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#1
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| Hallo liebe Forenmitglieder, Wem dieser Beitrag eventuell zu lang ist, bitte nur den letzten Absatz lesen. Vielen Dank schon mal für Hilfe! ich habe schon einmal über die Kollegin geschrieben, die mir so sehr zu schaffen macht. Jetzt habe ich mir überlegt, mit der ganzen Geschichte zum Chef zu gehen und alles, wirklich alles zu sagen, was ich weiß. Als diese Kollegin bei uns angefangen hat, war sie sehr fleißig, hat schnell und gut gearbeitet. Seit sie letztes Jahr im April geheiratet hat, hat sich das grundlegend geändert, sie surft seitdem sehr viel privat im Internet, lässt sich krankschreiben, wenn sie mit Spätdienst dran ist bzw. wenn sie Urlaub wollte und der nicht genehmigt wurde. Sie hat mir damals erzählt, dass sie Multiple Sklerose (MS) hat und sich deshalb, da sie durch die Hochzeit Stress hat(te), schlecht konzentrieren könne, das wäre bei dieser Krankheit so. Sie hat mir da leid getan und ich war so ****, diese ganzen Machenschaften von ihr vor unserem Chef zu decken, monatelang!!!!!! (wirklich sehr **** von mir). Aber irgendwie konnte ich nicht nein sagen, wenn sie gejammert hat, sie, die doch ne tödliche Krankheit hat, die sie verheimlichen muss, um überhaupt eine Job zubekommen. ich hatte so ein Mitleid!!!!!!!!!!!! Erst seit November letzten Jahres habe ich aufgehört, ihre Arbeit mitzumachen. Mittlerweile ist es so, dass sie sich mindestens 1 - 2 Wochen im Monat krankschreiben lässt, zufälligerweise immer noch dann, wenn sie Urlaub haben wollte, der nicht genehmigt wurde oder sie mit Spätdienst dran ist, auf den sie kein Bock hat. Dann spricht sie ihre Urlaube nicht mehr mit uns (sind zu dritt im Team) ab, sondern trägt ihn sich einfach ein, ohne jegliche Rücksprache. Dritter Punkt, der mich zur Weißglut treibt: Sie verbreitet Lügen über mich bzw. uns, die andere Kollegin ist auch betroffen. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, dieser Person gegenüber nicht mehr weiter loyal zu sein, sondern meinem Chef, der immer noch nicht viel dieser Sachen mitbekommt, endlich darüber in Kenntnis zu setzen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich ihn auch über die Krankheit der Kollegin informieren sollte, da das sicher eine fristlose Kündigung nach sich zieht und ich dann eventuell ein schlechtes Gewissen habe. Für schnelle Antworten bin ich wirklich sehr dankbar, mir geht es auch wirklich nur um die Frage, ob es fair ist, den Chef über die MS zu informieren. Der Rest kann ruhig unkommentiert bleiben, habe ich nur zur Verdeutlichung der Situation geschrieben. Viele Grüße eure Lady |
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#2
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| Hallo Lady, eine Krankheit ist nie Grund für eine fristlose Kündigung. Ich kann lediglich wenn das gesamte Verhalten nicht vertragsgemäß ist (Krankmeldungen zu spät oder ähnliches) nach Abmahnung den Mitarbeiter oder wegen negativer Zukunftsprognose ordentlich kündigen. Ich würde deinen Chef darüber informieren. Im Allgemeinen beantrage ich eine Vorstellung beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse, wenn sich ein Mitarbeiter auffällig häufig und insbesondere an Tagen die er ohnehin frei bekommen wollte krankschreiben lässt. Wenn deine Kollegin tatsächlich MS hat, würde daher eine solche Vorstellung dies ohnehin ans Tageslicht bringen bzw. darauf hinausführen dass dem AG mitgeteilt wird, dass die Krankheitszeiträume berechtigt waren. Und ganz ehrlich: Bei MS gibt es gute und schlechte Tage. aber insgemsat liegt eine negative Zukunftsprognose vor und diese Leute büßen auf Dauer einfach ihre Arbeitskraft ein. Erwähne dies aber grundsätzlich aus deiner Sicht (kurzfristige Dientsübernahme, Arbeitsmehrbelastung, mangelnde Planbarkeit im team etc) und zeige dies an konkreten Beispielen auf. Zitat:
__________________ Liebe Grüße, coquette Vollblut-Personalerin (alle Antworten nach bestem Wissen und Gewissen, ohne Gewähr) The big things you can see with one eye closed. But keep both eyes wide open for the little things. Little things mark the great dividing line between success and failure Jacob M. Braude |
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#3
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| Kollegin zur Dauerbelastung für die ganzen Mitarbeiter in einem Betrieb wird dürfte klar sein. Früher oder später muss das ein Ende nehmen. Rede mal mit ihr darüber und stelle klar, dass du nicht ständig Rücksicht nehmen kannst und willst. Zur Krankheit deiner Kollegin würde ich nichts zum Chef sagen, da du ja keinen Beweis zur tatsächlichen Existenz dieser vorgegebenen Kranhkeit hast. Sie könnte dich deswegen sogar wegen einer Falschaussage in Bedrängnis bringen. Gruss wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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#4
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| Eigentlich magst du deine Kollegin ja, sonst würdest du nicht so lange warten um sie anschwärzen zu wollen. Vielleicht stacheln dich ja auch die anderen auf, denke mal darüber nach. Du solltest mal mit ihr reden und herausfinden, ob es die Krankheit wirklich gibt, oder ob es häusliche Probleme sind. So wie ich es lese, war ja vor der Hochzeit alles in Ordnung. Eine Kollegin zu verraten bringt nichts, und man wird leicht zum Kollegen*******. Der Chef wird dich als Verräter ansehen und dann hast du in Zukunft schlechte Karten. Habt ihr keinen Betriebsrat? Oder versuche mal über deine Gewerkschaft Informationen zu bekommen, wie du dich verhalten kannst. In jedem Betrieb gibt es schwarze Schafe, die sind meistens gut beim Chef angesehen - ist schon komisch, aber es ist so. Viele Grüße Paulinchen |
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