche Berufsrichtung mit 33 einschlagen
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Welche Berufsrichtung mit 33 einschlagen

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  #1  
Alt 19.08.2009, 11:35
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Hallo Leute,

ich brauche mal ein paar Meinungen.
Ich hatte nach der Realschule eine Ausbildung zum Kfz Mechaniker genossen und in den Beruf auch rund 1 Jahr gearbeitet, danach war ich noch ein Jahr als Lagerist (Teiledienstleiter) in einem AH tätig. Dann war ich bis dieses Jahr ein Jahrzent selbstständig mit einem Online-Shop (keine Kfz Affinität).

In den 10 Jahren habe ich vieles in Richtung Buchhaltung, Fakturing, Lager, Versand, Webseiten Programmierung (PHP MySql), Bürokram, Computer gemacht und dazugelernt. Privat habe ich auch weiterhin an Autos geschraubt, hin und wieder.

Nun stehe ich vor einen neuen Abschnitt im Berufsleben und weis noch nicht welchen Weg ich einschlagen soll.

Meine erste Überlegung war irgendwo als Verkäufer unterzukommen, aber ob mich das lange Glücklich mach bezweifle ich noch, daher ist die Überlegung dann gewesen in ein Büro irgendwo unterzukommen.

Weitere Gedankengänge sind:

Erste Richtung KFZ:
- KFZ Technikmeister Vollzeit absolvieren
- Hoffen auf ein Job in der KFZ Branche, trotz fehlender Berufserfahrung der letzten 10 Jahre
- eventuell nach dem Meister eine Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt oder KFZ Sachverständiger (Unfall und Wertgutachten)
- eventuell noch LKW Führerschein (für Abschlepp und Pannendienste)
Kosten: Meister: 6000 Euro; TBW: 2900 Euro; SV: 1950 Euro; FS-LKW: ~3000 Euro


Andere Richtung Kaufmann Einzelhandel:
- Weiterbildung über IHK oder Fernstudium
- Anstellung suchen oder ohne Weiterbildung irgendwo in der Richtung arbeiten
Kosten: unbekannt

Richtung Lagerwirtschaft:
- entsprechende Weiterbildung,
- Staplerschein oder/und LKW Führerschein,
- Job in ein Großlager suchen, tägliche Fahrzeit zu den nächst gelegenden Großlagern beträgt ca. 3/4 - 1 Stunde.


Richtung IT - Programmierung:
- Weiterbildung Informatik Anwendungstechnik,
- die Wahrscheinlichkeit des bestehens der Prüfung kann ich hier nicht abschätzen.
- Jobfindung in dieser Richtung schätze ich als sehr gering ein.


Wie schätzt ihr die Situation ein, sollte ich mich für meine berufliche Neuausrichtung wieder Zurück zu den Wurzeln orientieren (Autos machen mir immer noch Spaß), oder ist die Chance hier zurück in den Beruf zu finden auch nach der Meisterausbildung recht gering. Immerhin fehlen mir über 10 Jahre.

So jetzt ihr.
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  #2  
Alt 19.08.2009, 12:34
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Hallo, ich bin zwar wesentlich jünger als du, aber nicht auf den Kopf gefallen und sehr informiert über das aktuelle geschehen. Ein Forum soll ja auch der freien meinungsäußerung dienen vielleicht kannst du mit meinen Gedankengängen ja was anfangen und bekommst ein positives In -Put.

Ich würde es empfehelen in deinem fall auf die erste Berufsausbildung aufzubauen und die direkte und anerkannte Fortbildung machen. Andere komponenten der anderen, dür dich interessanten, "Wege" mit einschließen.
Es gibt Meister - Bafög und da du nach einem Angestellten- verhältnis suchst dadurch einen höheren Lohn genießen. Meister bringt zwangsläufig 800 bis 1000 Euro mehr. Wenn er nicht erforderlich ist, wenigstens 500 - 800. Nach dem Meister kannst du durch deine Selbständigkeit und deine Erfahrung sowie den wohl lückenlosen Lebenslauf auf eine Meistertätigkeit spekulieren die eventuell mit dem Büro verbunden ist. Kaufmännisches wird ja auch gelehrt (so wie ich da informiert bin) und die Erfahrung hast du aus der Selbständigkeit schlechthin.
Den Staplerschein paralell machen aus Spaß an der Freude kostet bei der DEKRA 245 Euro im 2 - Tageslehrgang ist bei beherrschender deutschen Sprache und technischem Verständnis aus der KFZ _Branche null Problem. Ich habe ihn mit 18 bestanden als Azubi...in 2 Tagen...also
Durch den meister kannst du dir den technischen Betriebswirt schenken...

Frage um die anderen Möglichkeiten nicht außer Acht zu lassen. Willst du die Chance auf den Meister und deine Leistung aus der Ausbildung gegen einen Lagerjob eintauschen? Denek an den Verdienst und das gesellschaftliche Ansehen...die Variante 1 ist sehr viel schmackhafter und förderlicher für den Lebensabschnitt in den "besten Jahre"...als meister nochmal die Teenies unterrichten, gediegen ins Büro gehen...umlernen geht dann auch noch...oder als Brummifahrer Bandscheibenvorfall und raus...???? Lieber Meisterbrief haben....

IT kannst du privat machen oder ggf. in den "besten Jahren" neu beginnen, die Chance und die Energie die du noch ahst (merkt man an dem Post) nicht vergeuden!!!!

Wäge auch ab wovon du Ahnung hast..von Autos ja, trotz der 10 Jahre...ESP und Computer auslesen ist schnell drauf...wie sieht es mit gänzlichem Neuland aus?????

Hoffe konnte dir helfen

Grüßle
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  #3  
Alt 19.08.2009, 12:49
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Danke für deine Meinung, der LKW Führerschein sollte jetzt nicht dafür dienen ein Leben auf der Straße zu beginnen. sondern nur als Ergänzung in den jeweiligen Bereichen.

Die bedenken zum Meister waren eher (auch aus dem Familien Umkreis), das ich dennoch nicht in den KFZ Markt zurück finde. Habe schon mit zwei AH Geschäftsführern etwas darüber gesprochen, die meinten zwar Möglich ist alles aber sobald sich jemand im Berufserfahrung bewirbt (eventuell sogar mit Markenerfahrung) hat dieser imme die besseren Karten.

Der Vorteil meiner eigenen Meinung war natürlich, dass die Ausbildung einen Technischen Fachwirt und Ausbilder Zulassung beinhaltet, die sich (meiner Meinung) auch auf anderen Gebieten nutzen laßen. Bin mir nur halt nicht sicher.

Was dem Lager angeht, dort würde ich dann schon mit der Zeit eine leitende Funktion anstreben (so wie ich es schon mal ein Jahr lang hatte).

Die Programmierrichtung war eh keine echte Option, da hier 98% der Jobs ein IT Studium voraussetzen, das ich Mangels ABI nicht so einfach machen könnte (Vom bestehen mal ganz abgesehen).
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  #4  
Alt 21.08.2009, 13:07
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Standard Staatlich geprüfter Betriebswirt

Hallo,

ich würde Dir als weitere Möglichkeit die Fortbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt empfehlen. Dabei handelt es sich zwar um eine Aufstiegsfortbildung, die für Kaufleute gedacht ist, aber durch Deine Erfahrung in kaufmännischer Verwaltung (Selbstständigkeit) könntest Du bei mindestens fünf Jahren Berufserfahrung zugelassen werden.

Der Vorteil wäre, dass Du eine höhere Berufsausbildung hättest, als was Du bisher überlegt hast (wie z.B. Einzelhandelskaufmann). Du könntest Dich auch branchenunabhängig bewerben, wobei ich glaube, dass Branchenkenntnisse für jede Stelle hilfreich sind und auch bei den Personalern eine Rolle spielen.

Der Nachteil: Du müsstest Dich richtig reinknien. Schließlich hast Du wahrscheinlich noch nie was von Buchsätzen oder Handelskalkulation. Das müsstest Du Dir aneignen. Mit der Zulassung ließe sich das aber machen, denke ich.

Informiere Dich mal: Staatlich geprüfter Betriebswirt

Gruß
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