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#1
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| Hallo, vielleicht kann mir einer oder mehrerer, helfen! Heute hat uns unser Chef mitgeteilt das Samstagsarbeit ansteht, und wenn man nicht kommt, mit Konsequenzen zu rechnen habe d.h. Kündigung. Massive Drohung ! Es wird in der Regel nicht Samstags gearbeitet. Und ich kann aus persönlichen Gründe nicht.z.b. Wahrnehmung des Besuchsrecht meines Sohnes Habe eine 40 Std. Woche Mo. - Fr. 7.15 Uhr -16.00 Uhr, 28 Tage Urlaub minus 4 Samstage. (altes Bundesurlaubsgesetz ) Es gibt auch keinen Betriebsrat , da wir eine kleine Firma mit 7 gewerblichen sind. Und ich habe ein Problem damit mir drohen zulassen, möchte aber natürlich nichts riskieren. Aber wenn er es jetzt so durchzieht hat er ja quasi einen Freibrief. Wäre super wenn einer wüsste ob es wirklich so einfach ist mit uns umzuspringen. Im vorraus vielen dank |
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#3
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| Weil an diesem Samstag ein Ventilator montiert werden muss ( Lüftungsbau ), und in diesem Betrieb am WE die Arbeit ruht. |
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#4
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| Der gesunde Menschenverstand gebietet, dass ihr zur Arbeit geht und euren Kunden bedient. Soll euer Kunde vielleicht seine Produktion und seinen Betrieb einstellen, weil ihr lieber euren freien Samstag geniessen wollt? Ein Kleinbetrieb kann nur überleben, wenn er seine Kunden flexibel und zuverlässig bedient. Mit dieser Arbeit sicherst auch du deinen Arbeitsplatz, deinen Verdienst und dein Brot. Die Alternative wäre Arbeitsplatzverlust und schlussendlich ALG II (Hartz IV), wünsche viel Vergnügen mit der ARGE/Jobcenter ...
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#5
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| Im prinzip hast Du schon recht, aber wenn in einem solchen Betrieb nichts honoriert wird wie z.b. seit 7 Jahren keine Lohnerhöhung, dann fehlt auch ein bißchen die motivation ! Und wir halten schon die Füsse still, weil es natürlich um den Arbeitsplatz geht, aber muss man denn immer alles schlucken ? Der Arbeitgeber hat immer recht ? Du hast das zu machen was verlangt wird ! Alle Macht dem Arbeitgeber ! Das ist auch eine Ansicht ! |
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#6
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| Zitat:
Aber es ist nunmal ein Unterschied, ob du in einer grossen Apparatebauanstalt arbeitest, wo man die Schichten gerecht verteilen kann oder ob du in einem Kleinbetrieb zur Kernmannschaft gehörst und nur die Wahl hast, entweder zu arbeiten, oder nicht zu arbeiten und den Laden damit zu Fall zu bringen. Merke: du bist nur 12 Monate von ALG II entfernt, solltest du jemals in den Genuss von ALG II kommen, würdest du deinem Boss die Füsse küssen, wenn er dich aus ALG II erlöst. ![]() ---> SGB II ---> SGB 2 - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#7
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| Ok ! Das habe ich verstanden ! Aber meine Frage lautet : Darf er Samstagarbeit anordnen, obwohl man einen Arbeitsvertrag hat über eine 40 Std- Woche ? Und wenn man nicht kann, darf er einen kündigen ? Und nur mal so nebenbei ich bin über 13 Jahre in dieser Firma und habe mich nicht vor Mehrarbeit gedrückt ! Aber wie ich schon erwähnt habe das es dort an einigen Dingen schief läuft, und die Motivation nicht mehr gegeben ist, da man das Gefühl bekommt ausgenutzt zu werden. Desweitern stösst mir auf das er uns gedroht hat, und das ist für mich persönlich am schlimmsten. Versuche nur darzustellen wie es bei uns aussieht. Dachte hier kann mir einer sagen z.b. ja er darf das oder auch nicht aus welchen Gründen auch immer. Aber da Du der einzige bist der mir antwortet, denke ich das keiner hier im Forum ähnliche Erfahrung gemacht hat. Trotzdem danke für die Hinweise in Bezug auf Hartz IV |
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#8
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| Also: Der Samstag ist ein Werktag, also darf da auch gearbeitet werden. Dein Boss hat Direktionsrecht, d.h., er darf bestimmen, wann gearbeitet wird. Und er darf Überstunden anordnen. In einem Kleinbetrieb ist es nicht die Frage, ob man kann. Da hat man immer zu können, und zwar aus dem Grund, weil in Kleinbetrieben bis 10 Leuten kein Kündigungsschutz besteht. Vermutlich ist es in eurem Betrieb so, dass kein Kündigugsschutz besteht, daher kann euch euer Boss jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen. Also wenn du deinen Boss ärgerst, landest du auf seinem Radarschirm ... ![]() Wenn dein Boss seine Dienstanweisungen in Drohungen verpackt, dann kann das bedeuten, dass er mächtig unter Druck steht. Es könnte z.B. so sein, dass der Auftrag mit einer Konventionalstrafe ausgestattet ist, d.h., falls die Arbeit nicht rechtzeitig erledigt ist, muss dein Boss eine Vertragsstrafe zahlen. Die Zeiten haben sich geändert. Ein Beschäftigter kann seinen Arbeitsplatz nicht mehr eindimensional betrachten, so nach dem Motto, ich gehe arbeiten und dafür kriege ich Lohn, alles andere interessiert mich nicht, sondern man muss sich auch für Vertragsbestandteile und für den Kunden interessieren, d.h. man bewegt sich heute auch als Lohnabhängiger in einem dreidimensionalen Raum (Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Kunde).
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Flim (16.10.2008) | ||
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#9
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| Hallo Film, dass Dir bisher nur nontestatum geantwortet hat, liegt wohl eher daran, dass in seinen Antworten alles drin steht, was wichtig ist. Damit Du aber nicht das Gefühl hast, dass es sich bei nontestatum um eine Einzelmeinung handelt, antworte ich Dir auch noch. Ich schließe mich den rechtlichen Ausführungen an und füge dem Nichts hinzu. Aber: Ich kann Dich und Deine Kollegen auch verstehen: Ihr habt das Gefühl, dass Ihr viel geben müsst und Euer Chef zu wenig zurückgibt. Das ist ein blödes Gefühl, weil es sich ungerecht anfühlt. Dass man Mitarbeiter nicht mit Drohungen motivieren kann, lernt man heute auf jedem Führungsseminar. Aber wollt Ihr wirklich warten bis Euer Chef eine solche Veranstaltung besucht? Versetzt Euch stattdessen mal in seine Lage und versucht zu verstehen, was in ihm vorgeht:
Kannst Du nachvollziehen, wie schnell auch Du in so eine Spirale hineingezogen werden kannst? Ähnlich wird es Eurem Chef gehen. Seine Anordnungen und Drohungen müsst Ihr so sehen, dass er verzweifelt ist, er sich alleine fühlt, er für die Firma und Euch kämpft, er alles tut, um diesen Auftrag zu erledigen. Mein Tipp: Euer Chef ist alleine und kann sich wahrscheinlich mit keinem oder nur wenigen Menschen über seine Probleme austauschen. Ihr seid zu mehreren. Gebt Eurem Chef das Gefühl, dass er nicht alleine ist und Ihr gemeinsam hintern ihm steht. Gebt ihm zu verstehen, dass auch Ihr bereit seid, alles zu tun, damit die Firma weiterhin existieren kann. Beweist ihm, dass er sich auf Euch verlassen kann. Zeigt, dass Ihr mit Engagement und Herz dabei seid. Wenn Euch das gelingt, könnt Ihr auch wieder über die betrieblichen Abläufe reden. Wie wäre es z.B. mit einer Vereinbarung, dass Samstagarbeit in Zukunft möglichst mindestens 2 Wochen vorher angekündigt wird. Euch fallen bestimmt noch ein paar Regelungen ein, mit denen man im beidseitigem Interessen die Abläufe verbessern kann. Soweit seid Ihr noch nicht, weil Euer Chef noch nicht so weit ist. Aber es lohnt sich doch, darauf hin zu steuern, oder? Viel Erfolg dabei und lasst mal von Dir hören, ob es Euch gelungen ist. LG Bernd
__________________ Es gibt immer eine Lösung - vielleicht nicht eine, die Dir gefällt, aber eine, die Dir hilft! Geändert von Bernd (16.10.2008 um 09:01 Uhr) |
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Flim (16.10.2008) | ||
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#10
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| Hallo Film, muß Bernd anschließen. Ich erzähle gerne mal von meinem Werdegang seit der Wende. Ausbildung Traumberuf Wende Umschulung Arbeit für etwa 3 Jahre kriege ich zusammen auf die Jahre seitdem. Würde gerne so eine Arbeit haben, wo mann hingeht und alles so ist wie am Vortag und nur der Cheff einen Bitte hatt, naja mit Nachdruck, aber eine Bitte. Heute ist es gang und gäbe das die Cheffs um Samstagsarbeit erbehten. Hier in der Region ist sogar Arbeiten im Schichtberieb von 48 Stunden möglich und auch so Handhabe und Gängige Praxis. Es stehen genug auf der Lauer und machen dann diese Arbeit, sogar für 165,-€ oder weniger. Mit freundlichem Gruß Annett
__________________ ---------------------------------------------------- (Konfuzius) |
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Flim (16.10.2008) | ||
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