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#1
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| Hallo, hatte letzte Woche nach ewig langer Zeit ein Vorstellungsgespräch, was überhaupt nicht gut verlaufen ist...Dies ist darauf zurück zu führen, dass ich einen sehr vollen Lebenslauf habe und fast überall nicht länger als 3/4 Monate gearbeitet habe, abgesehen von meinen 2 Ausbildungen. Darauf wurde ich natürlich beim Bewerbungsgespräch angesprochen und mir blieb nichts anderes übrig, als denen stammelnd die Wahrheit zu erzählen(u.a.: "Habe mir nach 1 Woche Einstellung eine Bänderdehnung zugezogen und wurde wegen längerer Krankschreibung entlassen etc.) Nun zu meiner Frage: Damit mir diese Blamage beim nächsten Bewerbungsgespräch nicht erneut passiert, habe ich mir überlegt, zumindest die Stationen raus zu nehmen, wo ich nur einige Wochen beschäftigt war und die anderen Stellen dementsprechend zu verlängern. Diese "Pfuscherei" bereitet mir im Grunde genommen Magenschmerzen, denn ich kann Lügen eigentlich nicht ausstehen...Aber ich bin mittlerweile so verzweifelt, dass ich mich dazu gezwungen fühle, um endlich aus der Arbeitslosigkeit heraus zu kommen. Ich denke, mit meinem "realen " Lebenslauf wird das nie zu einer Einstellung kommen, denn mich würde er als Arbeitgeber auch abschrecken und man bekommt den Eindruck, ich wäre ein sehr sprunghafter mensch... ![]() Ist das eigentlich rechtens, etwas am LL zu ändern??? Vielen Dank schonmal.. Geändert von admin (27.12.2008 um 13:15 Uhr) |
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#2
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| Hallo! Also rechtens ist sowas überhaupt nicht. Ich hab gelesen, man kann dafür mächtigen Ärger kriegen, das geht wohl von einer Kündigung bis zu einer Klage (glaub ich), wenn es rauskommt. Wie ist das denn mit deiner Bänderdehnung? Bist du deswegen immer entlassen worden? Wie siehts damit jetzt aus? Wenn es das ist, würde ich versuchen, in meinem Lebenslauf irgendwie den Grund für die Entlassung reinzubringen. Nach dem Motto: wegen inzwischen behobenen, gesundheitlichen Problem entlassen" oder so ähnlich. Wenn es behoben ist. Ansonsten würde ich versuchen, nachzuweisen, dass ich mich dafür anstrenge, dass es besser wird, z.B. mit Sport als Hobbyangabe im Lebenslauf (wenn es stimmt!) oder es irgendwie im Anschreiben erwähnen, dass du alles dafür tust, dass es dir besser geht. Gibt es sonst noch andere Gründe, warum du nach 3-4 Monaten gekündigt wurdest? Du hast ja schon ein Vorstellungsgespräch gehabt, das heißt also, dass du trotz deines Lebenslaufs eine Chance hast, einen Job zu kriegen. In dem Gespräch musst du dich dann leider auf diese Frage einstellen, aber du hast immerhin eine Einladung bekommen! ![]() Das heißt, dass deine Bewerbung trotzdem etwas gehabt haben muss, was interessant war. Deshalb: versuch weiter, ein gutes Anschreiben hinzukriegen, das neugierig macht, dich kennenzulernen. Hier im Forum gibt es super Leute, die dir helfen. Auch läuft im Leben selten alles glatt und kein Lebenslauf ist perfekt. Selbst meiner nicht, weil in den Augen der meisten Chefs meine fehlende Berufserfahrung ins Auge sticht. Bei anderen ist es so, dass sie schon über 50 sind: ein Blick aufs Geburtsdatum und die Bewerbung landet im Müll. Hast du eigentlich zwischendurch Kurse belegt, also Computerkurse oder sowas ähnliches? Wenn du die noch nicht im Lebenslauf hast: die gehören da auch rein! Lass den Kopf nicht hängen ![]() Schreib einfach mal was zu meinen Fragen, vielleicht fällt mir was ein. LG RedRose |
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#3
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| Zitat:
Ich gebe jetzt mal nur zu Protokoll, was ich im Laufe meiner eigenen Bewerbungsaktivitäten zu dem Thema gelesen habe. Dabei beziehe ich mich jetzt nur auf Schummeln in Form von Auslassungen, Arbeitsverhältnisse künstlich verlängern, Urlaubsreisen in Bildungsreisen umbenennen, Kindererziehung wenn's Kind eigentlich die Ganztagsschule besucht, Oma pflegen obwohl die im Altersheim sitzt und allerhand sonstige Schönfärbereien. Hier streiten sich nämlich die Geister. Die einzigen, die auch bei der kleinsten Schummelei bösen Betrug wittern, sind wohl Detektive, die von manchen (vermutlich größeren) Arbeitgebern beauftragt werden, Personalakten zu überprüfen. Anders gesagt, wenn man sich bei Firmen bewirbt, die sich eine Personalabteilung leisten können, ist es gescheiter das Schummeln zu unterlassen. Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist Schummeln erlaubt, wenn die Schönfärberei, die Arbeit die man machen soll, nicht beeinflussen. Allerdings haben die Anwälte leicht reden. Denn wenn der AG dich auf dem Kieker hat und beschließt dich auf Grund einer entdeckten Schummelei wegen Vertrauensbruch zu entlassen, bist du selbst wenn du vor Gericht Recht bekommst, beruflich nicht gerade auf Rosen gebettet. Arbeitgeber mögen es nicht, angeschummelt zu werden. Ist einerseits verständlich, weil das keiner mag. Finde ich andererseits aber etwas scheinheilig, weil sie auch recht gern die negativen Aspekte ihres Betriebs und der zu erledigenden Arbeit unter’n Tisch fallen lassen. Nun legen Arbeitgeber aber auch keinen Wert darauf, jede noch so kleine Station kennenzulernen. D.h. je nach Umfang des Lebenslaufs und die Relevanz einzelner Stationen für die Stelle, kann man manches ausführlicher und anderes zusammengefasst darstellen. Wichtig ist hier neben dem Wahrheitsgehalt auch Klarheit und Übersichtlichkeit. Deshalb meine ich, dass es auch für Lebensläufe die Möglichkeiten gibt, sie an die jeweilige Stelle und den Arbeitgeber anzupassen. Ob mit oder ohne Schummeln muss jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen und im Bewusstsein das der Arbeitgeber am längeren Hebel sitzt.
__________________ ______________________ schöne Grüße wombat Für jene die von Quantität auf Qualität schließen. Die Anzahl meiner Beiträge resultiert nur aus meinem zwanghaften Drang meine höchst persönliche, fachlich unbeleckte, bemüht vernünftige aber möglicherweise falsche Meinung zum Besten zu geben. Zögert also nicht, euch Rat von Experten zu holen, die dafür dann (hoffentlich) auch geradestehen. Ich gehöre nicht zu dieser Elite und tue letzteres auch nicht. |
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ladydi3078 (31.07.2008) | ||
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#4
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| Also ich fasse das mal zusammen: Einen Lebenslauf darf man nicht schönen. Wer auf der Grundlage eines manipulierten Lebenslaufes eingestellt wird, läuft Gefahr, bei Entdeckung fristlos entlassen zu werden. Man kann das umgehen, indem man den Lebenslauf nicht Lebenslauf nennt, sondern "Wichtige Stationen meines Berufslebens" (oder so ähnlich), und dabei die Schwerpunkte der Berufserfahrung herausstreicht.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#5
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| Am Ende bist Du die Angeschmierte. In der heutigen Zeit kann ein Arbeitgeber so vieles herausbekommen, Du würdest Augen machen. Willst Du immer mit dem Gefühl im Bauch an die Arbeit gehen, das es rauskommen könnte. Und wenn es rauskommt, stehst Du da und musst auch noch zugeben, das Du geschwindelt hast. Bist Du wirklich so scharf auf die Konsequenzen? Im übrigen: Stationen die nicht länger als drei Monate angedauert haben, müssen im Lebenslauf nicht angegeben werden. Du kannst uns Deinen Lebenslauf gerne mal vorstellen.
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. |
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ladydi3078 (31.07.2008) | ||
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#6
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| Hallo Red Rose, zu meiner Bänderdehnung muss ich sagen, dass ich damit heute keinerlei Schwierigkeiten mehr habe, sondern dies nur als Beispiel für die kurzfristige Einstellung genannt habe. Das Vorstellungsgespräch (habe heute übrigens die Absage erhalten )bekam ich wahrscheinlich nur , weil dies über eine Zeitarbeitsfirma lief...schnief Leider durchläuft mein Lebenslauf tatsächlich mehrere Stellen, wo ich nur kurze Zeit war..Weitere Gründe sind z.B., dass ich als Flugbegleiterin angestellt war und aufgrund von Prüfungsängsten durch die praktische Prüfung gefallen bin. Ein anderer Grund war, dass diverse Arbeitgeber in die Insolvenz gegangen sind oder kurz davor standen und deshalb Personal abbauen mussten. Es ist zum Verzweifeln, denn diese leidtragenden Erfahrungen ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Zu deinen erwähnten Computerkursen muss ich sagen, dass ich gerad erst meine Umschulung zur Bürokauffrau beendet habe; aber wenn ich nicht bald eine Stelle finde, ziehe ich jegliche Weiterbildungskurse in Betracht..Hauptsache, ich gehe einer Beschäftigung nach, denn zu Hause kriege ich Depressionen ![]() Habe gleich übrigens wieder ein Vorstellungsgespräch- ist zwar wieder eine Zeitarbeitsfirma, aber besser als nichts.. Werde demnächst mal meinen Lebenslauf hier hereinsetzen, damit ihr euch ein Bild davon machen könnt. |
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#7
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| Hallo ladydi3078, oh Mann, das ist echt traurig. Hoffe für dich, dass es bald wieder besser bei dir läuft! ![]() Was hat das neue Gespräch ergeben? LG von RedRose |
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#8
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| Hi Red Rose, das Gespräch war recht kurz...Die haben mir 2 jobs vorgeschlagen,die sich ganz interessant anhören. Werden sich hoffentlich nächste Woche bei mir melden. Schiebe schon jetzt Panik vorm nächsten Vorstellungsgespräch. Na ja, mal schauen.. |
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