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#1
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| Hier mein Fall: Ich habe nach meinem Studium ein Praktikum begonnen, bei einem Verlag, der sich gerade neu gegründet hat und der eine neue Zeitung aufbaut. Das Praktikum ist eigentlich ganz gut bezahlt (...für ein Praktikum...), weshalb ich auch in Kauf genommen habe, dass ich eigentlich einen vollwertigen Arbeitsplatz besetze und sogar eigentlich viel zu viel zu tun habe. Da sich das Unternehmen wie gesagt neu gegründet hat, gibt es noch nicht so viele Mitarbeiter, wir sind eher unterbesetzt. Von Anfang an wurde mir versprochen, dass ich bald auch eine „richtige“ Anstellung bekomme. Und in den nächsten Wochen soll es nun tatsächlich auch so sein, ich habe mich ziemlich darauf gefreut, weil mir die Arbeit wirklich viel Freude bereitet, auch wenn es wirklich viel zu tun gibt. ABER: Das Gespräch über mein zukünftiges Gehalt hat mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ich bin ziemlich enttäuscht. Mein Chef hat mir klar gemacht, dass ich allerhöchstens 1500 € Brutto bekommen werde, eher weniger. Das ist nun wirklich deutlich unter meinen Erwartungen. Da mein Chef mich aber ziemlich vorwurfsvoll behandelt hat, nach diesem Gespräch, bin ich ziemlich verunsichert... Aber mit einem abgeschlossenen Studium und einem Vollzeitjob bei einem Verlag kann man doch mehr erwaten, oder?? |
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#2
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| Solche Milchmädchenrechnungen gibt es nicht mehr... "Mit einem Studium verdienst du mindestens" und "bei einem xy-Unternehmen verdienst du mindestens" Das Angebot steht. Ende. Was dir bleibt, ist, dich anderswo zu bewerben..
__________________ All mankind is divided into three classes. Those that are immovable, those that are movable, and those that move. |
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#3
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| Na klar, ich bewerbe mich auf jeden Fall anderswo!! Ich finde es halt nur sehr schade, weil ich die Arbeit abgesehen vom Geld, wirklich sehr gerne mache. Ich habe die Hoffnung halt noch nicht ganz aufgegeben, meinen Chef doch zu überzeugen. Letztendlich dachte ich, ihr könnt mir etwas Zuspruch geben, damit ich mich im Recht fühle. Sicher gibt es diese "Milchmädchenrechnung" nicht. Aber - egal mit welchem Abschluss - meine Arbeit besteht aus Folgendem: -mind. 40 Stunden/Woche im Büro -zusätzl. abends/am Wochenende Außentermine -zu denen ich mit meinem eigenen Auto+Benzin fahre -ich bin stellv. Abteilungschefin (verteile also auch oft Aufgaben an andere) -ich mache die Arbeit von eigentl. 2 Arbeitsplätzen ... Wahrscheinlich gibt es aber kein Gesetz oder etwas ähnliches, welches für solche Tätigkeiten einen "Mindestlohn" festschreibt, oder? |
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#4
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| Äh.. selbst WENN irgendein festgelegter Mindestlohn auf dich zutreffen könnte (was nicht der Fall ist) - dir ist schon klar, dass sich Mindestlöhne bei Stundenlöhnen um 6-7 Euro bewegen...? Sprich, da wären in deinem Fall noch rund 350,- Euro Luft nach unten. Und du wirst im Laufe der Zeit feststellen, dass Jobs, die beliebt sind und Spaß machen tendenziell schlechter bezahlt sind als Jobs, die keinen Spaß machen und weniger beliebt sind.
__________________ All mankind is divided into three classes. Those that are immovable, those that are movable, and those that move. |
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#5
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| Na gut... war ja nur eine Frage. Sorry! |
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#6
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| Hallo AB118, ... dass du keinen Zuspruch erfahren hast liegt nicht nur daran dass deine Rechnung nicht aufgeht, sondern auch dass du deine Sichtweise überdenken solltest. Ich sehe es so dass dir, einem Berufseinsteiger, eine interessante Chance in Form einer Anstellung geboten wird, in der du vielseitige und wertvolle Erfahrungen sammeln kannst. Diese kannst du in ca zwei Jahren als berufliches Sprungbrett nutzen, schließlich hast du dann deinem potenziellen nächsten Arbeitgeber wirklich etwas zu bieten. Vielleicht besteht aber auch die Chance mit diesem jungen Unternehmen, dass sich sicherlich noch ein ganzes Stück etablieren muss, mitzuwachsen? ... und für ein Sorry sehe ich keinen Grund! Wolf Zitat:
__________________ ... schöne Grüße Wolf Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung. Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar. Ich bin kein Jurist. |
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#7
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| da stimme ich demWolf zu. Überdenk mal bitte eins. Stell Dir Deinen Lebenslauf für die nächste Station vor Fall1 - Du gehst: Studium -> Praktikum bei Firma A (unbefristet?) -> Anstellung Firma B Das kann den Anschein erwecken, als hätte man Dich in Firma A als billige Kraft für eine neue Zeitung ausgenutzt. Auch Dinge wie "stellv. Abteilungsleiterin" hören sich dann unecht an Fall2 - Du bleibst: Studium -> Praktikum bei Firma A -> Festanstellung bei Firma A -> stellv. AL Nun würde ich aus Deinem Lebenslauf herauslesen, dass Du offensichtlich so wertvoll warst, dass man Dir ein festes AV angeboten hat und dass Du so gut und fleißig warst, dass mein deine Kompetenzen stets erweitert hat Die Bezahlung mag wirklich nicht so toll sein. Aber Du musst auch eins bedenken. Du wirst nicht plötzlich mehr machen, nur weil Du dann offiziel fest angestellt bist. Soll der AG -der für ein Praktikum viel zahlt- Dir also nun mehr zahlen, nur weil auf einem Blatt ein anderes Beschäftigungsverhältnis steht? Auch wird Dein AG als neues Blatt nicht die Möglichkeit haben Gehälter anderer AG zu zahlen Aber auch hier gebe ich eins zu bedenken (und komme wieder auf den Lebenslauf). Wenn du bei dem neuen Blatt bleibst, hast du bis zur nächsten Bewerbung (sagen wir in 3 Jahren) auch die Möglichkeit Dein Einkommen in dem Betrieb zu verbessern. V.a. wenn Du sehr wichtig für das Unternehmen bist/wirst ist diese Möglichkeit gegeben. Und auf einemal liest sich Dein Lebenslauf beeindruckender UND Du stehst recht gut da wenn es um die Gehaltsverhandlung geht
__________________ Beste Grüße I&F ----------------------- if someone prays for courage, you think god gives him courage, or do you think he does give him the opportunity to be courageous? ...The record shows I took the blows And did it my way. |