Betriebsbedingte Kündigung, warum?
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Betriebsbedingte Kündigung, warum?

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Alt 25.03.2009, 21:57
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Standard Betriebsbedingte Kündigung, warum?


Ich wurde vor ca. 2 Jahren "betriebsbedingt" gekündigt, was mir bis heute aber keine Ruhe lässt, da die ganze Geschichte schier unwahr ist.
Ich war bei einem 100%igen Tochterunternehmen einer Muttergesellschaft beschäftigt, welche (Tochter + Mutter) einst auch zusammen auf der gleichen Etage eingemietet waren, Kellerräume wurden zusammen genutzt unabgeschlossen, ebenfalls Büroräume, Betriebsausflüge wurden einst zusammen veranstaltet, wie auch Festlichkeiten. Irgendwann, nach ca. 5 Jahren, wurde ein Betriebsrat gegründet und der Tochtergesellschaft übermittelt, dass diese (wir), da wir nur unter 5 Mitarbeiter seien, keinen Zugang zum Betriebsrat hätten, dieser sei nur bei der Muttergesellschaft installiert und für deren Mitarbeiter ausschließlich zugänglich. Bei uns einen Betriebsrat zu installieren wäre wegen der Unterzahl von
Mitarbeitern nicht möglich gewesen. Allerdings habe ich dann über einen Rechtswanwalt erfahren, dass der Betriebsrat einer Muttergesellschaft dann automatisch auch für die Mitarbeiter für das Tochterunternehmen zugänglich ist. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Muttergesellschaft, ein Rechtsanwalt (ca. 17 Jahre dort beschäftigt) sogar, gründete diesen Betriebsrat, hatte also alle Einsicht und versicherte mir auch, dass die Mutter und Tochter 100 %ig zusammengehören und nie und nimmer in getrennter Form arbeiten, sodass nur die Mutter Zugriff auf den Betriebsrat hat. Ich wurde unverhofft, unvorbereitet und sehr erniedrigend in letzter Sekunde (genau am Feierabendgong und einen Tag vor Fristablauf für eine Kündigung) nach fast 14 Jahren gekündigt, mein Chef schaffte es, mich so zu schocken, dass ich die Kündigung unterschrieb. Erst wollte ich dies gar nicht, aber er meinte, meine Kollegen wüßten auch schon Bescheid und benutzte sie somit als Zeugen. Für mich brach eine Welt in dem Moment zusammen, konnte es nicht glauben, war geschockt (einen Schockeffekt wollte man auch erzielen und war auf mich gut vorbereitet). Sofort nahm ich mir einen Rechtsanwalt und klagte, rief viele Zeugen auf, aber nicht einer wurde auch nur geladen. Man schirmte meine Sache eher damit ab, dass ich nicht unter das Kündigungsschutzgesetz falle und somit die Gegenseite für weitere Infos nicht verpflichtet wäre. Dabei ging es aber eher um den Beweis, dass die Mutter und Tochter zusammengehören, dies hätte mir den Zugang zum Betriebsrat verschafft. Ganz ganz sicher gehören wir zusammen, mehrere Zeugen würde dafür auch aussagen. Unsere Tochterges. hat sogar ihr Internetseite aufgegeben und ist im Internet unter dem Namen der Muttergesellschaft im Vordergrund nur zu finden (Internetseite wurde genau einen Tag nach Abschluß meiner Verhandlung veröffentlicht) Selbst Anweisungen hat mein Chef über das Mutterunternehmen erhalten, Kündigungen und Einstellungen bei dem Tochterunternehmen wurden schriftlich nachweislich über das Mutterunternehmen vorgenommen, welches bei einem angeblich eigenständigen Tochterunternehmen dann gar nicht sein darf. Unbefangene Kollegen zur Aufklärung habe ich zu Genüge dem Gericht genannt, aber nicht eine derjenigen wurde auch nur beigeholt. Zu guter Letzt wurde eine Kollegin als Gegnerin geladen, die einst einen unserer Ex-Chefs bei seinem Gerichtsurteil belasten wollte, ihre Aussage aber dann wieder zurückgezogen hat. Im Grunde genommen war sie also auch "Befangen"oder gar eher "Ungeeignet für eine Aussage". Ich verstehe das ganze Vorgehen nicht. Die Urteilsverkündung wurde nicht in meinem Beisein veranlasst, welches laut meines Rechtsanwaltes völlig normal sein kann. Allerdings schlottern viele meiner Freunde über dieses Vorgehen, sie haben noch nie erlebt, dass sie selbst bei der Verkündung des Urteils nicht dabei waren. Die ganze Geschichte hier detailliert zu erzählen wäre zu umfangreich. Ich habe erneut eine Klage über einen anderen Rechtsanwalt versucht, die Erstere ging über das Arbeitsgericht, das Zweite über das Landesarbeitsgericht, danach legte ich über einen neuen Rechtsanwalt ein Klage zur Wiederauflebung/Prüfung des Falles ein, dieser riet mir davon aber nach Prüfung ab. Ich weiß nicht mehr, wie ich mit dieser Geschichte umgehen soll, da sie schier unwahr und mit Lügen vor Gericht behaftet wurde. Nach 14 Jahren weiß man, wo man arbeitet und ein Rechtsanwalt, der einen Betriebsrat gründet wird wohl auch wissen, was er da macht und wie Mutter und Tochter zusammenhängen. Selbst meine Mitarbeiter, mit denen ich weiterhin in Kontakt stehe, wollten aussagen, aber niemand lud sie ein. Sie sind total sauer auf den Ausgang meines Verfahrens und verstehen selbst nicht, wie es sein kann, dass man dem Gericht so etwas vorgaukelt, obwohl die Realität nachweislich anders ist und ausgesagt werden könnte mit aussagekräftigen langjährigen Mitarbeitern. Die Mutterges. ist übrigens vor mehreren Jahren weggezogen und hat die Tochter beauftragt, dies in absehbarer Zeit auch zu tun. Diese Aussage liegt nicht nur mündlich sondern auch schriftlich vor und wurde auch bei Gericht vorgelegt. Man trennt soz. diese beiden Mutter + Tochter mitunder dem Grund, sie haben auch getrennte Firmensitze. 1 Jahr vor meiner Kündigung setzte sich sogar einer der Geschäftsführer von der Muttergesellschaft direkt zu uns an unseren Schreibtisch (jaaaa, direkt an unseren Schreibtisch) konnte alles Interne mithören. Angeblich war er Untermieter bei der Tochterges. und natürlich existierte auch ein Vertrag hierzu. Wir Mitarbeiter konnten darüber nur lachen. Kurz vor meinter Kündigung ging dieser ohne Verabschiedung in Vorruhestand. Ich frage mich, wie ein Chef eines Tochterunternehmens angeblich eigenständig arbeitet, wenn der andere Chef des Mutterunternehmens all seine internen Sachen mitbekommt?Warum darf ein Chef des Mutterunternehmes, Mitarbeiter des Tochterunternehmens einstellen und kündigen, wenn diese doch angeblich eigenständig ist? Wieso korrespondierte mein Chef bezüglich meiner Kündigung mit den Rechtsanwälten bei der Muttergesellschaft und nahm sich dann aber erst später einen eigenen Rechtsanwalt außerhalb? Die Schriftstücke zu dieser Korrespondenz wurden dem Gericht ebenfalls vorgelegt und sind per Email geschrieben worden, also auch per Email nochmals nachweisbar. Aber angeblich ist die Tochterges. eigenständig und der Betriebsrat bei der Mutterges. für meine Kündigung nicht zuständig.

Ich würde mich gerne nochmals mit jemanden über diesen Fall unterhalten, ggf. auch an die Öffentlichkeit gehen. Wer allerdings könnte hier ein kompetenter vertrauenswürdiger Partner für mich sein? Es handelt sich um ein sehr großes Unternehmen, welches schon dem VOLKE bekannte Personen die Hand geschüttelt hat. Hier geht es nicht um Geld sondern einfach nur um Gerechtigkeit, damit ich innerlich Ruhe finde, denn es ist nicht einfach, damit zu leben. Vielleicht gibt es dazu ähnliche Fälle. Nichts von dem Angekündigten der Gegenseite auf dem Blatt Papier ans Gericht wurde bis heute verwirklicht, ich wurde nur gekündigt und 1 - 2 Aushilfen dafür eingesetzt, es gab auch keine dem Gericht vorangekündigten vereinfachte Systeme für meinen Arbeitsplatz, nichts. Man hat mir noch nicht mal Kurzarbeit oder vielleicht Lohnkürzung zum Erhalt meines Arbeitsplatzes angeboten, nichts. Meine Rechtschutz hat mich auch nach ca. 20 Jahren rausgeschmissen mit der Begründung, meine Kosten wären zu hoch, dabei hatte ich solch einen Fall noch nie, aber das sind eben die Versicherungen.Nach eigener Berechnung kann ich auch die Versicherung nicht verstehen, aber mir sind die Hände gebunden.

Im Voraus vielen Dank für etwaige Infos oder Kommentare
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