nachgeforderte Krankenkassenbeiträge
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nachgeforderte Krankenkassenbeiträge

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  #1  
Alt 23.09.2011, 11:15
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Standard nachgeforderte Krankenkassenbeiträge


Hallo,

ich stecke in einem Dilemma und weiss nichtmehr wie ich da rauskomme.
Der Sachverhalt sieht wie folgt aus.

Ich war 2009 und kurzzeitig 2010 arbeitslos und habe mich aber auch nicht bei der Agentur gemeldet. Die Krankenkasse hat mich daraufhin immer wieder angeschrieben dass ich Beiträge nachzahlen soll. Diese betrugen erstmals um die 150. Ich hatte zum Zeitpunkt keine einfache Zeit und konnte oder wollte mich nicht darum kümmern. Irgendwann hat die Krankenkasse mir diese Beiträge pauschal Berechnet und diese wurden auf einmal auf 625 Euro erhoben. Die Sache zieht sich also schon fast 1 1/2 Jahre. Auf ein Anwaltsschreiben wurde erst nach 5 Monaten reagiert. Dass ich

Ich habe in dieser Zeit KEINE Leistungen etc. eingefordert und auch keine bekommen. Quasi hatte ich nichts mit der Kasse am Hut. Sonst wurde alles und auch jetzt wird alles normal bezahlt. Jedoch wird mir die Krankenversicherung ab jetzt nur in Notfällen helfen ( Obwohl ich normal zahle aber diese aufgezwungenen Schulden habe )

Nach einigen Telefonaten hab ich erklärt bekommen dass es inzwischen zwecklos ist dagegen vorzugehen weil diese Sache nichtmehr zu retten ist. Also habe ich nun 6000 Euro Schulden für NICHTS. Ich muss diese Bezahlen oder werde gepfändet. Ich habe auch Verständniss für etwas zu bezahlen aber nicht in diesem Maß!

Ich bin seit fast 20 Jahren Kunde bei der Kasse und habe sonst auch immer alles bazahlt. Die gesamte Familie ist in der Kasse. Das hat heute anscheinend keinen Wert mehr als Stammkunde irgendwo zu bleiben.

Alles was ich von der Dame am Telefon gehört habe ist ein "NEIN" "Geht nicht" "Können wir nicht" "Dürfen wir nicht"

Aber mich ans Existenzende zu führen dürfen sie doch? Ich fühle mich absolut verloren.

Ich will einfach nur einen Rat was ich tun kann .. ich bin echt verzeweifelt weil ich in meinem Leben noch nie Schulden hatte und meine Situation lässt keine Zusatzausgaben zu. Wie soll ich 6000 euro abbezahlen wenn ich kaum was zum Leben habe (überleben ist noch irgenwie möglich) Ich bin leider nur als Leiharbeiter eingestellt. Nichtmal eine Ratenzahlung wird akzeptiert.


Geändert von Demo (23.09.2011 um 11:24 Uhr) Grund: fehlender inhalt
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  #2  
Alt 26.09.2011, 10:11
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Zitat von Demo Beitrag anzeigen
Hallo,

ich stecke in einem Dilemma und weiss nichtmehr wie ich da rauskomme.
Der Sachverhalt sieht wie folgt aus.

Ich war 2009 und kurzzeitig 2010 arbeitslos und habe mich aber auch nicht bei der Agentur gemeldet. Die Krankenkasse hat mich daraufhin immer wieder angeschrieben dass ich Beiträge nachzahlen soll. Diese betrugen erstmals um die 150. Ich hatte zum Zeitpunkt keine einfache Zeit und konnte oder wollte mich nicht darum kümmern. Irgendwann hat die Krankenkasse mir diese Beiträge pauschal Berechnet und diese wurden auf einmal auf 625 Euro erhoben. Die Sache zieht sich also schon fast 1 1/2 Jahre. Auf ein Anwaltsschreiben wurde erst nach 5 Monaten reagiert. Dass ich

Ich habe in dieser Zeit KEINE Leistungen etc. eingefordert und auch keine bekommen. Quasi hatte ich nichts mit der Kasse am Hut. Sonst wurde alles und auch jetzt wird alles normal bezahlt. Jedoch wird mir die Krankenversicherung ab jetzt nur in Notfällen helfen ( Obwohl ich normal zahle aber diese aufgezwungenen Schulden habe )

Nach einigen Telefonaten hab ich erklärt bekommen dass es inzwischen zwecklos ist dagegen vorzugehen weil diese Sache nichtmehr zu retten ist. Also habe ich nun 6000 Euro Schulden für NICHTS. Ich muss diese Bezahlen oder werde gepfändet. Ich habe auch Verständniss für etwas zu bezahlen aber nicht in diesem Maß!

Ich bin seit fast 20 Jahren Kunde bei der Kasse und habe sonst auch immer alles bazahlt. Die gesamte Familie ist in der Kasse. Das hat heute anscheinend keinen Wert mehr als Stammkunde irgendwo zu bleiben.

Alles was ich von der Dame am Telefon gehört habe ist ein "NEIN" "Geht nicht" "Können wir nicht" "Dürfen wir nicht"

Aber mich ans Existenzende zu führen dürfen sie doch? Ich fühle mich absolut verloren.

Ich will einfach nur einen Rat was ich tun kann .. ich bin echt verzeweifelt weil ich in meinem Leben noch nie Schulden hatte und meine Situation lässt keine Zusatzausgaben zu. Wie soll ich 6000 euro abbezahlen wenn ich kaum was zum Leben habe (überleben ist noch irgenwie möglich) Ich bin leider nur als Leiharbeiter eingestellt. Nichtmal eine Ratenzahlung wird akzeptiert.

Ich gehe davon aus, dass du in einer gesetzlichen Krankenkasse bist.

Seit 2007 besteht Krankenversicherungspflicht, das bedeutet, man muss sich krankenversichern und Beiträge zahlen. Tut man dies nicht, sammelt man Schulden in Form von Nachversicherungsbeiträgen an.

Früher - vor der Gesundheitsreform und der Einführung der Krankenversicherungspflicht - war es so, dass man nicht versichert sein musste, wenn man dies nicht wollte. Es fielen dann auch keine Beiträge an.
Dies ist jetzt nicht mehr so. Man kann die Beiträge nicht mehr einsparen, es hat daher keinen Sinn, sich nicht krankenzuversichern.

Kann man die Beiträge nicht selber erwirtschaften und zahlen, muss man ALG II beim Jobcenter beantragen.

Wird ALG II bewilligt, greift der volle Krankenversicherungsschutz auf der Grundlage des § 16 SGB V.

Google

Google-Search: § 16 SGB V

Bitte lies dir den Paragraphen sorgfältig durch.

Dort steht ganz klar:

Ist eine wirksame Ratenzahlungsvereinbarung zu Stande gekommen, hat das Mitglied ab diesem Zeitpunkt wieder Anspruch auf Leistungen, solage die Raten vertragsgemäss entrichtet werden.


Demzufolge müsstest du mit deiner Krankenkasse Ratenzahlungen vereinbaren können. Lase dich da bitte nicht von einer Sacbearbeiterin abwimmeln.

Bitte püfe, ob du in den Zeiten, wo du keine KV-Beiräge abgeführt hast, beitragsmäsig korrekt von deiner Krankenkasse eingestuft worden bist.

Die Korrekt ermittelten Beiträge musst du nachentrichten, sinnigerweise im Rahmen von Raten.

Nichtsdestotrotz ist zu erwarten, dass du Post vom Hauptzollamt bekommst und ein Volltsreckungsbeamter auftaucht, der eine Pfändung vornehmen will.

Ich gehe aber davon aus, dass die Pfändung fruchtlos verlaufen wird.

Nebenwirkung wird aber sein, dass dein Bankkonto mit einem Pfändungsbeschluss belegt wird.

Bitte wandle dein Konto sofort in ein P-Konto um.

Google-Search: P-Konto

Dein Banksachbearbeiter berät dich hinsichtlich der einzutragenden Pfändungsgrenzen.

Wenn du wenig verdienst, solltest du umgehend prüfen, ob dir Unterstützung zusteht, als z.B. Wohngeld vom Wohnungsamt, Kindergeld und Kinderzuschlag oder ALG II AUFSTOCKEND.

Ich empfehle Zugriff auf ALG II, weil damit dein Krankenversicherungsproblem vorübergehend gelöst wäre. Du bist dann amtlich bedürftig.

Bitte keine Scheu vor dem Jobcenter, das ALG II hat sich wegen der Pflichten, die man dem Bürger auferlegt hat, de facto zu einer Zwangsveranstaltung entwickelt.
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  #3  
Alt 26.09.2011, 10:19
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  #4  
Alt 26.09.2011, 13:07
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vielen Dank für die Tipps! Ich werde alles nochmal durchgehen. Die Sachbearbeiterin hat mir ausdrücklich gesagt, dass eine Ratenzahlung in keinster Weise möglich ist. Eine Sauerei, da ich die Sache regeln will und die Schulden nicht haben möchte.

Eine Frage hätte ich noch: Wäre es möglich die Beiträge, die auf die 625 euro hochgestuft wurden, im nachhinein wieder auf das reguläre Maß zu senken? ( 150 euro ) Die Sachbearbeiterin, wie oben schon erwähnt, hat überhauptnicht kooperiert und auch keinen Willen gezeigt mir zu helfen. Daher bin ich jetzt sehr verunsichert. Es ist immerhin das 4fache was sie von mir verlangen. Ist es überhaupt rechtens sowas zu machen?

MfG

Demo
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  #5  
Alt 27.09.2011, 10:23
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vielen Dank für die Tipps! Ich werde alles nochmal durchgehen. Die Sachbearbeiterin hat mir ausdrücklich gesagt, dass eine Ratenzahlung in keinster Weise möglich ist. Eine Sauerei, da ich die Sache regeln will und die Schulden nicht haben möchte.

Eine Frage hätte ich noch: Wäre es möglich die Beiträge, die auf die 625 euro hochgestuft wurden, im nachhinein wieder auf das reguläre Maß zu senken? ( 150 euro ) Die Sachbearbeiterin, wie oben schon erwähnt, hat überhauptnicht kooperiert und auch keinen Willen gezeigt mir zu helfen. Daher bin ich jetzt sehr verunsichert. Es ist immerhin das 4fache was sie von mir verlangen. Ist es überhaupt rechtens sowas zu machen?

MfG

Demo
Meiner Kenntnis nach beziehen sich die 150€ auf den Tarif für eine (1) einkommenslose Person. Du müsstest jetzt den Tarif für deine Familie ermitteln, und zwar für den jeweiligen Zeitraum, in dem du keine KV-Beiträge abgeführt hast.

Du hast auch die Möglichkeit,das bmg zu kontaktieren, die haben soweit ich weiss, ein Bürgertelefon. Siehe dazu vorstehenden Link, nutze die dortige Suchfunktion.
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