Wohnen in Deutschland - Arbeiten in Österreich
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  #1  
Alt 27.08.2009, 07:04
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Hallo Zusammen,

ich hoffe ich bin mit meiner Frage in der richtigen Sparte gelandet und würde mich freuen wenn mir jemand grob einen Überblick geben könnte.

Ich werde ab Oktober einen neuen Job in Österreich antreten (nicht als Grenzgänger). Mein Erstwohnsitz wird weiterhin Bayern sein, die Arbeitsstelle ist in Tirol, wobei ich ca. 3 Tage die Woche in Österreich sein werden und den Rest in einem Büro in Bayern. Ich bin verh. und habe erwachsene Kinder.
Von wo ab gilt die Pendlerpauschale? Innerhalb Österreichs von meinem Zimmer zur Arbeitsstätte oder von Deutschland nach Österreich?
Das Gehalt wird mir auf mein deutsches Konto überwiesen. Da es in Österreich versteuert wird, wie ist das dann mit der Einkommensteuererklärung bzw. Rückerstattung, Ehegattensplittung etc.
Ich hoffe die Angaben sind vorerst ausreichend genug. Vielen lieben Dank schon mal für ein paar Antworten. Termin beim Steuerberater werde ich zwar haben, aber ich würde gern vorher schon ein bisschen informiert sein.
lg
moni8
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  #2  
Alt 27.08.2009, 07:25
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Kläre bitte mit deiner deutschen Krankenkasse auch, wie das dann mit deiner deutschen Krankenversicherungspflicht ist.

Bitte Feedback
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  #3  
Alt 27.08.2009, 07:32
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Zitat:
Zitat von nontestatum Beitrag anzeigen
Kläre bitte mit deiner deutschen Krankenkasse auch, wie das dann mit deiner deutschen Krankenversicherungspflicht ist.

Bitte Feedback
hallo nontestatum, ja das thema wurde auch schon angesprochen. aber wie gesagt ich habe noch null ahnung. wäre es von nachteil wenn ich in österreich krankenversichert wäre? ist eigentlich eine wahl möglich?

lg
moni8
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  #4  
Alt 18.12.2009, 10:15
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Hallo Moni8,

Wo bist Du denn nun krankenversichert? In AT oder D? Ich werde ab Januar nach Tirol zum Arbeiten fahren, bin dann aber auch kein Grenzgänger und muss auch in AT versteuern, obwohl ich täglich hin- und herfahre (wegen der 30 km-Regelung). Ich habe mit der AOK hier in Bayern schon telefoniert, die hat mich an die TGKK in Tirol verwiesen, und der nette Herr dort hat mir aber auch nur unzureichend Auskunft erteilen können. Mein Sohn ist nämlich seit 2 Jahren in kieferorthopädischer Behandlung, und ich wüsste ganz gerne, wie das weitergeht.

Bzgl. der Pendlerpauschale meinte mein AG, dass die erst ab Kufstein (=Grenze) geltend gemacht werden kann - was ist mit den 50 km, die ich bis dort in Deutschland gefahren bin? Kann ich die in der Lohnsteuererklärung dann geltend machen oder ist das mein Privatvergnügen?

Danke!
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  #5  
Alt 18.12.2009, 18:16
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Hallo Münte,

toller Zufall, ich hatte heute meinen letzten Arbeitstag in Österreich. Ich hab gekündigt, weil das Arbeitsklima dort unerträglich war.
Aber nun zu deiner Frage. Bei mir war alles in allem ein Sonderfall, da ich ja 3 Tage die Woche dort gewohnt und gearbeitet habe und 2 Tage in Deutschland im Homeoffice. Ich war definitiv in Österreich krankenversichert und hatte eine e-card (europäische Krankenversicherungskarte) mit der ich in Deutschland zu meinem Arzt gehen konnte, aber abgerechnet wird über die österreichische Krankenkasse. Bei mir war es so, dass ich noch eine teure Zahnbehandlung im September begonnnen hatte und im Oktober ja nach Österreich gewechselt habe. Die Zusage über die Kostenübernahme der deutschen Krankenversicherung ist aber für 6 Monate gültig. Deshalb wurde die Behandlung, die sich bis in den November gezogen hatte, auch noch von der deutschen Kasse gezahlt (Bedingung die Behandlung muss vor dem Wechsel bereits begonnen haben).
Da ich 2 Tage in Deutschland gearbeitet habe, werden bei mir 3 Tage in Österreich und 2 Tage in Deutschland versteuert (frag mich nicht, wie das funktioniert, so hat es mir unser Steuerberater erklärt). Weil mein Zweitwohnsitz in Österreich nur ca. 2 km von meiner Arbeitsstätte entfernt war, bekomme ich auch keinen Fahrtkostenzuschuss. Und eben weil ich eine Wohnung in Österreich habe, bezahlt mir Österreich natürlich auch keine Pendlerpauschale. Aber unser Steuerberater hat mir gesagt, dass wir die Benzinkosten, die sich monatlich doch auf ca. 450 EUR beliefen irgendwo unterbekommen, entweder in Deutschland oder halt irgendwie als aussergewöhnliche Ausgaben (2. Haushaltsführung z. b.) in Österreich.
Ziemlich verzwickt das Ganze, aber ich habs eh nur 3 Monate ausgehalten.
Ich hoffe du hast mehr Glück und auch das finanzielle regelt sich. Was wirklich gut war in Tirol = 14 Monatsgehälter gesetzlich geregelt und darauf werden viel weniger Steuern erhoben als in Deutschland. Ich hoffe das hilft dir etwas weiter.

viele Grüße
Monika
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  #6  
Alt 21.12.2009, 08:57
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Standard Hallo Moni!

Na, das ist ja gründlich schiefgegangen bei dir!

Den Vorwurf mußt du dir gefallen lassen: Bevor man einen solchen Schritt geht, vorher schlau machen! Das mit dem Arbeitsklima kann aber niemand richtig vorhersagen. Stimmt schon.

Doch meine Tipps zu deinem oder ähnlich gelagerten Fällen:

Habe vor Jahren einige Busfahrer in Salzburg in Arbeit gebracht.
Alle sind in D wohnhaft, Berchtesgaden usw.
Entfernung auch ca. 2-3 km auf Arbeit.

Die Jungs "pendeln" noch heute.

Durch die Meldung des Hauptwohnsitzes in D und das tägliche Pendeln sind sie sog. "echte Grenzgänger". Krankenversichert über den AG bei der Salzburger GKK. Warum? Weil einfach die Konditionen besser sind und alle über eine österr. Sozialversicherungsnummer verfügen (österr. AV!).

Gerechnet an der Mehrzahl der wöchentl. Arbeitszeit- also in A- von 3 Tagen von 5 hättest du das österr. System wählen sollen (Lohnsteuer usw.)

In deinem Falle, wie geschildert, hättest du einen österr. AV haben müssen.
Auf Heimarbeit- auch tageweise- hätte ich mich schon mal gar nicht eingelassen.

Bist du nun AL gemeldet?

M.l.G.!

soisrecht2
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  #7  
Alt 21.12.2009, 09:21
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Hallo Soisrecht2,

ich glaub da hast du einiges gründlich missverstanden.
1. mein Arbeitgeber ist eine österreichische Firma
2. dass ich 2 tage im homeoffice arbeit war mein ausdrücklicher wunsch, sonst hätte ich das gar nicht gemacht
3. ich bin/war in österreich versteuert, aber durch die teilung von 3 tagen in A und 2 tagen in D gibts da eine sonderregelung, welche mich steuerlich aber nicht benachteiligt.
4. da es sich bei meinem arbeitgeber um meinen ehemaligen chef aus deutschland handelt und auch die branche dieselbe ist, war ich mir sicher, dass es der richtige schritt ist. dass das arbeitsklima dort so bescheiden ist kann ich ja im vorfeld nicht ahnen. wie soll ich das vorher feststellen? ausserdem war ich mir sicher, dass ich 3 tage locker alleine ohne meine familie dort auskomme, da hab ich mich leider überschätzt. fazit - arbeitsklima und selbstüberschätzung in bezug auf "fast" wochenendehe in kombination hab ich einfach nicht ausgehalten. das muss ich mir vielleicht vorwerfen lassen.
aber auch in einer so materiell eingestellten gesellschaft ist für mich oberste priorität MEIN leben und das meiner Familie. und die hat unter meiner situation ebenso gelitten, wie ich. Im übrigen bin ich nicht nur 2-3km gependelt sondern 329km.
weiter möchte ich mich auch gar nicht rechtfertigen, denn ich hatte hier nicht meinen Fall gepostet, sondern auf den Beitrag von Münte geantwortet.
Aber trotzdem Danke für deinen Kommentar, vielleicht hilft er ja anderen.

schöne Grüße
Monika
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Insider 56 (21.12.2009)

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